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	<title>Beckstein &#8211; fränkischer.de</title>
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	<description>Online Nachrichten-Magazin für Stadt und Landkreis Ansbach</description>
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	<title>Beckstein &#8211; fränkischer.de</title>
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		<title>Interview mit Dr. Günther Beckstein: Transformation ins digitale Zeitalter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Business Lounge Magazin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Apr 2018 14:19:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unternehmer]]></category>
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					<description><![CDATA[<div style="margin-bottom:20px;"><img width="1024" height="768" src="https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2017/11/08213952/IMG_9776.jpg" class="attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image" alt="" loading="lazy" srcset="https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2017/11/08213952/IMG_9776.jpg 1024w, https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2017/11/08213952/IMG_9776-300x225.jpg?theia_smart_thumbnails_file_version=2 300w, https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2017/11/08213952/IMG_9776-86x64.jpg?theia_smart_thumbnails_file_version=2 86w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></div>Seit 1974 geh&#246;rte er fast 40 Jahre dem Bayerischen Landtag ununterbrochen an, war 14 Jahre Innenminister und wurde 2007 der erste fr&#228;nkische und evangelische Ministerpr&#228;sident Bayerns. Bundesweit ist er aufgrund seiner harten Sicherheitspolitik einer der bekanntesten bayerischen Politiker, aber auch wegen seiner klaren wirtschaftspolitischen Kompetenzen ist er gefragt. Zudem setzt er sich sehr f&#252;r seine [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div style="margin-bottom:20px;"><img width="1024" height="768" src="https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2017/11/08213952/IMG_9776.jpg" class="attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image" alt="" loading="lazy" srcset="https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2017/11/08213952/IMG_9776.jpg 1024w, https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2017/11/08213952/IMG_9776-300x225.jpg?theia_smart_thumbnails_file_version=2 300w, https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2017/11/08213952/IMG_9776-86x64.jpg?theia_smart_thumbnails_file_version=2 86w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></div><p><strong>Seit 1974 geh&ouml;rte er fast 40 Jahre dem Bayerischen Landtag ununterbrochen an, war 14 Jahre Innenminister und wurde 2007 der erste fr&auml;nkische und evangelische Ministerpr&auml;sident Bayerns. Bundesweit ist er aufgrund seiner harten Sicherheitspolitik einer der bekanntesten bayerischen Politiker, aber auch wegen seiner klaren wirtschaftspolitischen Kompetenzen ist er gefragt. Zudem setzt er sich sehr f&uuml;r seine mittelfr&auml;nkische Heimat ein. Wir sprach mit ihm &uuml;ber die Regierungsbildung in Berlin, den Brexit und den Dieselskandal.</strong></p>
<p><strong><a href="https://fraenkischer.de/app/uploads/2019/01/Beckstein1.jpg" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="follow"><img loading="lazy" class="wp-image-62258 size-medium alignright" src="https://fraenkischer.de/app/uploads/2019/01/Beckstein1-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" srcset="https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2019/01/24190838/Beckstein1-300x199.jpg 300w, https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2019/01/24190838/Beckstein1.jpg 649w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px"/></a>MAGAZIN:</strong> &bdquo;Wollten Sie immer Politiker werden?&ldquo;</p>
