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	<title>Altersarmut &#8211; fränkischer.de</title>
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	<description>Online Nachrichten-Magazin für Stadt und Landkreis Ansbach</description>
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		<title>Kreis Ansbach: 35 Prozent mehr  Rentner auf Stütze vom Amt angewiesen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion Allgemein]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Oct 2019 10:31:52 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<div style="margin-bottom:20px;"><img width="1772" height="1180" src="https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2019/10/17122330/NGG-Altersarmut.jpg" class="attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image" alt="" srcset="https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2019/10/17122330/NGG-Altersarmut.jpg 1772w, https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2019/10/17122330/NGG-Altersarmut-300x200.jpg 300w, https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2019/10/17122330/NGG-Altersarmut-1024x682.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1772px) 100vw, 1772px" /></div>Wenn die Rente nicht reicht: Immer mehr Menschen im Landkreis Ansbach sind neben ihren Altersbez&#252;gen auf staatliche St&#252;tze angewiesen. Die Zahl der Empf&#228;nger von &#8222;Alters-Hartz-IV&#8220; stieg innerhalb von zehn Jahren um 35 Prozent. Gab es im Kreis Ansbach 2008 noch 1.082 Bezieher von Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung, so waren es im vergangenen Jahr [&#8230;]]]></description>
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<p>Regina Schleser, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin der NGG-Region N&uuml;rnberg-F&uuml;rth, sieht den Trend mit Sorge &ndash; und fordert eine &bdquo;rentenpolitische Kurskorrektur&ldquo;. Insbesondere die von der Bundesregierung angek&uuml;ndigte Grundrente m&uuml;sse rasch angepackt werden, um ein Ausufern der Altersarmut im Landkreis zu verhindern.</p>
<p>&bdquo;Die amtlichen Zahlen zeigen nur die Spitze des Eisbergs. Denn sehr viele Menschen, die wegen Mini-Renten eigentlich einen Anspruch auf die Grundsicherung haben, schrecken aus Scham vor einem Antrag zur&uuml;ck&ldquo;, sagt Schleser. So sind nach einer Untersuchung des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) bundesweit aktuell bereits 16,8 Prozent der Rentner von Armut bedroht. Ohne die Einf&uuml;hrung einer Grundrente k&ouml;nnte das Armutsrisiko laut DIW bis zum Jahr 2039 auf 21,6 Prozent steigen &ndash; selbst bei einer weiterhin positiven Konjunkturentwicklung.</p>
<p>&bdquo;Eine entscheidende Ursache f&uuml;r d&uuml;rftige Renten sind niedrige Einkommen. Auch wer Jahrzehnte in einer B&auml;ckerei oder einem Restaurant gearbeitet hat, landet im Alter oft unter der Armutsschwelle. Das liegt auch an der Praxis vieler Unternehmen, aus Tarifvertr&auml;gen auszusteigen und so die L&ouml;hne zu dr&uuml;cken. Hinzu kommt der Trend zu Teilzeit und Minijobs&ldquo;, erkl&auml;rt Gewerkschafterin Schleser.</p>
<p>Hier setze die von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil geplante Grundrente an: Danach sollen die Bez&uuml;ge von Menschen, die mindestens 35 Jahre lang gearbeitet haben und bei der gesetzlichen Rente trotzdem unter die Grenze von 896 Euro kommen, um bis zu mehrere Hundert Euro im Monat aufgebessert werden. &bdquo;Das Modell w&auml;re ein wichtiger Beitrag f&uuml;r mehr Gerechtigkeit im Rentensystem. Es w&uuml;rdigt die Leistung von denen, die ein Leben lang in die Rentenkasse eingezahlt haben&ldquo;, betont Schleser.</p>
<p>Ausschlaggebend sei aber, dass es dabei keine Bed&uuml;rftigkeitspr&uuml;fung gebe. &bdquo;Wer eine solche Pr&uuml;fung fordert, trifft die Falschen, weil es in den allermeisten F&auml;llen um Haushalte mit kleinen Einkommen geht. Eine Bed&uuml;rftigkeitspr&uuml;fung steht auch dem Rentenprinzip entgegen, nach dem Beitragszahler einen individuellen Leistungsanspruch erwerben&ldquo;, so Schleser.</p>
<p>Die NGG fordert die Gro&szlig;e Koalition auf, bei dem Thema jetzt &bdquo;ernst zu machen&ldquo;. Wer Jahrzehnte gearbeitet habe, habe mehr verdient als die blo&szlig;e Grundsicherung. Am Ende stehe ein St&uuml;ck des gesellschaftlichen Zusammenhalts auf dem Spiel. &bdquo;F&uuml;r Tausende Besch&auml;ftigte allein im Kreis Ansbach stellt sich die Frage, ob ein w&uuml;rdiger Lebensabend in Zukunft noch m&ouml;glich ist&ldquo;, warnt Schleser. Diese Sorge d&uuml;rfe die Politik nicht ignorieren. Sie m&uuml;sse jetzt die n&ouml;tigen Mittel aufbringen, um Altersarmut im gro&szlig;en Stil zu stoppen.</p>
<p>Das Bundesarbeitsministerium geht bei der Grundrente von j&auml;hrlichen Kosten von etwa f&uuml;nf Milliarden Euro aus. Regina Schleser: &bdquo;Allein die Bankenrettung im Jahr 2008 hat den Steuerzahler rund 60 Milliarden Euro gekostet.&ldquo;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Quelle: Region N&uuml;rnberg-F&uuml;rth</p>]]></content:encoded>
					
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