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	<title>Dr. Lehnberger &#8211; fränkischer.de</title>
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	<description>Online Nachrichten-Magazin für Stadt und Landkreis Ansbach</description>
	<lastBuildDate>Fri, 07 May 2021 09:31:34 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Dr. Lehnberger &#8211; fränkischer.de</title>
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	<item>
		<title>Jahrespressegespräch am Amtsgericht Ansbach</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion Blaulicht]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 May 2021 16:54:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ansbach]]></category>
		<category><![CDATA[Ansbacher Blaulicht]]></category>
		<category><![CDATA[Gerichtsurteile]]></category>
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		<category><![CDATA[Amtsgericht Ansbach]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Lehnberger]]></category>
		<category><![CDATA[Jahrespressegespräch]]></category>
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					<description><![CDATA[<div style="margin-bottom:20px;"><img width="479" height="644" src="https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2021/05/03174446/20210503_Dr-Lehenberger_AG.png" class="attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image" alt="Dr. Lehnberger Amtgericht" srcset="https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2021/05/03174446/20210503_Dr-Lehenberger_AG.png 479w, https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2021/05/03174446/20210503_Dr-Lehenberger_AG-223x300.png?theia_smart_thumbnails_file_version=2 223w" sizes="(max-width: 479px) 100vw, 479px" /></div>Ansbach, 3. Mai 2021 &#8211; Am 23. April 2021 fand im Ansbacher Amtsgericht das allj&#228;hrliche Jahrespressegespr&#228;ch mit der Direktorin des Amtsgerichts Dr. Gudrun Lehnberger statt. Auch am Amtsgericht ging das Corona-Virus mit seinen damit verbundenen Auflagen und Ma&#223;nahmen nicht spurlos vor&#252;ber. In unten stehendem Bericht hat Dr. Lehnberger alle Zahlen und Fakten aufbereitet: Corona-Virus: Das [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div style="margin-bottom:20px;"><img width="479" height="644" src="https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2021/05/03174446/20210503_Dr-Lehenberger_AG.png" class="attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image" alt="Dr. Lehnberger Amtgericht" loading="lazy" srcset="https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2021/05/03174446/20210503_Dr-Lehenberger_AG.png 479w, https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2021/05/03174446/20210503_Dr-Lehenberger_AG-223x300.png?theia_smart_thumbnails_file_version=2 223w" sizes="(max-width: 479px) 100vw, 479px" /></div><p><strong>Ansbach, <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/3-mai/" target="_blank" data-wpel-link="internal">3. Mai</a> 2021 &ndash; Am <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/23-april/" target="_blank" data-wpel-link="internal">23. April</a> 2021 fand im Ansbacher <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/amtsgericht/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Amtsgericht</a> das allj&auml;hrliche Jahrespressegespr&auml;ch mit der Direktorin des Amtsgerichts Dr. Gudrun Lehnberger statt.<br>
</strong>Auch am <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/amtsgericht/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Amtsgericht</a> ging das Corona-Virus mit seinen damit verbundenen Auflagen und Ma&szlig;nahmen nicht spurlos vor&uuml;ber. In unten stehendem Bericht hat Dr. Lehnberger alle Zahlen und Fakten aufbereitet:</p>
<p><strong>Corona-Virus:<br>
</strong>Das Corona-Virus hatte auch Auswirkungen auf das <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/amtsgericht/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Amtsgericht</a>.<br>
Richter und Rechtspfleger haben w&auml;hrend des Lockdowns die <strong>meisten</strong> <strong>Sitzungen und Anh&ouml;rungen abgesetzt</strong>.<br>
Aufgrund der Corona-Pandemie fand <strong>bis zum <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/31-januar/" target="_blank" data-wpel-link="internal">31. Januar</a> 2021</strong> nur ein <strong>auf Eilsachen beschr&auml;nkter Notbetrieb</strong> beim <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/amtsgericht/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Amtsgericht</a> Ansbach &ndash; wie auch bei anderen Gerichten &ndash; statt.<br>
Als Eilsachen wurden beispielweise behandelt: <u>Haftsachen, Unterbringungen und Fixierungen, </u><u>einstweilige Verf&uuml;gungen, Verfahren nach dem Gewaltschutzgesetz oder wegen Gef&auml;hrdung des Kindeswohls</u>.</p>
<p>Auch nach dem 31.01.2021 wurden die Richter*innen gebeten, zur Vermeidung einer Ansteckung der Parteien, Verfahrensbeteiligten und Zeugen, die ggf. mit &ouml;ffentlichen Verkehrsmitteln anreisen und l&auml;ngere Zeit vor dem Sitzungssaal warten m&uuml;ssen, mit dem Corona-Virus nicht sogleich wieder im vollen Umfang zu terminieren und gr&ouml;&szlig;ere Ansammlungen von Menschen zu vermeiden.</p>
<p>Die Bev&ouml;lkerung wird um <strong>Verst&auml;ndnis gebeten</strong>, dass es deshalb &ndash; auch heute noch &ndash; zu l&auml;ngeren Bearbeitungszeiten kommen kann.</p>
<p><strong>B&uuml;rgerservice:<br>
</strong>Im Erdgeschoss wurde im Jahr 2017 als erste Anlaufstelle f&uuml;r auskunftssuchende Besucher ein <strong>B&uuml;rgerservice errichtet</strong>.<br>
Der B&uuml;rgerservice <strong>wird gut von den Besuchern angenommen</strong>.<br>
Er ist mit einer Beamtin des mittleren Dienstes und einer Angestellten sowie zwei Rechtspflegerinnen (im Wechsel) besetzt.<br>
Er ist <strong>Anlaufstelle f&uuml;r B&uuml;rger</strong>, die keinen Termin bei Gericht haben (Besucher mit Terminen werden direkt in die Abteilungen geschickt), <strong>nimmt Unterlagen entgegen</strong>, erteilt <strong>allgemeine Ausk&uuml;nfte</strong> zu den Verfahren, <strong>unterst&uuml;tzt beim Ausf&uuml;llen gerichtlicher Formulare</strong> und ist <strong>Rechtsantragstelle in Familiensachen</strong> (z. B. f&uuml;r einen Antrag nach dem Gewaltschutzgesetz).<br>
Die Rechtsantragstellen f&uuml;r Zivil-, Beratungshilfe- und Zwangsvollstreckungssachen befinden sich im Dienstgeb&auml;ude in der Promenade 2. Eine Unterbringung im Hauptgeb&auml;ude war aus r&auml;umlichen Gr&uuml;nden nicht m&ouml;glich.</p>
<p><strong>Zeugenbetreuerinnen:<br>
</strong>Zwei Mitarbeiterinnen des Amtsgerichts &ndash; Kerstin Wolf und Kathrin Brandl &ndash; <strong>unterst&uuml;tzen Zeugen vor und w&auml;hrend der Verhandlung.<br>
</strong>Zeugen, die das erste Mal vor Gericht geladen sind, haben <strong>oft viele Fragen</strong>, was auf sie zukommt, wo sie hinm&uuml;ssen, wie die Verhandlung abl&auml;uft. Dazu kommt manchmal auch die Angst vor der Begegnung mit dem T&auml;ter.<br>
Die Zeugenbetreuerinnen <strong>erkl&auml;ren</strong> den Zeugen auf deren Wunsch telefonisch oder vor Ort das <strong>Verfahren</strong>, <strong>zeigen</strong> ihnen den <strong>Sitzungssaal</strong>, passen im Notfall auch auf mitgebrachte Kinder w&auml;hrend der Vernehmung auf oder <strong>begleiten sie in die Verhandlung</strong>. In vielen F&auml;llen k&ouml;nnen sie den Zeugen die <strong>Angst vor der Verhandlung nehmen</strong>.</p>
<p>Betreuungsvorg&auml;nge 2020 insgesamt: 58<br>
davon:<br>
1. a) pers&ouml;nliche Kontakte: 8<br>
1. b) telefonische oder schriftliche Kontakte: 50<br>
darunter:<br>
Angst vor Angeklagten oder anderen Zeugen: 10 (einschlie&szlig;lich Abschirmung)<br>
Kinder als Zeugen oder als Begleitung von Zeugen: 3<br>
Fragen zum Ablauf des Verfahrens und Sonstiges: 45</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Das <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/amtsgericht/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Amtsgericht</a> Ansbach 2020 in Zahlen</strong></p>
<p><strong>I. Personalbestand des Amtsgerichts Ansbach am 31.12.2020: </strong></p>
<p><strong>Der Personalbestand des Amtsgerichts Ansbach stellte sich am 31.12.2020 wie folgt dar:</strong></p>
<p><strong>19 Richter</strong>, davon 12 Personen weiblich<br>
(16,90 Arbeitskraftanteile, davon 10,40 weiblich)</p>
<p><strong>35 Rechtspfleger</strong>, davon 26 Personen weiblich<br>
(27 Arbeitskraftanteile, davon 18,30 weiblich)</p>
<p><strong>12 Gerichtsvollzieher</strong>, davon 4 weiblich<br>
(s&auml;mtlich Vollzeitbesch&auml;ftigte)</p>
<p><strong>67</strong> <strong>Beamte/Arbeitnehmer im mittleren &ndash; und Schreibdienst </strong>(davon 62 Personen weiblich)<br>