<p><strong>Dr. G&uuml;nther Beckstein:</strong> &bdquo;&Uuml;berhaupt nicht, urspr&uuml;nglich wollte ich Staatsanwalt werden. Dazu habe ich Jura studiert und bin dann eher zuf&auml;llig in die Politik gekommen. Ich war in der Jungen Union,<br>
und f&uuml;r N&uuml;rnberg wurde ein Landtagskandidat gesucht, der drei Eigenschaften haben sollte: Erstens evangelisch, zweitens jung und drittens sollte er nicht merken, dass er eigentlich keine echte Chancen hat. So bin ich aufgestellt worden, habe aber im zweiten Anlauf den Einzug in den Landtag geschafft. Zun&auml;chst war die Politik neben meinem Beruf, das war damals durchaus machbar. Ich habe mich dann ganz bewusst daf&uuml;r entschieden, nicht zum Staat zu gehen, denn man kann nicht gleichzeitig in der Legislative und der Exekutive arbeiten. 1988 wurde ich Berufspolitiker, dann war das Innenministerium nat&uuml;rlich mein Traumjob.&ldquo;</p>
<p><strong>MAGAZIN:</strong> &bdquo;Was war Ihre wichtigste politische Entscheidung, die Sie getroffen haben?&ldquo;</p>
<p><strong>Dr. G&uuml;nther Beckstein:</strong> &bdquo;Als Politiker f&auml;llt man viele wichtige Entscheidungen, auch wenn es nicht immer auff&auml;llt. Die Privatisierung der Bayerischen Versicherungskammer geh&ouml;rt dazu, die zuvor eine Beh&ouml;rde des Bayerischen Innenministeriums war. Das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen. Wichtig waren auch die Umorganisation der Bauverwaltung und der Polizei, um diese schlagkr&auml;ftig zu machen. Auch die Technologieinitiative war sehr wichtig.&ldquo;</p>
<p><strong><a href="https://fraenkischer.de/app/uploads/2019/01/Beckstein2.jpg" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="follow"><img loading="lazy" class="alignleft size-medium wp-image-62259" src="https://fraenkischer.de/app/uploads/2019/01/Beckstein2-189x300.jpg" alt="" width="189" height="300" srcset="https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2019/01/24190842/Beckstein2-189x300.jpg 189w, https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2019/01/24190842/Beckstein2.jpg 400w" sizes="(max-width: 189px) 100vw, 189px"/></a>MAGAZIN:</strong> &bdquo;Meinen Sie, dass sich durch den Einzug der AfD in den Bundestag etwas ver&auml;ndert? Ist sie in irgendeiner Weise gef&auml;hrlich f&uuml;r die Demokratie?&ldquo;</p>
<p><strong>Dr. G&uuml;nther Beckstein:</strong> &bdquo;Dadurch dass rund 25 Prozent die AfD und die Linke gew&auml;hlt haben, die beide aus unterschiedlichen Gr&uuml;nden f&uuml;r eine Regierungsbildung nicht in Frage kommen, wird es schwieriger, eine stabile Regierung zu bilden. Das ist immer so, wenn die Extremen st&auml;rker werden. Wir haben erlebt, dass Jamaika nicht geklappt hat, es ist alles andere als sicher, ob eine gro&szlig;e Koalition klappt. Zudem ist nat&uuml;rlich weder f&uuml;r die Parteien noch f&uuml;r die Demokratie eine dauerhafte gro&szlig;e Koalition eine optimale L&ouml;sung. Daher f&uuml;hrt die AfD dazu, dass es instabiler wird. Ein weiteres Problem ist, wenn sich eine rechtspopulistische Partei nicht ordentlich gegen&uuml;ber dem Rechtsextremismus abgrenzt. Das f&uuml;hrt dazu, dass die Gesellschaft polarisiert wird, in der Folge wird es schwieriger, das Land zusammenzuhalten. Eine Gef&auml;hrdung der Demokratie ist das nicht, unsere Demokratie ist stabil genug und wird das aushalten.&ldquo;</p>
<p><strong>MAGAZIN:</strong> &bdquo;Aber ist das Wahlergebnis nicht ein Zeichen von Politikverdrossenheit?&ldquo;</p>
