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	<title>BTHG &#8211; fränkischer.de</title>
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		<title>Bezirk und mittelfränkischer Behindertenrat informierten zur Übergangsregelung des BTHG</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion Allgemein]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Feb 2020 15:53:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bezirk Mittelfranken]]></category>
		<category><![CDATA[BTHG]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesteilhabegesetz]]></category>
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					<description><![CDATA[<div style="margin-bottom:20px;"><img width="1600" height="1200" src="https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2019/10/24121325/191024-Einweihung-neues-Bezirksrathaus-Kroder-Danzinger-Stra%C3%9Fe-7-5.jpg" class="attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image" alt="" srcset="https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2019/10/24121325/191024-Einweihung-neues-Bezirksrathaus-Kroder-Danzinger-Stra%C3%9Fe-7-5.jpg 1600w, https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2019/10/24121325/191024-Einweihung-neues-Bezirksrathaus-Kroder-Danzinger-Stra%C3%9Fe-7-5-300x225.jpg 300w, https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2019/10/24121325/191024-Einweihung-neues-Bezirksrathaus-Kroder-Danzinger-Stra%C3%9Fe-7-5-1024x768.jpg 1024w, https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2019/10/24121325/191024-Einweihung-neues-Bezirksrathaus-Kroder-Danzinger-Stra%C3%9Fe-7-5-86x64.jpg 86w" sizes="(max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /></div>Das neue &#8222;Bundesteilhabegesetz&#8220; (BTHG), das das bundesdeutsche Leistungsrecht f&#252;r Menschen mit Behinderungen nach Jahrzehnten grundlegend reformieren soll, ist keine leichte Kost, weder f&#252;r die davon betroffenen Menschen, ihre Angeh&#246;rigen und rechtlichen Betreuer, noch f&#252;r die zust&#228;ndigen Verwaltungsbeh&#246;rden und Wohlfahrtsverb&#228;nde. Der Kern des Gesetzes, gr&#246;&#223;ere Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe der Menschen mit Behinderungen am Leben in [&#8230;]]]></description>
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<p>Das neue &bdquo;Bundesteilhabegesetz&ldquo; (BTHG), das das bundesdeutsche Leistungsrecht f&uuml;r Menschen mit Behinderungen nach Jahrzehnten grundlegend reformieren soll, ist keine leichte Kost, weder f&uuml;r die davon betroffenen Menschen, ihre Angeh&ouml;rigen und rechtlichen Betreuer, noch f&uuml;r die zust&auml;ndigen Verwaltungsbeh&ouml;rden und Wohlfahrtsverb&auml;nde. Der Kern des Gesetzes, gr&ouml;&szlig;ere Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe der Menschen mit Behinderungen am Leben in der Gesellschaft, droht versch&uuml;ttet zu werden vom bei der Umsetzung zu beachtenden &Uuml;berma&szlig; an Verwaltungsvorschriften.</p>
<p>Eine Gruppe Interessierter rund um die Vorsitzende des mittelfr&auml;nkischen Behindertenrats, Angelika Feisthammel, hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, in immer wieder stattfindenden Informationsveranstaltungen betroffene Menschen m&ouml;glichst gut zu informieren, ihnen aber vor allem Mut zu machen, f&uuml;r ihre guten und neuen Rechte einzutreten und mehr Teilhabe einzufordern. Von Anfang an hat sich auch der Bezirk Mittelfranken, zun&auml;chst in Person des fr&uuml;heren Pr&auml;sidenten <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/richard-bartsch/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Richard Bartsch</a>, nun durch den Bezirkstagspr&auml;sidenten Armin Kroder, den Inklusionsbeauftragten Lothar Baum&uuml;ller sowie die Sozialverwaltung dieser Initiative angeschlossen, so dass nun im <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/bezirksrathaus/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Bezirksrathaus</a> die bereits f&uuml;nfte Informationsveranstaltung stattfinden konnte.</p>