(49,48 Arbeitskraftanteile, davon 44,88 weiblich)</p>
<p><strong>11 Beamte in Ausbildung, </strong>davon 9 weiblich</p>
<p>Der Wachtmeisterdienst untersteht personell dem Landgericht Ansbach und z&auml;hlt nicht zu unserem Personalbestand<strong>.<br>
</strong>Insgesamt ergibt sich somit ein Personalbestand von <strong>144 K&ouml;pfen</strong>, davon sind <strong>113 Personen</strong> <strong>weiblich</strong>.</p>
<p>Das <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/amtsgericht/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Amtsgericht</a> bietet <strong>attraktive Arbeitspl&auml;tze</strong> als Justizfachwirt/in in den Gesch&auml;ftsstellen/Serviceeinheiten oder als Gerichtsvollzieher/in, Rechtspfleger/in:<br>
Die Arbeitspl&auml;tze sind vielseitig, interessant, krisensicher und familienfreundlich.<br>
<strong>Das <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/amtsgericht/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Amtsgericht</a> ist ein idealer Arbeitgeber gerade f&uuml;r Frauen:<br>
</strong>Es gibt eine <u>flexible Arbeitszeit</u> und <u>gro&szlig;z&uuml;gige Teilzeitmodelle</u>, die eine Vereinbarkeit von Beruf mit der Familie oder bei der Pflege von Angeh&ouml;rigen erleichtern.<br>
<strong>Erforderlich ist</strong> aber die <strong>Bereitschaft f&uuml;r ein lebenslanges Lernen</strong>, um sich den Ver&auml;nderungen anzupassen, <strong>Offenheit f&uuml;r neue Techniken, Freude am Umgang mit Menschen, Engagement, Teamgeist, Entscheidungsfreude und Verst&auml;ndnis f&uuml;r rechtliche Zusammenh&auml;nge.</strong></p>
<p><strong>&nbsp;</strong></p>
<p><strong>II. Entwicklung der Verfahrens- bzw. Eingangszahlen im Vergleich zum</strong><strong>&nbsp;Vorjahr im &Uuml;berblick:</strong></p>
<p><em>&nbsp;</em>Die Entwicklung der Verfahrenszahlen war im Jahr 2020 <strong><u>uneinheitlich</u>.<br>
</strong>Die <strong>Mitarbeiter*innen</strong> des Amtsgerichts haben <strong>hervorragende Arbeit</strong> geleistet und mit enormem Flei&szlig; die Verfahren bearbeitet.</p>
<p><strong>III. Die einzelnen Abteilungen </strong></p>
<p><strong><u>Entwicklung der Verfahrens- bzw. Eingangszahlen im Vergleich zu den Vorjahren im &Uuml;berblick: </u></strong></p>
<p><em>Zivil</em><em>abteilung </em></p>
<table width="661">
<tbody>
<tr>
<td width="133"></td>
<td width="85"><strong>2016</strong></td>
<td width="85"><strong>2017</strong></td>
<td width="100"><strong>&nbsp;</strong>
<p><strong>2018</strong></p></td>
<td width="80"><strong>&nbsp;</strong>
<p><strong>2019</strong></p></td>
<td width="89"><strong>2020</strong></td>
<td width="89"><strong>Ver&auml;nderungen 2019/2020 (%)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="133"><strong><u>Zivil</u></strong></td>
<td width="85"><strong>&nbsp;</strong></td>
<td width="85"><strong>&nbsp;</strong></td>
<td width="100"><strong>&nbsp;</strong></td>
<td width="80"><strong>&nbsp;</strong></td>
<td width="89"><strong>&nbsp;</strong></td>
<td width="89"><strong>&nbsp;</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="133"><strong>Eing&auml;nge</strong></td>
<td width="85">1687</td>
<td width="85">1785</td>
<td width="100">1693</td>
<td width="80">1547</td>
<td width="89"><strong>1490</strong></td>
<td width="89"><strong>&nbsp;-3,7%</strong></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>B&uuml;rger streiten wieder weniger als im Vorjahr<br>
</strong>Die Eingangszahlen in Zivilsachen sind seit 2017 um 16,5 % zur&uuml;ckgegangen.<br>
2020 gingen 1490 Verfahren beim <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/amtsgericht/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Amtsgericht</a> ein und damit 57 Verfahren weniger als 2019.<br>
<strong>Das <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/amtsgericht/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Amtsgericht</a> ist in b&uuml;rgerlichen Streitigkeiten zust&auml;ndig bei einem Streitwert bis<br>
einschlie&szlig;lich 5.000 &euro;, in Mietsachen &uuml;ber Wohnraum unabh&auml;ngig vom Streitwert.<br>
</strong><strong>&Uuml;berwiegend</strong> handelte es sich 2020 um <strong>Verkehrsunfallsachen (393), gefolgt von Mietsachen (267) und Kaufsachen (266)</strong>. Der <strong>durchschnittliche Streitwert</strong> belief sich auf <strong>2146 EUR</strong> und die <strong>durchschnittliche Verfahrensdauer</strong> auf <strong>4,1 Monate</strong>.<br>
Die f&uuml;nf Richter*innen haben <strong>566 Verhandlungstermine</strong> durchgef&uuml;hrt (2019:854), <strong>411 streitige Urteile</strong> gef&auml;llt und <strong>273 Vers&auml;umnis- sowie 221 Anerkenntnisurteile</strong> erlassen.<br>
In <strong>273 F&auml;llen</strong> haben die Parteien einen gerichtlichen <strong>Vergleich</strong> geschlossen und in <strong>175 F&auml;llen</strong> die <strong>Klage zur&uuml;ckgenommen</strong>.</p>
<p><em>Familiengericht</em></p>
<table width="663">
<tbody>
<tr>
<td width="152"></td>
<td width="85"><strong>2016</strong></td>
<td width="76"><strong>&nbsp;</strong>
<p><strong>2017</strong></p></td>
<td width="85"><strong>&nbsp;</strong>
<p><strong>2018</strong></p></td>
<td width="85"><strong>&nbsp;</strong>
<p><strong>2019</strong></p></td>
<td width="85"><strong>2020</strong></td>
<td width="95"><strong>Ver&auml;nderungen 2019/2020 (%)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="152"><strong><u>Familiengericht</u></strong></td>
<td width="85"><strong>&nbsp;</strong></td>
<td width="76"><em>&nbsp;</em></td>
<td width="85"><em>&nbsp;</em></td>
<td width="85"><em>&nbsp;</em></td>
<td width="85"><em>&nbsp;</em></td>
<td width="95"><em>&nbsp;</em></td>
</tr>
<tr>
<td width="152"><strong>Eing&auml;nge</strong></td>
<td width="85">1360</td>
<td width="76">1357</td>
<td width="85">1435</td>
<td width="85">1434</td>
<td width="85"><strong>1360</strong></td>
<td width="95"><strong>-5%</strong></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Anzahl der Eing&auml;nge in Familiensachen ist leicht zur&uuml;ckgegangen.<br>
</strong><strong>Die Scheidungsrate ist 2020 leicht gesunken.<br>
</strong>2019 wurden durch das <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/amtsgericht/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Amtsgericht</a> Ansbach noch 442 Ehen <strong>geschieden</strong>. <strong>2020</strong> waren es<strong> 410</strong>.<br>
Handelt es sich um eine einvernehmliche Scheidung ohne Folgesachen wie Unterhalt und Zugewinnausgleich, dauert ein Termin zur Scheidung kaum mehr als 10 Minuten.<br>
Das <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/amtsgericht/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Amtsgericht</a> hat 2020 auch wieder 3 Lebenspartnerschaften aufgehoben.<br>
Bei den <strong>1355 erledigten</strong> <strong>Familiensachen</strong> hatten die 5 Familienrichte*innen 2020 neben den Scheidungen zu entscheiden &uuml;ber den <strong>Versorgungsausgleich</strong> im Rahmen der Scheidung <strong>(390 F&auml;lle)</strong>, das <strong>Sorgerecht</strong> &uuml;ber Kinder <strong>(318 F&auml;lle),</strong> das Recht eines Elternteils zum <strong>Umgang</strong> mit dem Kind <strong>(154 F&auml;lle)</strong>, <strong>Unterhalt</strong> f&uuml;r Kinder <strong>(82 F&auml;lle),</strong> aber auch &uuml;ber <strong>Adoptionen (27 F&auml;lle)</strong>, die <strong>Abstammung</strong> eines Kindes <strong>(17</strong> <strong>F&auml;lle)</strong>, <strong>Kindesherausgabe</strong> nach Entzug des Sorgerechts wegen Gef&auml;hrdung des Kindeswohls <strong>(3 F&auml;lle)</strong> und Ma&szlig;nahmen zum Schutz vor Gewalt und Nachstellung nach dem <strong>Gewaltschutzgesetz</strong> <strong>(117 F&auml;lle; 2019: 88 F&auml;lle).</strong></p>
<p>In <strong>Abstammungsverfahren</strong> werden zum sicheren Nachweis DNA-Gutachten in der Regel beim Institut f&uuml;r Rechtsmedizin der Universit&auml;t Erlangen eingeholt. Von den Parteien vorgelegte Privatgutachten werden vom Gericht grunds&auml;tzlich nicht ber&uuml;cksichtigt. Der Beweis der Abstammung liegt dann vor, wenn das Gutachten die Vaterschaft zu 99,99 % best&auml;tigt.<br>
Wird ein Kind in einer bestehenden Ehe geboren, gilt nach dem Gesetz der Ehemann der Mutter als Vater, unabh&auml;ngig davon, ob er auch tats&auml;chlich der biologische Vater ist. Hat er Zweifel an der Vaterschaft, kann er die Vaterschaft vor dem Familiengericht anfechten. Auch in diesem Fall wird das Gericht ein DNA-Gutachten einholen.<br>