<p><strong>Dr. G&uuml;nther Beckstein:</strong> &bdquo;Man muss zugeben, dass die Fl&uuml;chtlingspolitik des Jahres 2015 und der Linksrutsch der CDU dazu gef&uuml;hrt haben, dass im rechten Bereich eine Partei st&auml;rker geworden ist. Aber es gibt auch andere Motivationen, denn die AfD ist im Zusammenhang mit der Staatsschuldenkrise entstanden. Ich bin noch von Franz Josef Strau&szlig; gepr&auml;gt und habe als junger Politiker gelernt, rechts von der CSU darf keine demokratisch legitimierte Partei entstehen. Jetzt ist das doch passiert und das ist eine gro&szlig;e Herausforderung f&uuml;r die Union. Es darf nicht kommen, was im linken Lager passiert ist, denn durch die Spaltung ist die SPD letztlich zu einer 20-Prozent-Partei geworden. Das kann nicht unser Ziel sein, sondern wir m&uuml;ssen alles tun, dass wir wieder die b&uuml;rgerliche W&auml;hlerschaft hinter uns vereinen, insbesondere in Bayern.&ldquo;</p>
<blockquote><p>&bdquo;Wir brauchen Unternehmer, die ein vern&uuml;nftiges Risiko eingehen, die Innovationsgeist haben und bei denen nicht &sbquo;das haben wir schon immer so gemacht&lsquo; der wichtigste Satz ist.&ldquo;</p></blockquote>
<figure id="attachment_62260" aria-describedby="caption-attachment-62260" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="https://fraenkischer.de/app/uploads/2019/01/Beckstein4.jpg" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="follow"><img loading="lazy" class="size-medium wp-image-62260" src="https://fraenkischer.de/app/uploads/2019/01/Beckstein4-300x296.jpg?theia_smart_thumbnails_file_version=4" alt="" width="300" height="296"/></a><figcaption id="caption-attachment-62260" class="wp-caption-text">Mathias Neigenfind mit Dr. G&uuml;nther Beckstein</figcaption></figure>
<p><strong>MAGAZIN:</strong> &bdquo;Die Mittelfranken waren 2007 froh, dass es endlich einen fr&auml;nkischen Ministerpr&auml;sidenten gab. Doch mit der Wahl 2008 hat man den Eindruck gewonnen, die Nieder- und Altbayern wollten das nicht. Sind Sie noch sauer auf die Altbayern?&ldquo;</p>
<p><strong>Dr. G&uuml;nther Beckstein:</strong> &bdquo;Ehrlicherweise muss ich sagen, dass mein Wahlergebnis schlichtweg schlechter war, als ich es erwartet hatte. Mein Wahlziel war die absolute Mehrheit, und deswegen habe ich auch nicht lange herum getan, als dies verfehlt war. Ich habe dann nicht wieder kandidiert. Ob das Wahlergebnis an den Nieder- und Oberbayern lag, vermag ich nicht zu sagen. Eins habe ich allerdings in der Tat erlebt, dass es f&uuml;r einen Franken eine Herausforderung ist, in Kernbayern, insbesondere in Altbayern, akzeptiert zu werden. Das wird jeder fr&auml;nkische Ministerpr&auml;sident erfahren.&ldquo;</p>
<p><strong>MAGAZIN:</strong> &bdquo;Der n&auml;chste steht ja schon in den Startl&ouml;chern. Hat Markus S&ouml;der eine Chance?&ldquo;</p>
<p><strong>Dr. G&uuml;nther Beckstein:</strong> &bdquo;Markus S&ouml;der ist ein ernsthafter Anw&auml;rter als Nachfolger f&uuml;r Horst Seehofer. Er hat auch gro&szlig;en R&uuml;ckhalt in der Landtagsfraktion. Es spricht also alles daf&uuml;r, dass der n&auml;chste Ministerpr&auml;sident ein Franke wird.&ldquo;</p>
<p><strong><a href="https://fraenkischer.de/app/uploads/2019/01/Beckstein5.jpg" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="follow"><img loading="lazy" class="alignleft size-medium wp-image-62257" src="https://fraenkischer.de/app/uploads/2019/01/Beckstein5-300x245.jpg?theia_smart_thumbnails_file_version=2" alt="" width="300" height="245"/></a>MAGAZIN:</strong> &bdquo;Eine weitere Herausforderung ist der Brexit, wie geht es dort Ihrer Meinung nach weiter?&ldquo;</p>