<p>Nach Begr&uuml;&szlig;ungen durch Lothar Baum&uuml;ller und Armin Kroder, die die knapp 200 Anwesenden dazu aufriefen, ihr Recht auf mehr Inklusion einzufordern, da letztlich die ganze Gesellschaft etwas davon habe, fand vor allem Feisthammel deutliche Worte: das neue Gesetz wolle das &bdquo;Empowerment&ldquo; der Menschen mit Behinderungen unterst&uuml;tzen, mehr Autonomie erm&ouml;glichen und helfen, eigene Interessen selbstbestimmt wahrzunehmen. Jeder Mensch mit Behinderungen habe auch in Deutschland nun das Recht, selbst zu entscheiden, wo und wie er oder sie wohnen wolle. Das d&uuml;rfe nicht am Geld oder irgendwelchen Vorschriften scheitern und Politik und Verwaltung seien nicht dazu da, zu erkl&auml;ren, warum das nicht ginge, sondern das zu erm&ouml;glichen, auch wenn es etwas koste. Die ganze Gesellschaft w&uuml;rde von mehr Humanit&auml;t und Barrierefreiheit, auch in einem &uuml;bertragenen Sinne profitieren.</p>
<p>Thomas Bannasch, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der &bdquo;LAG Selbsthilfe&ldquo;, der landesrechtlich f&uuml;r die Umsetzung des BTHG zust&auml;ndigen Vertretung der Menschen mit Behinderungen, zeigte sich sehr erfreut vom starken Engagement in Mittelfranken, von dem andere Bezirke sich etwas abschauen sollten. Er erl&auml;uterte die Umsetzungsschwierigkeiten des Gesetzes auf dem Hintergrund sehr unterschiedlicher Einzelinteressen und ermunterte wie alle anderen Redner die Zuh&ouml;rer, sich ihrer eigenen Fragen und Bedarfe bewusst zu werden und diese selbstbewusst zu vertreten.</p>
<p>In Vertretung einer Kollegin der LAG Selbsthilfe referierte Michael Gro&szlig; (Caritas) zur &Uuml;bergangsregelung in Bayern, die in der Zeit zwischen Januar 2020 bis Dezember 2022 eine Trennung von Fachleistungen (pers&ouml;nliche Hilfe f&uuml;r den Einzelnen) und existenzsichernden Leistungen vornimmt. Alle Betroffenen m&uuml;ssen dazu eigene Konten er&ouml;ffnen und erhalten (sofern sie nicht ein eigenes Einkommen haben) Taschengeld, Kleidergeld, Freizeitpauschale, Essensgeld und die Kosten f&uuml;r die Unterkunft direkt vom Bezirk &uuml;berwiesen. Sie m&uuml;ssen dann ihre Miete und das Essen an den Tr&auml;ger des Heims (k&uuml;nftig: gemeinschaftliches Wohnen) bezahlen. Mit der &Uuml;bergangsregelung wird ein Zwischenschritt zur vollg&uuml;ltigen Umsetzung des BTHG zum 01.01.2023 getan, die dann eine ganzheitlichere Art der Bedarfsermittlung und eine individuelle pers&ouml;nliche Hilfeleistung bringen wird. Bis dahin sei der Weg noch weit.</p>
<p>Karin Keitel, Bewohnerin in einem Wohnheim, und Sabrina W&ouml;lfel, Betroffene in eigener Wohnung mit pers&ouml;nlicher Assistenz, erz&auml;hlten von ihrem teils sehr beschwerlichen Alltag, ihren Hoffnungen an die Umsetzung des BTHG und ihren &Auml;ngsten. Beide verdeutlichten glaubw&uuml;rdig ihr entschiedenes Eintreten f&uuml;r ein selbstbestimmtes Leben.</p>
<p>Anschlie&szlig;end gab es seitens der Besucher eine F&uuml;lle an Fragen. Im Vordergrund standen dabei die Themen Fachkr&auml;ftemangel, Mittagessen in Werkst&auml;tten und Mangel an bezahlbaren barrierefreien Wohnungen. Deutlich wurde, dass viele Probleme nicht vom Bezirk, sondern nur auf Bundesebene gel&ouml;st werden k&ouml;nnen. Christine Egerer, Juliane Hofmayer, Horst Rauh &ndash; aus der Sozialverwaltung des Bezirks &ndash; und Michael Gro&szlig; (Caritas) standen in dieser Fragerunde Rede und Antwort.</p>
<p>Nach fast drei Stunden musste Baum&uuml;ller die Fragerunde abbrechen. Es erfolgte ein Hinweis auf die Beratungsangebote der mittelfr&auml;nkischen Sozialpsychiatrischen Dienste, Offenen Behindertenarbeit, Erg&auml;nzenden Unabh&auml;ngigen Teilhabeberatung, Werkstattr&auml;te und des Behindertenrats, wo man sich individuell informieren k&ouml;nne.</p>
<p>Das Veranstaltungsformat wurde sehr gelobt. Ger&uuml;gt wurde, dass die Informationen zum BTHG nur langsam bei den betroffenen Menschen mit Behinderungen (in Mittelfranken im Leistungsbezug des Bezirks 26.000, insgesamt etwa 170.000) ankommen.</p>
<p>Quelle: Bezirk Mittelfranken</p>
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