<strong>2019 </strong>wurde die <strong>Kinder- und Jugendpsychiatrie im BKH Ansbach er&ouml;ffnet</strong>. F&uuml;r das Familiengericht sind dadurch <strong>weitere Aufgaben entstanden (Genehmigungen von Unterbringungen und Fixierungen, Anh&ouml;rungen). </strong>Insgesamt wurden 2020<strong> 71 </strong>Kinder/Jugendliche untergebracht und in <strong>16 F&auml;llen fixiert</strong>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><u>Entwicklungen im Familienrecht</u></strong></p>
<p><strong>Abnahme der Anzahl von Verfahren wegen Ferienumgang</strong>, weil keine Reisen m&ouml;glich waren<br>
<strong>Zunahme von Verfahren, die einen Bezug auf Corona hatten:<br>
</strong>Kann Umgang trotz allgemeiner Ansteckungsfahr stattfinden? (mittlerweile durch OLGs gekl&auml;rt: Angst vor Corona an sich kein Anlass f&uuml;r Ausfall von Umgang)<br>
Probleme bei begleiteten Umg&auml;ngen, weil entsprechende Einrichtungen entweder (zeitweilig) ganz geschlossen hatten oder Kapazit&auml;ten wegen Hygienekonzept verringert haben<br>
Beratungen und Hilfen stehen meist nur noch telefonisch zur Verf&uuml;gung,<br>
keine soziale Kontrolle durch Schulen / KiGA, sozial p&auml;dagogische Familienhilfe m&ouml;glich<br>
Familienpsychologische Gutachten konnten wegen Kontaktbeschr&auml;nkungen teilweise nicht und oft nur mit erheblicher Verz&ouml;gerung erstellt werden<br>
<strong>Teilweise nur Notbetrieb</strong> und Verhandlung mit Masken und Abst&auml;nden m&ouml;glich</p>
<p><strong><u>Gesetzes&auml;nderungen</u></strong></p>
<p><strong>Annahme von Kindern des nichtehelichen Partners (&sect; 1766a BGB)<br>
</strong>seit M&auml;rz 2020 m&ouml;glich, wenn verfestigte Lebensgemeinschaft besteht (i.d.R. bei Zusammenleben mehr als 4 Jahre oder weiteres gemeinsames Kind der Partner)<br>
war zuvor nur bei verheirateten Paaren m&ouml;glich</p>
<p><strong>Unterhalt f&uuml;r pflegebed&uuml;rftige Eltern (Angeh&ouml;rigen-Entlastungsgesetz)</strong></p>
<p>seit 01.01.2020 k&ouml;nnen Kinder nur noch f&uuml;r den Unterhalt pflegebed&uuml;rftiger Eltern herangezogen werden, wenn ihr Jahresgesamteinkommen 100.000,00 &euro; brutto &uuml;bersteigt<br>
zuvor wurden Kinder f&uuml;r den Elternunterhalt ohne Einkommensgrenze herangezogen, soweit sie Einkommen &uuml;ber dem Selbstbehalt verf&uuml;gten</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><u>Ausblick 2021</u></strong></p>
<p>Die technischen Voraussetzungen f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung von <strong>Scheidungen in Videoverhandlungen</strong> liegen mittlerweile vor (<strong>MicrosoftTeams)</strong>. Videoverhandlungen sind zul&auml;ssig gem. &sect;&sect; 113 Abs. 1 FamFG, 128a ZPO). Die Familienrichter*innen machen davon bei einvernehmlichen Scheidungen immer h&auml;ufiger Gebrauch.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Mobiliarvollstreckung</em></p>
<table width="705">
<tbody>
<tr>
<td width="213"></td>
<td width="76"><strong>2016</strong></td>
<td width="76"><strong>2017</strong></td>
<td width="76"><strong>2018</strong></td>
<td width="76"><strong>2019</strong></td>
<td width="81"><strong>2020</strong></td>
<td width="108"><strong>Ver&auml;nderungen 2019/2020(%)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="213"><strong><u>M-Sachen (Pf&auml;ndungs &ndash; und &Uuml;berweisungsbeschl&uuml;sseRechtspfleger-</u></strong></td>
<td width="76">3830</td>
<td width="76">3995</td>
<td width="76">4057</td>
<td width="76">4118</td>
<td width="81"><strong>4014</strong></td>
<td width="108"><strong>-2,5%</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="213"><strong>Haftbefehle und Anordnung Wohnungsdurchsuchungen</strong>
<p><strong>-richterlicher Dienst-</strong></p></td>
<td width="76">1823</td>
<td width="76">1671</td>
<td width="76">1562</td>
<td width="76">1564</td>
<td width="81"><strong>1398</strong></td>
<td width="108"><strong>-10,6 %</strong></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p>In der Mobiliarvollstreckung sind die <strong>Pf&auml;ndungs-und &Uuml;berweisungsbeschl&uuml;sse leicht r&uuml;ckl&auml;ufig</strong>, was wohl mit der <strong>guten Konjunkturlage</strong> zusammenhing. Hier hat die Corona-Pandemie wohl noch keinen Einfluss ausge&uuml;bt.<br>
Ein Grund f&uuml;r den R&uuml;ckgang der Haftbefehle und Durchsuchungsbeschl&uuml;sse liegt auch darin, dass die <strong>Auskunft &uuml;ber pf&auml;ndbares Verm&ouml;gen &uuml;ber Drittausk&uuml;nfte bei der Deutschen Rentenversicherung</strong> nach Arbeitgebern und &uuml;ber das <strong>Bundeszentralamt f&uuml;r Steuern</strong> nach Kontoverbindungen des Schuldners erlangt werden kann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Registergericht</em></p>
<table width="726">
<tbody>
<tr>
<td width="225">&nbsp;Anzahl eingereichter Urkunden</td>
<td width="76"><strong>2016</strong></td>
<td width="85"><strong>&nbsp;</strong>
<p><strong>2017</strong></p></td>
<td width="85"><strong>&nbsp;</strong>
<p><strong>2018</strong></p></td>
<td width="76"><strong>&nbsp;</strong>
<p><strong>2019</strong></p></td>
<td width="76"><strong>2020</strong></td>
<td width="104"><strong>Ver&auml;nderungen 2019/2020 (%)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="225"><strong><u>Handelsregister A </u></strong>
<p><strong><u>(Personengesellschaften, </u></strong></p>
<p><strong><u>Einzelkaufleute)</u></strong></p></td>
<td width="76">350</td>
<td width="85">351</td>
<td width="85">324</td>
<td width="76">352</td>
<td width="76"><strong>350</strong></td>
<td width="104"><strong>+/- %</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="225"><strong>Handelsregister B</strong>
<p><strong>(Kapitalgesellschaften)</strong></p></td>
<td width="76">945</td>
<td width="85">923</td>
<td width="85">986</td>
<td width="76">1016</td>
<td width="76"><strong>1007</strong></td>
<td width="104"><strong>-1 %</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="225"><strong><u>darunter Richterzust&auml;ndigkeit</u></strong></td>
<td width="76">436</td>
<td width="85">389</td>
<td width="85">404</td>
<td width="76">407</td>
<td width="76"><strong>467</strong></td>
<td width="104"><strong>+14%</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="225"><strong>Vereinsregister/sonstige Register</strong></td>
<td width="76">471</td>
<td width="85">421</td>
<td width="85">412</td>
<td width="76">506</td>
<td width="76"><strong>391</strong></td>
<td width="104"><strong>-23 %</strong></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der <strong>R&uuml;ckgang bei den Vereinsregisteranmeldungen</strong> ist darauf zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, dass durch die <strong>Corona-Pandemie</strong> die <strong>Vereine nur bis Mitte M&auml;rz 2020 Mitgliederversammlungen als Pr&auml;senzveranstaltungen </strong>durchf&uuml;hren konnten. Online-Versammlungen wurden nur von sehr wenigen Vereinen durchgef&uuml;hrt. Deshalb wurden <strong>bei fast allen Vereinen Vorstandswahlen oder Satzungs&auml;nderungen verschoben</strong>, weshalb auch weniger Anmeldungen zum Vereinsregister erfolgt sind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Strafabteilung</em></p>
<p>Der <strong>Strafrichter </strong>ist bei Vergehen allein zust&auml;ndig, wenn eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe nicht &uuml;ber 2 Jahre zu erwarten ist. Das <strong>Sch&ouml;ffengericht </strong>&ndash; bestehend aus einem Richter als Vorsitzendem und zwei Sch&ouml;ffen &ndash; ist zust&auml;ndig bei Verbrechen oder wenn eine Freiheitsstrafe zwischen zwei und vier Jahren zu erwarten ist. Der <strong>Jugendrichter</strong> entscheidet &uuml;ber Strafsachen von Jugendlichen (zur Tatzeit 14-17 Jahre) und Heranwachsenden (zur Tatzeit 18-21 Jahre).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Strafverfahren vor dem Strafrichter</p>
<table width="700">
<tbody>
<tr>
<td width="181"></td>
<td width="85"><strong>2016</strong></td>
<td width="76"><strong>2017</strong></td>
<td width="85"><strong>2018</strong></td>
<td width="85"><strong>2019</strong></td>
<td width="85"><strong>2020</strong></td>
<td width="104"><strong>Ver&auml;nderungen 2019/2020 (%)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="181"><strong><u>Strafrichter</u></strong></td>
<td width="85"><strong>&nbsp;</strong></td>
<td width="76"><strong>&nbsp;</strong></td>
<td width="85"><strong>&nbsp;</strong></td>
<td width="85"></td>
<td width="85"><em>&nbsp;</em></td>
<td width="104"><em>&nbsp;</em></td>
</tr>
<tr>
<td width="181"><strong>Eing&auml;nge</strong></td>
<td width="85">934</td>
<td width="76">741</td>
<td width="85">737</td>
<td width="85">652</td>
<td width="85"><strong>741</strong></td>
<td width="104"><strong>+13,6%</strong></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Sch&ouml;ffengericht</p>
<table width="700">
<tbody>
<tr>
<td width="181"></td>
<td width="85"><strong>2016</strong></td>
<td width="76"><strong>&nbsp;</strong>