<p><strong>Dr. G&uuml;nther Beckstein:</strong> &bdquo;Das ist ein weit tieferer Einschnitt f&uuml;r die EU als die Meisten annehmen, denn Gro&szlig;britannien ist die zweitgr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft, hat mehr Wirtschaftskraft als die 15 kleineren L&auml;nder der EU zusammengenommen. Au&szlig;erdem hat sich die EU bisher nur vergr&ouml;&szlig;ert, jetzt gibt es pl&ouml;tzlich einen Austritt. Das ist etwas, was die Europ&auml;ische Union schon massiv ver&auml;ndern wird. Ich selber hoffe, dass es noch zu einer vern&uuml;nftigen Einigung kommt, denn England bleibt ein europ&auml;isches Land, auch wenn es nicht mehr in der EU ist. Aber ich habe die gro&szlig;e Sorge, dass es wahrscheinlich zu keiner Regelung kommt, sondern dass es einen harten Brexit gibt. Nicht nur f&uuml;r die Wirtschaft in Gro&szlig;britannien, sondern auch in Deutschland wird das sp&uuml;rbar sein, denn wir sind die Exportnation Nr. 1 in der Welt, und der Handel mit England wird deutlich beeintr&auml;chtigt werden.&ldquo;</p>
<p><strong>MAGAZIN:</strong> &bdquo;Wie wird es mit Donald Trump und den Beziehungen zu den USA weitergehen?&ldquo;</p>
<p><strong>Dr. G&uuml;nther Beckstein:</strong> &bdquo;Trump ist eine ganz schwierige Pers&ouml;nlichkeit, das ist offensichtlich. Ich hatte allerdings vorhergesagt, dass er gew&auml;hlt wird, und ich bin mir sicher, dass er wiedergew&auml;hlt wird. Trump verk&ouml;rpert das, was viele Amerikaner denken. Nicht die Amerikaner der Ost- oder Westk&uuml;ste, in Washington DC oder im Establishment. In Washington DC hat Trump &uuml;brigens nicht einmal f&uuml;nf Prozent der Stimmen bekommen. Aber im Rostg&uuml;rtel der Vereinigten Staaten gef&auml;llt es den Amerikanern, dass er sich nicht an die herk&ouml;mmlichen Regeln h&auml;lt und alles diplomatisch abw&auml;gt, sondern &sbquo;America first&lsquo; propagiert. Das halten dort Viele f&uuml;r richtig. Die Vereinigten Staaten sind ein Land, in dem die Infrastruktur teilweise den Standard eines Entwicklungslandes hat. Wenn man sich Detroit ansieht, bekommt man ein Bild davon, wie gro&szlig; die sozialen Schwierigkeiten sind. Das kann man sich gar nicht vorstellen, es gibt keine gesetzliche Krankenversicherung und der Sozialstaat ist nicht ausgebaut. Die Amerikaner sind mit 23 tausend Milliarden fast so verschuldet wie Italien, der gr&ouml;&szlig;te Gl&auml;ubiger ist China. Diese Fakten zeigen, in welcher schwierigen Lage das Land ist, und deshalb haben viele Amerikaner nicht Clinton als Fortsetzung der bisherigen Politik gew&auml;hlt, sondern jemand anderen. Man kann den Eindruck gewinnen, dass Trump mit der Wahrheit recht locker umgeht und dass er manchmal auch Wahrnehmungsst&ouml;rungen hat. Das ist f&uuml;r uns schon gew&ouml;hnungsbed&uuml;rftig. Das sind alles Dinge, wo ich ganz klar sage, Europa muss sehr viel st&auml;rker auf eigene F&uuml;&szlig;e kommen.&ldquo;</p>
<p><strong>MAGAZIN:</strong> &bdquo;Sind die kurzen Twitter-Meldungen vielleicht auch ein Indiz daf&uuml;r, dass die Menschen nur noch immer k&uuml;rzere und knackigere Bemerkungen wahrnehmen?&ldquo;</p>
<p><strong>Dr. G&uuml;nther Beckstein:</strong> &bdquo;Die Menschen sind gewohnt, nur die &Uuml;berschriften zu lesen. Wenn im Fernsehen ein langes Interview nur 120 Sekunden dauert, dann bleibt wenig Zeit, um alle Facetten abzuw&auml;gen. Das ist die Gefahr der Politik, dass sie sehr viel schlaglichtartiger wird. Die Menschen nehmen sich auch nicht die Zeit, lange Sendungen anzuschauen oder lange Zeitungsartikel zu lesen, und das ver&auml;ndert sowohl die Menschen, als auch die Politik. Dass Trump auf Twitter setzt, ist daher kein Zufall. Und dass sich die AfD in besonderer Weise &uuml;ber die sozialen Medien &auml;u&szlig;ert und nicht &uuml;ber die herk&ouml;mmlichen Medien, ist auch etwas, was von uns etablierten Parteien untersch&auml;tzt worden ist.&ldquo;</p>
<p><strong>MAGAZIN:</strong> &bdquo;Was halten Sie vom Wirtschaftsstandort Deutschland?&ldquo;</p>
<p><strong><a href="https://fraenkischer.de/app/uploads/2019/01/Beckstein6.jpg" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="follow"><img loading="lazy" class="alignright size-medium wp-image-62261" src="https://fraenkischer.de/app/uploads/2019/01/Beckstein6-300x223.jpg?theia_smart_thumbnails_file_version=3" alt="" width="300" height="223"/></a>Dr. G&uuml;nther Beckstein:</strong> &bdquo;Deutschland ist ein wirtschaftlich sehr starkes Land, wir haben eine boomende Wirtschaft, die insgesamt wirklich in einem erfreulichen Zustand ist. Allerdings sollten wir uns nicht dar&uuml;ber hinweg t&auml;uschen, dass gerade der Automobilsektor vor einer schwierigen Weggabelung steht, denn wir leben in Deutschland von Autos, die wir politisch bek&auml;mpfen. Diese sto&szlig;en allesamt mehr CO2 aus, als es nach den europ&auml;ischen Richtlinien vorgesehen ist. Wir leben nicht von dem 1er BMW, sondern wir leben von den gro&szlig;en Fahrzeugen, die entsprechend hohe Verbrauche haben, die eigentlich reduziert werden m&uuml;ssten. Die deutsche Automobil-industrie hat das Know-how, dass die Grenzwerte eingehalten werden. Die gro&szlig;e Aufgabe wird aber sein, dass die gesamte deutsche Wirtschaft die Transformation ins digitale Zeitalter bew&auml;ltigt. Im Maschinenbau mit der Frage der k&uuml;nstlichen Intelligenz oder beim selbstfahrenden Auto ist dieser Wandel ins digitale Zeitalter keine Frage mehr. Da ist Deutschland ganz weit vorne, obwohl wir im Bereich der Hardware nichts zu bieten haben und auch bei der Software die Amerikaner weit vor uns sind. Aber bei der Anwendung f&uuml;r die Menschen oder f&uuml;r die Wirtschaft sind wir gut drauf. Darum glaube ich, dass der Standort Deutschland hat eine sehr, sehr gute Zukunft hat.</p>
<p><strong>MAGAZIN:</strong> &bdquo;Was denken Sie &uuml;ber das Unternehmertum in Deutschland?&ldquo;</p>
<p><strong>Dr. G&uuml;nther Beckstein:</strong> &bdquo;Ich komme aus dem freien Beruf Rechtsanwalt und war lange Zeit in einem Ministerium. Wenn jemand in einer Beh&ouml;rde nur denkt, wie man sich absichert, kann er Wirtschaft nicht so gestalten, wie es notwendig w&auml;re. Wir brauchen Unternehmer, die ein vern&uuml;nftiges Risiko eingehen, die Innovationsgeist haben und bei denen nicht &sbquo;das haben wir schon immer so gemacht&lsquo; der wichtigste Satz ist. Deshalb hat das Unternehmertum die zentrale Bedeutung f&uuml;r die Zukunft, gerade Mittelst&auml;ndler. Gro&szlig;e Industriefirmen sind fast so b&uuml;rokratisch wie Staatsbeh&ouml;rden oder -unternehmen. Ich bin froh, dass wir im S&uuml;den Deutschlands auch den Kern der mittelst&auml;ndischen Unternehmer haben &ndash; in unserer Region &uuml;brigens auch.&ldquo;</p>
<p><strong>MAGAZIN:</strong> &bdquo;Das vergessen die Franken manchmal?&ldquo;</p>
<p><strong>Dr. G&uuml;nther Beckstein:</strong> &bdquo;Wenn bei den Oberbayern etwas halbwegs ordentlich ist, wird das gleich als Weltspitze verkauft. Wenn wir Franken wirklich gut sind, hei&szlig;t es &sbquo;basst scho&lsquo;. Ein gewisses Ma&szlig; an Zur&uuml;ckhaltung ist gut, und es gef&auml;llt mir, dass wir keine Egozentriker sind. Das muss man aber auch nicht &uuml;bertreiben. Manchmal f&uuml;hrt das dazu, dass die Franken nicht ihre Chancen ergreifen, die m&ouml;glich sind. Dies gilt &uuml;brigens in besonderer Weise f&uuml;r die Region Ansbach. Ich kenne diese wirklich sehr gut, und die wenigsten Menschen wissen &uuml;berhaupt, wie hoch die Lebensqualit&auml;t ist. Ein gewisses Ma&szlig; an Selbstbewusstsein t&auml;te uns gut, denn Menschen kommen nicht gern dorthin, wo gejammert wird. Wenn man sich selbst schlecht macht, wird man nicht attraktiv. Wir sollten also unsere Qualit&auml;ten deutlich herausstellen, da ist noch ein gewisses Ma&szlig; an Nachholbedarf.&ldquo;</p>