<p><strong>2017</strong></p></td>
<td width="85"><strong>&nbsp;</strong>
<p><strong>2018</strong></p></td>
<td width="85"><strong>&nbsp;</strong>
<p><strong>2019</strong></p></td>
<td width="85"><strong>2020</strong></td>
<td width="104"><strong>Ver&auml;nderungen 2019/2020 (%)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="181"><strong><u>Sch&ouml;ffengericht</u></strong></td>
<td width="85"><strong>&nbsp;</strong></td>
<td width="76"><em>&nbsp;</em></td>
<td width="85"><em>&nbsp;</em></td>
<td width="85"><em>&nbsp;</em></td>
<td width="85"><em>&nbsp;</em></td>
<td width="104"><em>&nbsp;</em></td>
</tr>
<tr>
<td width="181"><strong>Eing&auml;nge</strong></td>
<td width="85">102</td>
<td width="76">63</td>
<td width="85">56</td>
<td width="85">55</td>
<td width="85"><strong>64</strong></td>
<td width="104"><strong>+ 16,4%</strong></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p>Jugendgericht und Jugendsch&ouml;ffengericht</p>
<table width="700">
<tbody>
<tr>
<td width="190"></td>
<td width="85"><strong>2016</strong></td>
<td width="85"><strong>&nbsp;</strong>
<p><strong>2017</strong></p></td>
<td width="85"><strong>&nbsp;</strong>
<p><strong>2018</strong></p></td>
<td width="76"><strong>&nbsp;</strong>
<p><strong>2019</strong></p></td>
<td width="76"><strong>2020</strong></td>
<td width="104"><strong>Ver&auml;nderungen 2019/2020 (%)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="190"><strong><u>Jugendgericht</u></strong></td>
<td width="85"><strong>&nbsp;</strong></td>
<td width="85"><em>&nbsp;</em></td>
<td width="85"><em>&nbsp;</em></td>
<td width="76"><em>&nbsp;</em></td>
<td width="76"><em>&nbsp;</em></td>
<td width="104"><em>&nbsp;</em></td>
</tr>
<tr>
<td width="190"><strong>Eing&auml;nge</strong></td>
<td width="85">240</td>
<td width="85">245</td>
<td width="85">258</td>
<td width="76">207</td>
<td width="76"><strong>185</strong></td>
<td width="104"><strong>-10,6 %</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="190"><strong><u>Jugendsch&ouml;ffengericht</u></strong></td>
<td width="85"></td>
<td width="85"></td>
<td width="85"></td>
<td width="76"></td>
<td width="76"><strong>&nbsp;</strong></td>
<td width="104"><strong>&nbsp;</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="190"><strong>Eing&auml;nge</strong></td>
<td width="85">60</td>
<td width="85">60</td>
<td width="85">72</td>
<td width="76">61</td>
<td width="76"><strong>61</strong></td>
<td width="104"><strong>+/-%</strong></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Einige Vergehen im Schlaglicht</strong></p>
<table width="681">
<tbody>
<tr>
<td width="256"></td>
<td width="85"><strong>2016</strong></td>
<td width="85"><strong>&nbsp;</strong>
<p><strong>&nbsp;</strong></p>
<p><strong>2017</strong></p></td>
<td width="85"><strong>&nbsp;</strong>
<p><strong>&nbsp;</strong></p>
<p><strong>2018</strong></p></td>
<td width="85"><strong>&nbsp;</strong>
<p><strong>&nbsp;</strong></p>
<p><strong>2019</strong></p></td>
<td width="85"><strong>2020</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="256"><strong>Politische Straftaten</strong></td>
<td width="85">7</td>
<td width="85">4</td>
<td width="85">2</td>
<td width="85">11</td>
<td width="85"><strong>10</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="256"><strong>Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung </strong></td>
<td width="85">6</td>
<td width="85">&nbsp;
<p>8</p>
<p>&nbsp;</p></td>
<td width="85">&nbsp;
<p>6</p>
<p>&nbsp;</p></td>
<td width="85">&nbsp;
<p>8</p>
<p>&nbsp;</p></td>
<td width="85"><strong>20</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="256"><strong>Verbreitung pornografischer Schriften</strong></td>
<td width="85">4</td>
<td width="85">&nbsp;
<p>4</p>
<p>&nbsp;</p></td>
<td width="85">&nbsp;
<p>6</p>
<p>&nbsp;</p></td>
<td width="85">&nbsp;
<p>6</p>
<p>&nbsp;</p></td>
<td width="85"><strong>5</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="256"><strong>Vors&auml;tzliche K&ouml;rperverletzung</strong></td>
<td width="85">201</td>
<td width="85">151</td>
<td width="85">&nbsp;
<p>170</p></td>
<td width="85">136</td>
<td width="85"><strong>171</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="256"><strong>Diebstahl/Unterschlagung</strong></td>
<td width="85">176</td>
<td width="85">158</td>
<td width="85">&nbsp;
<p>182</p></td>
<td width="85">132</td>
<td width="85"><strong>103</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="256"><strong>Betrug/Untreue</strong></td>
<td width="85">147</td>
<td width="85">129</td>
<td width="85">&nbsp;
<p>153</p></td>
<td width="85">102</td>
<td width="85"><strong>112</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="256"><strong>Verkehrsstraftaten mit fahrl&auml;ssiger T&ouml;tung</strong></td>
<td width="85">25</td>
<td width="85">21</td>
<td width="85">&nbsp;
<p>16</p></td>
<td width="85">17</td>
<td width="85"><strong>8</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="256"><strong>Sonstige Verkehrsstraftaten</strong></td>
<td width="85">298</td>
<td width="85">226</td>
<td width="85">&nbsp;
<p>220</p></td>
<td width="85">199</td>
<td width="85"><strong>195</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="256"><strong>Straftaten nach dem Bet&auml;ubungsmittelgesetz</strong></td>
<td width="85">158</td>
<td width="85">186</td>
<td width="85">&nbsp;
<p>146</p></td>
<td width="85">131</td>
<td width="85"><strong>142</strong></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Bei Gericht spiegelt sich die allgemeine Kriminalit&auml;tsstatistik wider.</strong> Nicht zu Gericht gelangen allerdings die Verfahren, die schon bei der Staatsanwaltschaft eingestellt worden sind, etwa mangels Tatnachweises, geringer Schuld oder unbekannten Aufenthaltes des/der Beschuldigten.<br>
Die 6 Strafrichter*innen des Amtsgerichts <strong>erledigten 2020</strong> <strong>insgesamt 952 Strafsachen (ohne Strafbefehle; </strong>2019 waren es 1025).<br>
Davon entfielen 55 Verfahren auf das Sch&ouml;ffengericht (2019: 66). Die Jugendrichterinnen entschieden in 250 F&auml;llen (2019: 253).<br>
Dabei betrafen 21 % der F&auml;lle <strong>Verkehrsdelikte</strong>, 9,2 % <strong>Diebstahl und Unterschlagung</strong>, 15 % <strong>K&ouml;rperverletzungen</strong>, 10,5 % <strong>Betrug und Untreue, </strong>15,8 % <strong>Bet&auml;ubungsmitteldelikte</strong>. Nur 2,2 % entfielen auf <strong>Verst&ouml;&szlig;e gegen das Aufenthalts- und Asylverfahrensgesetz</strong>.<br>
Die <strong>K&ouml;rperverletzungsdelikte stiegen im Jahr 2020 auf 171 F&auml;lle</strong>, nachdem sie im Jahr zuvor auf 136 F&auml;lle gesunken waren. Dies entspricht der allgemeinen Entwicklung der Kriminalit&auml;tsstatistik.<br>
Die<strong> Zunahme an Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung</strong> k&ouml;nnte an der <strong>Einf&uuml;hrung des<br>
&sect; 184i StGB (sexuelle Bel&auml;stigung) </strong>liegen.<br>
Die Richter f&auml;llten <strong>327 Urteile</strong>, von denen 83 % ohne Rechtsmittel blieben.<br>
<strong>18,5 %</strong> der Verfahren wurden <strong>wegen geringer Schuld</strong> <strong>eingestellt.<br>
</strong>Die <strong>Mehrzahl der Verfahren</strong> wurde im schriftlichen Verfahren ohne Hauptverhandlung <strong>durch 1370 Strafbefehle erledigt.<br>
</strong>In <strong>607</strong> F&auml;llen hat die Staatsanwaltschaft <strong>Anklage</strong> erhoben<br>
<strong>68,1 %</strong> aller Verfahren konnten mit einer <strong>Verfahrensdauer von maximal 3 Monaten</strong> abgeschlossen werden; weitere 23 % innerhalb von 6 Monaten.<br>
Insgesamt wurden <strong>1059 Personen angeklagt, 369 Personen verurteilt</strong> und <strong>5 freigesprochen</strong>.<br>
<strong>589 Verurteilte</strong> standen <strong>unter laufender Bew&auml;hrung</strong>. Der <strong>Strafrichte</strong>r hat w&auml;hrend der Bew&auml;hrungszeit die <strong>Einhaltung der Bew&auml;hrungsauflagen</strong>, beispielsweise die Erf&uuml;llung von Geld -oder Arbeitsauflagen, zu <strong>&uuml;berwachen</strong>. Nur in einem Teil der F&auml;lle wird dem Verurteilten ein Bew&auml;hrungshelfer zur Seite gestellt.<br>
Besch&auml;ftigt hat die Strafrichter*innen vor allem die <strong>Neuregelung der Pflichtverteidigung</strong>. Insoweit musste 2019 eine europ&auml;ische Richtlinie mit vielen Unklarheiten zun&auml;chst unmittelbar angewendet werden, weil die BRD diese nicht fristgerecht umgesetzt hat. Seit Dezember 2019 ist nun die &Auml;nderung der StPO (&sect;&sect; 140 ff.) in Kraft: <strong>Auf Antrag des Beschuldigten ist ihm im Falle der notwendigen Verteidigung </strong><strong>bereits vor der Beschuldigtenvernehmung ein Verteidiger zu bestellen, im Falle der Haftvorf&uuml;hrung von Amts wegen bereits bei der Vorf&uuml;hrung vor den Richter, sonst bei Anklageerhebung</strong>.<br>
<strong>Im Falle des Freiheitsentzugs ist jetzt stets die Verteidigung notwendig.</strong></p>
<p><strong>&nbsp;</strong></p>
<p><strong>&nbsp;</strong>Ordnungswidrigkeiten</p>
<table width="691">
<tbody>
<tr>
<td width="181"></td>
<td width="76"><strong>2016</strong></td>
<td width="76"><strong>2017</strong></td>
<td width="76"><strong>2018</strong></td>
<td width="76"><strong>2019</strong></td>
<td width="85"><strong>2020</strong></td>
<td width="123"><strong>Ver&auml;nderungen 2019/2020 (%)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="181"><strong><u>Bu&szlig;geldsachen</u></strong></td>
<td width="76"><strong>&nbsp;</strong></td>
<td width="76"><strong>&nbsp;</strong></td>
<td width="76"><strong>&nbsp;</strong></td>
<td width="76"><strong>&nbsp;</strong></td>
<td width="85"><em>&nbsp;</em></td>
<td width="123"><em>&nbsp;</em></td>
</tr>
<tr>
<td width="181"><strong>Eing&auml;nge</strong></td>
<td width="76">1203</td>
<td width="76">1037</td>
<td width="76">1166</td>
<td width="76">1341</td>
<td width="85"><strong>1117</strong></td>
<td width="123"><strong>-16,7 %</strong></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><strong>&nbsp;</strong></p>
<p><strong>Bu&szlig;geldsachen sind weiterhin meist Abstands- und Geschwindigkeitsverst&ouml;&szlig;e im Stra&szlig;enverkehr</strong></p>
<p>Die Zahl der eingegangenen Ordnungswidrigkeitenverfahren ist seit 2019 <strong>um 16,7 % zur&uuml;ckgegangen</strong>.<br>
Im Jahr 2020 sind <strong>1117 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingegangen</strong> (2019: 1341).<br>
Der <strong>gr&ouml;&szlig;te Teil</strong> der 2020 erledigten Ordnungswidrigkeitenverfahren betraf <strong>Verkehrsordnungswidrigkeiten (1070).</strong> Dabei handelte es sich <strong>gr&ouml;&szlig;tenteils um Abstands- und Geschwindigkeitsverst&ouml;&szlig;e</strong>.<br>
<strong>15,5 %</strong> der Bu&szlig;geldverfahren hat das Gericht <strong>wegen Geringf&uuml;gigkeit</strong> <strong>eingestellt</strong>.<br>
In <strong>63,7 %</strong> der Verfahren nahmen die Betroffenen ihren <strong>Einspruch zur&uuml;ck</strong> und akzeptierten den Bu&szlig;geldbescheid.<br>
In <strong>130 F&auml;llen</strong> kam es zu einer <strong>Verurteilung </strong>der Betroffenen.<br>
Die <strong>durchschnittliche Verfahrensdauer</strong> betrug <strong>1,9 Monate.<br>
</strong>Im Jahr 2020 war ein <strong>R&uuml;ckgang der Abstands- und Geschwindigkeitsverst&ouml;&szlig;e</strong> zu verzeichnen, was ma&szlig;geblich auf die Regelungen zu den Ausgangsbeschr&auml;nkungen w&auml;hrend der Corona-Pandemie zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sein d&uuml;rfte.<br>
In der Hauptsache betreffen die Verkehrsordnungswidrigkeiten <strong>Verst&ouml;&szlig;e gegen den notwendigen Sicherheitsabstand, Geschwindigkeits&uuml;berschreitungen sowie das Benutzen eins Mobiltelefons am Steuer</strong> (sog. &bdquo;Handyversto&szlig;&ldquo;; bei einem Erstversto&szlig; wird dies mit einer Geldbu&szlig;e in H&ouml;he von 100,00 &euro; sowie einem Punkt geahndet).</p>
<p>Zu <strong>Corona-Ordnungswidrigkeiten</strong>:</p>
<p>Derzeit liegen vorwiegend Verfahren aus der Anfangszeit der Pandemie (M&auml;rz/April 2020) vor, die nahezu ausschlie&szlig;lich die <strong>rechtlich umstrittene Allgemeinverf&uuml;gung von damals betreffen</strong>. Inhaltlich handelt es sich um <strong>Verst&ouml;&szlig;e gegen die Ausgangsbeschr&auml;nkungen</strong>, bei denen die &bdquo;triftigen Gr&uuml;nde&ldquo; nicht eindeutig sind (Einkauf in Tankstelle; Bewegung an der frischen Luft).<br>
Anl&auml;sslich eines Verfahrens wurde j&uuml;ngst beim VG M&uuml;nchen angefragt, ob es bereits Hauptsacheentscheidungen zur Allgemeinverf&uuml;gung gibt und ob bereits Rechtsmittelentscheidungen des VGH bekannt sind.<br>
Da angesichts der Infektionslage im Winterhalbjahr keine Hauptverhandlungen anberaumt wurden, sind nun im Rahmen des Gesch&auml;ftsgangs <strong>Terminierungen f&uuml;r Sommer vorgesehen</strong>. Der zust&auml;ndige Richter wird sich dann auch an der wachsenden Zahl verwaltungsgerichtlicher Entscheidungen orientieren k&ouml;nnen. Erst <strong>k&uuml;rzlich sind weitere Verfahren wegen mangelnder Schutzausstattung (</strong>Personal ohne Mund-Nase-Bedeckung in Arztpraxis) <strong>und wegen Maskenverweigerns eingegangen</strong>.</p>
<p><em>&nbsp;</em></p>
<p><em>Nachlassabteilung</em></p>
<table width="710">
<tbody>
<tr>
<td width="218"></td>
<td width="76"><strong>2016</strong></td>
<td width="76"><strong>2017</strong></td>
<td width="85"><strong>2018</strong></td>
<td width="76"><strong>2019</strong></td>
<td width="76"><strong>2020</strong></td>
<td width="104"><strong>Ver&auml;nderungen 2019/2020 (%)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="218"><strong><u>anh&auml;ngig gewordene Nachlassverfahren</u></strong></td>
<td width="76">2280</td>
<td width="76">2487</td>
<td width="85">2477</td>
<td width="76">2511</td>
<td width="76"><strong>2619</strong></td>
<td width="104"><strong>+4,3 %</strong></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die <strong>Zahl der Nachlasssachen</strong> ist seit 2020 <strong>angestiegen</strong>. Insbesondere seit Dezember 2020 ist ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. Dies ist vermutlich auf die Coronapandemie zur&uuml;ckzuf&uuml;hren.<br>
Das <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/amtsgericht/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Amtsgericht</a> Ansbach &ndash; Nachlassgericht &ndash; ist zust&auml;ndig, wenn der Erblasser seinen letzten Wohnsitz im Bezirk hatte.</p>
<p><strong>Zu den Aufgaben des Nachlassgerichtes geh&ouml;ren:</strong></p>
<p>die <strong>Ermittlung und Feststellung der Erben</strong>, wenn ein die Beerdigungskosten &uuml;bersteigender Nachlass vorhanden ist;<br>
die <strong>Erteilung von Erbscheinen</strong>, falls dies beantragt wird (immer erforderlich bei Grundbesitz);<br>
<strong>Sicherungsma&szlig;nahmen </strong>(z.B. Anordnung einer Nachlasspflegschaft zur Nachlasssicherung);<br>
die Beurkundung und Entgegennahme von <strong>Ausschlagungserkl&auml;rungen;<br>
</strong>die <strong>Verwahrung von letztwilligen Verf&uuml;gungen</strong> (Testamente und Erbvertr&auml;ge).</p>
<p><strong>Nicht zust&auml;ndig</strong> ist das Nachlassgericht f&uuml;r die Berechnung und Durchsetzung von Pflichtteilsanspr&uuml;chen, die Erbauseinandersetzung und Verteilung des Nachlasses, Berechnung der Erbschaftssteuer oder Beratung &uuml;ber die Gestaltung von Testamenten<br>
Im Jahr 2020 gab es in Stadt und <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/landkreis-ansbach/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Landkreis Ansbach</a> ca. <strong>3.300 Sterbef&auml;lle</strong>.<br>
In <strong>2619</strong> dieser Sterbef&auml;lle wurde ein <strong>Nachlassverfahren</strong> durchgef&uuml;hrt (2019: 2511),<br>
4,1 % mehr als im Vorjahr.</p>
<p>Feststellen mussten und m&uuml;ssen wir immer wieder, dass <strong>kinderlose Ehegatten einem gro&szlig;en Irrtum &uuml;ber das Erbrecht unterliegen:<br>
</strong>Es ist ein <strong>weitverbreiteter Irrtum</strong> anzunehmen, dass der <strong>&uuml;berlebende Ehegatte alles erb</strong>t.<br>
<strong>Der Witwe bzw. dem Witwer stehen ohne ein Testament nur 75% des Nachlasses zu. </strong>Den Rest erben die Eltern des Verstorbenen bzw. die Geschwister, falls die Eltern nicht mehr leben.<strong> Bei kinderlosen Ehen ist der &uuml;berlebende Ehegatte <em><u>nicht</u></em> gesetzlicher Alleinerbe!<br>
</strong><strong>Gerade kinderlose Ehegatten sollten daher ein Testament errichten.<br>
</strong>Die gesetzliche Erbfolge tritt ein, wenn kein Testament oder Erbvertrag vorliegt. Sie ist im B&uuml;rgerlichen Gesetzbuch geregelt:<br>
<strong>Wenn Kinder da sind</strong>, erbt nach der gesetzlichen Erbfolge der Ehepartner 50 % und die Kinder anteilig die anderen 50 %.<br>
Wer eine andere Aufteilung haben m&ouml;chte, muss ein Testament verfassen.<br>
Dieses muss <strong>eigenh&auml;ndig geschrieben und unterschrieben</strong> werden. Am Computer geschrieben w&auml;re es unwirksam.<br>
Testamente k&ouml;nnen zu Hause oder sicher <strong>beim <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/amtsgericht/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Amtsgericht</a> in einem Tresor verwahrt werden.<br>
</strong>Wir haben derzeit <strong>15.350 Testamente in amtlicher Verwahrung</strong>, wobei letztes Jahr 1.136 abgeliefert wurden.<br>