<p><strong>MAGAZIN:</strong> &bdquo;Wie gro&szlig; sind die demografischen Herausforderungen f&uuml;r Mittelfranken?&ldquo;</p>
<p><strong>Dr. G&uuml;nther Beckstein:</strong> &bdquo;Ich halte es durchaus f&uuml;r m&ouml;glich, dass sich der Trend, in die Gro&szlig;st&auml;dte zu ziehen, wieder umkehrt. Der Wohnungsmangel und die Mieten sind ein gro&szlig;es Problem, gerade f&uuml;r junge Menschen. Umgekehrt gibt es mit dem Internet M&ouml;glichkeiten, dass man ohne Weiteres im l&auml;ndlichen Raum leben und mit allen Zentren der Welt kommunizieren kann. Ein Architekt muss nicht in M&uuml;nchen sitzen. Wenn wir uns selber dar&uuml;ber bewusst sind, k&ouml;nnen wir die Herausforderungen in den Griff bekommen.&ldquo;</p>
<p><strong>MAGAZIN:</strong> &bdquo;Mit welchen Folgen m&uuml;ssen wir beim Dieselskandal rechnen?&ldquo;</p>
<p><strong>Dr. G&uuml;nther Beckstein:</strong> &bdquo;Ich hoffe sehr, dass die deutsche Automobilindustrie das bew&auml;ltigt. Die Schweinereien im VW-Konzern sind &auml;rgerlich, wobei es mich besonders emp&ouml;rt, dass die entsprechenden F&uuml;hrungspers&ouml;nlichkeiten immer noch zweistellige Millionenbetr&auml;ge verdient haben, mit Zustimmung des Landes Niedersachsen und der IG-Metall. Wir sollten uns bei der Betrachtung aber nicht nur auf die Manager beschr&auml;nken, meines Erachtens ist da auch ein Teil Wirtschaftspolitik der Amerikaner dabei. Sie wollen die Automobilindustrie in Deutschland zur&uuml;ckdr&auml;ngen und amerikanische Produkte st&auml;rker in den Vordergrund bringen, L&auml;nder wie China werden so etwas dankbar aufnehmen. Wir m&uuml;ssen den Dieselskandal schleunigst bew&auml;ltigen. Die Frage der Fahrverbote ist f&uuml;r die Kommunen eine besondere Herausforderung und ich hoffe sehr, dass die Gerichte hier das Ma&szlig; behalten und nicht zu irgendwelchen radikalen Ma&szlig;nahmen greifen. Die gro&szlig;e Ver&auml;nderung, die in den n&auml;chsten zehn Jahren weltweit die gesamte Automobilindustrie betreffen wird, kann bew&auml;ltigt werden. Ich bin mir sicher, die Deutschen werden auf jeden Fall vorne sein.&ldquo;</p>
<p><strong>MAGAZIN:</strong> &bdquo;Wie wichtig ist f&uuml;r Sie der evangelische Glaube?&ldquo;</p>
<p><strong>Dr. G&uuml;nther Beckstein:</strong> &bdquo;Mein Glaube hat mir sehr geholfen. Wenn man vor einer schwierigen Entscheidung ein kurzes Bittgebet spricht und nachdem etwas gut gegangen ist ein kurzes Dankgebet, dann hat das eine ganz, ganz wichtige Bedeutung. Wenn man wei&szlig;, dass Christus f&uuml;r die eigene Schuld gestorben ist, gibt dass Halt und gerade weil wir einen pers&ouml;nlichen Gott haben und damit das Individuum im Mittelpunkt steht, haben die Menschenrechte eine zentrale Bedeutung. Ich bin froh und dankbar f&uuml;r meinen evangelischen christlichen Glauben und freue mich auch, dass die Gegens&auml;tze zwischen den Konfessionen in Deutschland jetzt zur&uuml;cktreten, denn f&uuml;r die meisten Menschen spielen diese keine Rolle mehr. Das absolut dominierende ist doch, dass wir gemeinsame Christen sind und nicht die Konfession. Es war gut, dass das Reformationsjubil&auml;um die &Ouml;kumene in den Mittelpunkt gestellt hat, und ich hoffe sehr, dass junge Menschen wieder mehr zum Glauben finden, denn er ist eine gro&szlig;e Hilfe zum Leben. Die falschen G&ouml;tter oder auch der G&ouml;tze Geld sind alle sehr br&uuml;chige Lebenshilfen, da ist ein stabiler Glaube etwas Besseres.&ldquo;</p>
<p>Bildnachweis: BLMAG</p>
<p>Quelle: Business Lounge Magazin</p>
<p><a href="http://businesslounge-wirtschaftsmagazin.de/2018/03/15/transformation-ins-digitale-zeitalter/" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="follow">Source link </a></p>]]></content:encoded>
					
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