Anzumerken ist, dass die <strong>Zahl der amtlichen Verwahrungen in den letzten 5 Jahren um ca. 30 % gestiegen</strong> ist, was sicher auch auf die Vielzahl von Informationsveranstaltungen zum Erbrecht zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist.<br>
<strong>Die Hinterlegung eines Testamentes kostet pauschal 75,00 &euro;.</strong> Dieses wird dann <strong>im Zentralen Testamentsregister (ZTR) bei der Bundesnotarkammer in Berlin registriert</strong>. Hierf&uuml;r f&auml;llt nochmals eine <strong>Geb&uuml;hr in H&ouml;he von 18,00 &euro;</strong> an. <strong><u>Durch diese Registrierung wird gew&auml;hrleistet, dass das Testament im Todesfall Ber&uuml;cksichtigung findet</u></strong><u>. </u>Alle Sterbef&auml;lle werden durch die Standes&auml;mter an die Bundesnotarkammer gemeldet. Diese &uuml;berpr&uuml;ft, ob ein Testament f&uuml;r den Verstorbenen registriert ist und gibt die Informationen dann an das zust&auml;ndige Nachlassgericht und an das Verwahrgericht weiter.</p>
<p><em>&nbsp;</em><em>&nbsp;</em></p>
<p><em>Betreuungsabteilung</em></p>
<table width="681">
<tbody>
<tr>
<td width="190"></td>
<td width="76"><strong>2016</strong></td>
<td width="76"><strong>2017</strong></td>
<td width="76"><strong>2018</strong></td>
<td width="76"><strong>2019</strong></td>
<td width="76"><strong>2020</strong></td>
<td width="113"><strong>Ver&auml;nderungen 2019/2020 (%)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="190"><strong><u>Betreuung</u></strong></td>
<td width="76"><strong>&nbsp;</strong></td>
<td width="76"><strong>&nbsp;</strong></td>
<td width="76"><strong>&nbsp;</strong></td>
<td width="76"><strong>&nbsp;</strong></td>
<td width="76"><em>&nbsp;</em></td>
<td width="113"><em>&nbsp;</em></td>
</tr>
<tr>
<td width="190"><strong>Bestand</strong></td>
<td width="76">3495</td>
<td width="76">3378</td>
<td width="76">3593</td>
<td width="76">3441</td>
<td width="76"><strong>3.435</strong></td>
<td width="113"><strong>+/-%</strong></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><strong>&nbsp;</strong></p>
<p><strong>Die Anzahl der Betreuten ist im Vergleich zum Vorjahr unver&auml;ndert geblieben.</strong></p>
<p><strong>&nbsp;</strong><strong>Ca. 2,5 % der erwachsenen Bev&ouml;lkerung im Amtsgerichtsbezirk haben einen Betreuer</strong>.<br>
Dies sind vor allem geistig Behinderte, gesch&auml;ftsunf&auml;hig gewordene Senioren und psychisch kranke Menschen. W&auml;hrend bei den psychisch Kranken die Betreuung oftmals wieder aufgehoben werden kann, endet die Betreuung bei den anderen Gruppen mit dem Tod.<br>
Der <strong>Betreuer ist </strong>f&uuml;r die Betreuten <strong>Hilfe und Unterst&uuml;tzung </strong>bei allen juristisch relevanten Angelegenheiten. Er <strong>entscheidet auch bei Unterbringungen, Zwangsbehandlungen</strong> und wird vom Gericht &uuml;berwacht.</p>
<p>Obwohl die <strong>Anzahl der Senioren steigt</strong> und diese immer &auml;lter werden, war die <strong>Anzahl der Betreuungen nur m&auml;&szlig;ig gestiegen und zuletzt wieder gesunken: </strong></p>
<p><strong>Anzahl der Betreuungen: </strong></p>
<p><strong><u>2013:</u></strong><strong> 3564; <u>2014:</u> 3649; <u>2015:</u> 3536; <u>2016:</u> 3495; <u>2017:</u> 3378; <u>2018:</u> 3593; <u>2019:</u> 3441; <u>2020:</u> 3435</strong></p>
<p>Dies d&uuml;rfte daran liegen, dass immer mehr Menschen die <strong>Alternative zur Betreuung </strong>bevorzugen und bei Zeiten eine <strong>Vorsorgevollmacht </strong>f&uuml;r eine bestimmte Person ausstellen. Dadurch kann das gesetzliche Betreuungsverfahren vermieden werden. Der Vollmachtgeber kann mit der Vollmacht seine Zukunft mitgestalten und Dinge regeln, die dann im Falle seiner Gesch&auml;ftsunf&auml;higkeit von dem Bevollm&auml;chtigten zu beachten bzw. auszuf&uuml;hren sind.</p>
<p>Ein <strong>Muster der Vollmacht </strong>kann auf den Internetseiten des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz und des Bundesjustizministeriums heruntergeladen werden.</p>
<p><strong>Der Betreute muss den Betreuer selbst bezahlen</strong>, wenn sein Verm&ouml;gen das sog. <strong>Schonverm&ouml;gen von 5.000,00&euro; (ohne das selbstbewohnte Eigenheim</strong>) &uuml;bersteigt.<br>
<strong>F&uuml;r mittellose Betreute (oft ist deren Verm&ouml;gen durch eine Heimunterbringung aufgezehrt) zahlt die Staatskasse den Betreuer:</strong></p>
<p><strong><u>Die Ausgaben aus der Staatskasse f&uuml;r Betreuerverg&uuml;tungen im Verlauf der letzten 5 Jahre:</u></strong></p>
<table width="690">
<tbody>
<tr>
<td width="170"><strong><br>
</strong><strong><u>Betreuung</u></strong></td>
<td width="88"><strong>2016</strong></td>
<td width="85"><strong>2017</strong></td>
<td width="85"><strong>2018</strong></td>
<td width="80"><strong>2019</strong></td>
<td width="80"><strong>2020</strong></td>
<td width="100"><strong>Ver&auml;nderungen 2019/2020 (%)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="170"><strong>Verg&uuml;tungen f&uuml;r Betreuer d. AG Ansbach</strong>
<p><strong>(&sect;&sect; 4-6 VBVG)</strong></p></td>
<td width="88">1.352.300&euro;</td>
<td width="85">1.225.702&euro;</td>
<td width="85">1.483.407&euro;</td>
<td width="80">1.510.974&euro;</td>
<td width="80">1.845.888 &euro;</td>
<td width="100"><strong>+ 22 %</strong></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Kosten f&uuml;r die Betreuerverg&uuml;tungen sind auch im letzten Jahr wieder gestiegen. Vor allem deshalb, weil mehr Berufsbetreuer bestellt werden.</p>
<p><strong>F&uuml;r die Berufsbetreuer des Amtsgerichts Ansbach waren dies 2016 1.352.300 &euro; und 471.187&euro; f&uuml;r die ehrenamtlichen Betreuer, 2017 1.225.702 &euro;, 2018 1.483.407 &euro;, 2019 </strong><strong>1.510.974&euro; und 2020 1.845.888 &euro;.<br>
</strong><strong>F&uuml;r ehrenamtliche Betreuer wurden 2020 aus der Staatskasse </strong><strong>459.207,63</strong><strong>&euro; gezahlt.</strong></p>
<p>Der <u>Berufsbetreuer mit Hochschul- und Fachhochschulausbildung</u> erh&auml;lt nach dem seit 27.07.2019 geltenden Gesetz zur Anpassung der Betreuer- und Vorm&uuml;nderverg&uuml;tung beispielsweise bei einem mittellosen Betreuten in einer station&auml;ren Einrichtung oder gleichgestellten ambulanten betreuten Wohnform 102&euro;/Monat, bei einem verm&ouml;genden Betreuten 127&euro;/Monat. Lebt der Betreute in der eigenen Wohnung, erh&auml;lt der Berufsbetreuer bei einem mittellosen Betreuten 171&euro;/Monat und bei einem verm&ouml;genden Betreuten 211&euro;/Monat.<br>
Der <u>ehrenamtliche Betreuer</u> erh&auml;lt eine Aufwandspauschale von 400 &euro;/Jahr.</p>
<p><strong><u>Unterbringungen und Fixierungen nach dem seit 01.08.2018 geltenden Bayerischen Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz (BayPsychKHG)</u></strong></p>
<table width="576">
<tbody>
<tr>
<td width="189"></td>
<td width="85"><strong>2019</strong></td>
<td width="76"><strong>2020</strong></td>
<td width="76"><strong>&nbsp;</strong></td>
<td width="76"><strong>&nbsp;</strong></td>
<td width="76"><strong><em>&nbsp;</em></strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="189"><strong>Unterbringungen</strong></td>
<td width="85"><strong>101</strong></td>
<td width="76"><strong>112</strong></td>
<td width="76"><strong>&nbsp;</strong></td>
<td width="76"><strong>&nbsp;</strong></td>
<td width="76"><em>&nbsp;</em></td>
</tr>
<tr>
<td width="189"><strong>Fixierungen</strong></td>
<td width="85">98</td>
<td width="76">125</td>
<td width="76"></td>
<td width="76"><strong>&nbsp;</strong></td>
<td width="76"><strong>&nbsp;</strong></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nach dem BayPsychKHG kann eine Person ohne oder gegen ihren Willen auf einer <strong>geschlossenen Station</strong> in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden, wenn sie aufgrund einer <strong>psychischen St&ouml;rung</strong> <strong>sich selbst und/oder die Rechtsg&uuml;ter anderer</strong> <strong>erheblich gef&auml;hrdet</strong> (Art. 5 Abs. 1 BayPsychKHG).<br>
2020 wurden von der Polizei bzw. durch die Polizei aufgrund einer Anordnung der Kreisverwaltungsbeh&ouml;rden <strong>773 Personen</strong>, <u>meist aus dem Gro&szlig;raum N&uuml;rnberg</u>, in das Bezirksklinikum Ansbach verbracht, weil sie <u>bspw. aufgrund einer drogeninduzierten Psychose sehr aggressiv</u> und eine Gefahr f&uuml;r die Allgemeinheit waren oder aufgrund einer <u>Depression erhebliche Suizidgefahr</u> bestand.<br>
In den meisten F&auml;llen verblieben die Eingewiesenen <strong>freiwillig</strong> im Bezirksklinikum, so dass eine gerichtliche Anordnung entbehrlich war.<br>
Gem. Art. 14 Abs. 3 BayPsychKHG hat das BKH nach der Einlieferung zu pr&uuml;fen, ob die Voraussetzungen f&uuml;r eine Unterbringung vorliegen. Bestehen aufgrund der Untersuchung begr&uuml;ndete Anhaltspunkte f&uuml;r das Vorliegen der Voraussetzungen einer Unterbringung nach Art. 5 Abs. 1 &nbsp;und bleibt der/die Betroffene nicht freiwillig, hat die fachliche Leitung der Einrichtung dies <strong>bis 12 Uhr des auf den Beginn des zwangsweisen Aufenthalts folgenden Tages dem Gericht mitzuteilen</strong> (Art. 14 Abs. 5 BayPsychKHG).<br>
Ein <strong>Betreuungsrichter</strong> des Amtsgerichts hat sodann unverz&uuml;glich dem Betroffenen zur Wahrnehmung seiner Rechte einen <strong>Verfahrenspfleger</strong> (Rechtsanwalt, da es sich um eine freiheitsentziehende Ma&szlig;nahme handelt<u>) zu bestellen</u> und den/die Betroffene/n im Bezirksklinikum <strong>anzuh&ouml;ren</strong>. Er muss sich vor Ort ein Bild von der Situation machen und pr&uuml;fen, ob die Voraussetzungen f&uuml;r eine Unterbringung vorliegen.<br>
Liegen die Voraussetzungen f&uuml;r eine Unterbringung vor, ordnet der Richter durch Beschluss die vorl&auml;ufige Unterbringung des/der Betroffenen an. Die einstweilige Anordnung darf die <strong>Dauer von 6 Wochen</strong> nicht &uuml;berschreiten (&sect; 333 Abs. 1 S. 1 FamFG). Sie kann durch eine weitere einstweilige Anordnung auf eine Gesamtdauer von 3 Monaten verl&auml;ngert werden (&sect; 333 Abs. 1 S. 2-4 FamFG).<br>
Von der Unterbringung hat das Gericht einen Angeh&ouml;rigen d. Betroffenen oder eine Person ihres/seines Vertrauens unverz&uuml;glich zu <strong>benachrichtigen</strong> (&sect; 339 FamFG).<br>
Bei <strong>ausl&auml;ndischen Staatsangeh&ouml;rigen</strong> ist auf deren Wunsch die jeweilige <strong>Auslandsvertretung</strong> nach <strong>Art. 36 des Wiener &Uuml;bereinkommens</strong> &uuml;ber konsularische Beziehungen (W&Uuml;K) zu benachrichtigen.</p>
<p>Gegen eine untergebrachte Person k&ouml;nnen gem&auml;&szlig; Art. 29 Abs. 1 BayPsychKHG auch <strong>besondere Sicherungsma&szlig;nahmen </strong>angeordnet werden.<br>
In der Praxis relevant sind die <strong>Fixierung und Isolierung</strong> (Art. 29 Abs. 2 Nr. 2 und Nr. 8<br>
BayPsychKHG).<br>
Die <strong>Regelfixierung</strong> ist (aus Sicherheitsgr&uuml;nden) eine <strong>F&uuml;nfpunkt-Fixierung </strong>(Fixierung an Bauch und Extremit&auml;ten).<br>
Die Isolierung erfolgt in einem besonders gesicherten Raum ohne gef&auml;hrdende Gegenst&auml;nde.<br>
Die <strong>Fixierung</strong> bedarf der <strong>richterlichen Genehmigung</strong>, wenn es sich nicht um eine nur kurzfristige Ma&szlig;nahme handelt (Art. 29 Abs. 9 BayPsychKHG). Nach der Rechtsprechung des <strong>Bundesverfassungsgerichts</strong> ist dies <strong>ab einer Dauer von 30 Minuten</strong> der Fall (vgl. Urteil vom 24.07.2018 &ndash; 2 BvR 309/15, 2 BvR 502/16).<br>
F&uuml;r die Unterbringung in einem besonders gesicherten Raum ist eine richterliche Genehmigung erst dann erforderlich, wenn erkennbar wird, dass sie <strong>mehr als 48 Stunden</strong> andauern wird (vgl. vorl&auml;ufige Verwaltungsvorschriften zum BayPsychKHG Ziff. 29.2.6).<br>
Auch in diesen F&auml;llen ist die richterliche Anh&ouml;rung vor Ort und die Bestellung eines Verfahrenspflegers erforderlich.</p>
<p><strong>Die Fixierung unterliegt folgenden strengen Voraussetzungen:</strong></p>
<p>a) Es muss nach dem Verhalten oder auf Grund des Gesundheitszustands der untergebrachten Person in erh&ouml;htem Ma&szlig;e die <strong>Gefahr von Gewaltt&auml;tigkeiten gegen Personen oder Sachen, die Gefahr einer Selbstt&ouml;tung oder Selbstverletzung</strong> oder des Entweichens bestehen (Art. 29 Abs. 1 BayPsychKHG).</p>
<p>b) Die Fixierung ist nur zul&auml;ssig, wenn und solange sie <strong>zur Abwendung einer gegenw&auml;rtigen erheblichen Gefahr von Gewaltt&auml;tigkeiten gegen Personen oder der Selbstt&ouml;tung</strong> oder der Selbstverletzung <strong>unerl&auml;sslich</strong> ist (Art. 29 Abs. 3 S. 1 BayPsychKHG).</p>
<p>c) Die <strong>Anordnung</strong> der besonderen Sicherungsma&szlig;nahme muss <strong>durch eine &Auml;rztin oder einen Arzt</strong> erfolgen (Art. 29 Abs. 6 BayPsychKHG).</p>
<p>d) Die untergebrachte Person ist auf gef&auml;hrliche Gegenst&auml;nde zu durchsuchen und im Falle der Fixierung <strong>durch geeignete, &auml;rztlich eingewiesene Besch&auml;ftigte</strong> <strong>st&auml;ndig zu beobachten</strong>. Die Fixierung ist der untergebrachten Person vorher anzuk&uuml;ndigen. Nach Beendigung der Fixierung ist sie auf die M&ouml;glichkeit <strong>hinzuweisen, die Zul&auml;ssigkeit der Fixierung nachtr&auml;glich gerichtlich &uuml;berpr&uuml;fen zu lassen</strong> (Art. 29 Abs. 3 S. 2-5 BayPsychKHG).</p>
<p>e) Die Sicherungsma&szlig;nahmen sind zu <strong>dokumentieren</strong> (Art. 29 Abs. 7 BayPsychKHG).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Insolvenzgericht</em></p>
<table width="691">
<tbody>
<tr>
<td width="213"></td>
<td width="71"><strong>2016</strong></td>
<td width="76"><strong>2017</strong></td>
<td width="76"><strong>2018</strong></td>
<td width="76"><strong>2019</strong></td>
<td width="85"><strong>2020</strong></td>
<td width="94"><strong>Ver&auml;nderungen 2019/2020 (%)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="213"><strong><u>Eing&auml;nge</u></strong></td>
<td width="71"><strong>&nbsp;</strong></td>
<td width="76"><strong>&nbsp;</strong></td>
<td width="76"><strong>&nbsp;</strong></td>
<td width="76"><strong>&nbsp;</strong></td>
<td width="85"><em>&nbsp;</em></td>
<td width="94"><em>&nbsp;</em></td>
</tr>
<tr>
<td width="213"><strong>Verbraucher- und Kleininsolvenzen IK (Nichtselbst&auml;ndige)</strong></td>
<td width="71">159</td>
<td width="76">166</td>
<td width="76">&nbsp;&nbsp;&nbsp; 137</td>
<td width="76">123</td>
<td width="85"><strong>99</strong></td>
<td width="94"><strong>-19,5 %</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="213"><strong>Nat&uuml;rliche Personen IN (Selbst&auml;ndige)</strong></td>
<td width="71">91</td>
<td width="76">93</td>
<td width="76">65</td>
<td width="76">87</td>
<td width="85"><strong>51</strong></td>
<td width="94"><strong>-41 %</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="213"><strong>Juristische Personen,</strong>
<p><strong>Personengesellschaften IN</strong></p></td>
<td width="71">59</td>
<td width="76">58</td>
<td width="76">61</td>
<td width="76">55</td>
<td width="85"><strong>58</strong></td>
<td width="94"><strong>&nbsp;+5 %</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="213"><strong>Gesellschaften nach ausl&auml;ndischem Recht IE</strong></td>
<td width="71">0</td>
<td width="76">1</td>
<td width="76">0</td>
<td width="76">0</td>
<td width="85"><strong>0</strong></td>
<td width="94"><strong>+/-%</strong></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Aufgrund der lange angek&uuml;ndigten <strong>Reform der InsO </strong>mit einer <strong>deutlichen Verk&uuml;rzung der Wohlverhaltensphase </strong>von 6 Jahren auf nun <strong>3 Jahre,</strong> die zum 01.10.2020 starten sollte, sind <strong>Antr&auml;ge von nat&uuml;rlichen Personen und Verbraucherinsolvenzen im 2. HJ 2020 stark zur&uuml;ck gegangen.</strong> Die Reform wurde dann erst am 17.12.2020 r&uuml;ckwirkend beschlossen, was sich aber nat&uuml;rlich erst jetzt in den Eingangszahlen f&uuml;r 2021 niederschl&auml;gt.<br>
Durch die <strong>seit Monaten ausgesetzte Antragspflicht f&uuml;r Unternehmen bei Corona bedingten Zahlungsschwierigkeiten</strong> d&uuml;rften die Zahlen f&uuml;r das Jahr 2020 <strong>nicht</strong> die tats&auml;chliche Zahl der Unternehmen mit andauernden Zahlungsschwierigkeiten oder gar Zahlungsunf&auml;higkeit <strong>widerspiegeln</strong>. Es ist zu vermuten<strong>, dass die Unternehmensinsolvenzen in die H&ouml;he schnellen, sobald die Antragspflicht wieder greift.</strong></p>
<p>Das neue Gesetz &uuml;ber den Stabilisierungs- und Restrukturierungsrahmen f&uuml;r Unternehmen (StaRUG) betrifft den Standort Ansbach nicht weiter, da das zugeh&ouml;rige Gericht direkt am OLG angesiedelt ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Immobiliarvollstreckung </em></p>
<table width="681">
<tbody>
<tr>
<td width="237"></td>
<td width="66"><strong>2016</strong></td>
<td width="66"><strong>2017</strong></td>
<td width="66"><strong>2018</strong></td>
<td width="66"><strong>2019</strong></td>
<td width="76"><strong>2020</strong></td>
<td width="104"><strong>Ver&auml;nderungen 2019/2020 (%)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="237"><strong><u>ZVG </u></strong></td>
<td width="66"><strong>&nbsp;</strong></td>
<td width="66"><strong>&nbsp;</strong></td>
<td width="66"><strong>&nbsp;</strong></td>
<td width="66"><strong>&nbsp;</strong></td>
<td width="76"><em>&nbsp;</em></td>
<td width="104"><em>&nbsp;</em></td>
</tr>
<tr>
<td width="237"><strong>Zwangsversteig. (K)Eing&auml;nge</strong></td>
<td width="66">50</td>
<td width="66">48</td>
<td width="66">50</td>
<td width="66">58</td>
<td width="76"><strong>60</strong></td>
<td width="104"><strong>+3,4 %</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="237"><strong>Zwangsverwaltung (L)Bestand</strong></td>
<td width="66">24</td>
<td width="66">16</td>
<td width="66">8</td>
<td width="66">1</td>
<td width="76"><strong>0</strong></td>
<td width="104"><strong>+/- %</strong></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p>In Zwangsversteigerungsverfahren <strong>finden noch immer nahezu alle Objekte im ersten Versteigerungstermin einen K&auml;ufer.</strong> Die Quote liegt bei 99%.<br>
Diese Objekte erzielen weiterhin <strong>hohe Preise</strong> &ndash; <strong>bei guter Lage meist &uuml;ber dem Verkehrswert</strong> -, da angesichts der niedrigen Zinsen f&uuml;r Spareinlagen der Trend zum Betongold als Verm&ouml;gensanlage noch immer anh&auml;lt.<br>
Dabei halten sich <strong>Vollstreckungsversteigerung (aufgrund von Schulden) und Teilungsversteigerung (z.B. zur Aufhebung einer Erbengemeinschaft) nahezu die Waage</strong> (28 zu 31).<br>
Aufgrund des weiterhin niedrigen Zinsniveaus ist die Vermeidung einer Zwangsversteigerung durch Umschuldung oder <strong>freih&auml;ndigen Verkauf</strong> der Immobilie <strong>leichter m&ouml;glich</strong>. Darin begr&uuml;nden sich wohl auch die seit Jahren <strong>konstant niedrigen Eingangszahlen.<br>
</strong>Die verbleibenden <strong>Verfahren werden daf&uuml;r immer anspruchsvoller</strong>:<br>
Bei Teilungsversteigerungen sind h&auml;ufig umfangreiche Einstellungsantr&auml;ge, <strong>komplizierte Erl&ouml;sverteilungen</strong> &ndash; u. a. <strong>wegen gro&szlig;er Erbengemeinschaften</strong> (durchaus &uuml;ber mehrere Generationen zur&uuml;ck) &ndash; oder Widerspr&uuml;che zu behandeln.<br>
<strong>Die Verfahren, in denen auch dem Schuldner nicht unerhebliche Summen zugeteilt werden (aus &Uuml;bererl&ouml;s oder nicht mehr valutierten Rechten) sind weitaus h&auml;ufiger geworden.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Gerichtsvollzieher</em></p>
<table width="653">
<tbody>
<tr>
<td width="213"></td>
<td width="85"><strong>2014</strong></td>
<td width="85"><strong>2015</strong></td>
<td width="85"><strong>2016</strong></td>
<td width="85"><strong>2017</strong></td>
<td width="99"><strong>Ver&auml;nderungen 2017/2018(%)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="213"><strong><u>Gerichtsvollzieher</u></strong></td>
<td width="85"></td>
<td width="85"><strong>&nbsp;</strong></td>
<td width="85"><strong>&nbsp;</strong></td>
<td width="85"><strong>&nbsp;</strong></td>
<td width="99"><em>&nbsp;</em></td>
</tr>
<tr>
<td width="213"><strong>Abgegebene Verm&ouml;gensausk&uuml;nfte</strong></td>
<td width="85">7285</td>
<td width="85">9190</td>
<td width="85">8091</td>
<td width="85">Keine Erhebung mehr</td>
<td width="99"><strong>-%</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="213"><strong>Antr&auml;ge auf Pf&auml;ndung</strong></td>
<td width="85">7794</td>
<td width="85">6039</td>
<td width="85">5079</td>
<td width="85">Keine Erhebung mehr</td>
<td width="99"><strong>-%</strong></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p>Beim <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/amtsgericht/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Amtsgericht</a> Ansbach sind derzeit <strong>12 Gerichtsvollzieherinnen und Gerichtsvollzieher</strong><br>
(4 weiblich/8 m&auml;nnlich) besch&auml;ftigt.</p>
<p><strong>Die Gerichtsvollzieher sind Beamte des Freistaates Bayern. </strong>Sie handeln bei der Zwangsvollstreckung selbst&auml;ndig und unterhalten ein <strong>eigenes B&uuml;ro au&szlig;erhalb des Gerichtsgeb&auml;udes</strong>, f&uuml;r das sie vom Freistaat Bayern eine B&uuml;rokostenentsch&auml;digung erhalten.<br>
Der Begriff &bdquo;selbst&auml;ndig&ldquo; bezieht sich aber nicht auf die Art des Anstellungsverh&auml;ltnisses, sondern auf die Art der Durchf&uuml;hrung der Vollstreckung, meint also eine gewisse Unabh&auml;ngigkeit der Gerichtsvollzieher bei der Vollstreckung.</p>
<p><strong>&nbsp;</strong><strong>Wie wird man Gerichtsvollzieher?</strong></p>
<p>Die <strong>Zulassungs- und Einstellungsvoraussetzungen</strong> sind auf der <strong>Internetseite des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz unter &bdquo;Berufe &amp; Stellen&ldquo;</strong> dargestellt.<br>
<strong>Zun&auml;chst</strong> <strong>durchl&auml;uft man bei der Justiz</strong> <strong>die zwei-j&auml;hrige Ausbildung zum Justizfachwirt</strong>. Nach bestandener Pr&uuml;fung kann man zur Ausbildung f&uuml;r den Gerichtsvollzieherdienst zugelassen werden, wenn man nach seiner Pers&ouml;nlichkeit und den bisherigen Leistungen f&uuml;r die besonderen Anforderungen des Gerichtsvollzieherdienstes geeignet ist, gesundheitlich geeignet ist und in geordneten wirtschaftlichen Verh&auml;ltnissen lebt.<br>
<strong>Auch externe Seiteneinsteiger</strong> k&ouml;nnen zugelassen werden, wenn nicht gen&uuml;gend Justizfachwirte zur Verf&uuml;gung stehen, sie einen mittleren Schulabschluss oder einen qualifizierenden Hauptschulabschluss haben, sich mind. drei Jahre in&nbsp; einem f&uuml;r den Gerichtsvollzieherdienst f&ouml;rderlichen Beruf (z.B. juristischen oder kaufm&auml;nnischen Beruf) bew&auml;hrt haben, die deutsche Staatsangeh&ouml;rigkeit besitzen, ihre Verfassungstreue nachweisen, noch nicht 45 Jahre alt, nicht vorbestraft, gesund sind und in geordneten wirtschaftlichen Verh&auml;ltnissen leben.<br>
Die <strong>18-monatige Ausbildung</strong> beinhaltet <strong>fachtheoretische Lehrg&auml;nge an der Bayerischen Justizakademie Pegnitz und berufspraktische Ausbildungsabschnitte</strong> <strong>bei einem Gerichtsvollzieher oder einer Gerichtsvollzieherin</strong>.</p>
<p>Am <strong>03.03.2020</strong> fand eine <strong>Messerattacke auf einen Gerichtsvollzieher</strong> in dessen B&uuml;ro durch einen Schuldner statt, bei dem die R&auml;umung des angemieteten Anwesens anstand. Nur durch das beherzte Eingreifen eines Kollegen und einer Kollegin hat der Gerichtsvollzieher &uuml;berlebt, erlitt aber eine schwere Verletzung an der Hand. Der Angreifer wurde am 16.03.2021 durch das Landgericht Ansbach wegen versuchten Mordes, gef&auml;hrlicher K&ouml;rperverletzung und eines t&auml;tlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte zu einer Freiheitsstrafe von 8 Jahren verurteilt.<br>
<u>Aus diesem beinahe t&ouml;dlichen Angriff hat der Freistaat Bayern Konsequenzen gezogen:<br>
</u>Es sollen nun <strong>alle Gerichtsvollzieher*innen in Bayern</strong> <strong>Schutzjacken</strong> mit einem sehr hohen Stich- und Schnittschutz erhalten.<br>
Die B&uuml;ros der beim <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/amtsgericht/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Amtsgericht</a> Ansbach t&auml;tigen Gerichtsvollzieher*innen wurden durch den <strong>Fachberater f&uuml;r sicherheitstechnische und verhaltensorientierte Pr&auml;vention der KPI Ansbach</strong> <strong>begutachtet</strong>. Die zur Verbesserung der Sicherheit gemachten <strong>Empfehlungen</strong> (einbruchhemmende Wohnungsabschlusst&uuml;r, Video-Gegensprechanlage, Weitwinkel-T&uuml;rspion, T&uuml;rspaltsperre, Alarmierungsm&ouml;glichkeit per Knopfdruck oder Tastenkombination am PC) werden derzeit vom Bayer. Staatsministerium der Justiz noch <strong>gepr&uuml;ft.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Grundbuchamt</em></p>
<table width="710">
<tbody>
<tr>
<td width="228"></td>
<td width="71"><strong>2016</strong></td>
<td width="71"><strong>2017</strong></td>
<td width="76"><strong>2018</strong></td>
<td width="76"><strong>2019</strong></td>
<td width="85"><strong>2020</strong></td>
<td width="104"><strong>Ver&auml;nderungen 2019/2020(%)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="228"><strong><u>Eing&auml;nge</u></strong></td>
<td width="71"><strong>&nbsp;</strong></td>
<td width="71"><strong>&nbsp;</strong></td>
<td width="76"><strong>&nbsp;</strong></td>
<td width="76"><strong>&nbsp;</strong></td>
<td width="85"><em>&nbsp;</em></td>
<td width="104"><em>&nbsp;</em></td>
</tr>
<tr>
<td width="228"><strong><u>Begr&uuml;ndung und Ver&auml;nderung von Eigentum</u></strong><strong>, Ver&auml;nderung der Berechtigung am Erbbaurecht, Fortf&uuml;hrungsnachweise sowie besondere und sonstige Grundbuchsachen</strong></td>
<td width="71">5745</td>
<td width="71">5798</td>
<td width="76">5838</td>
<td width="76">5890</td>
<td width="85"><strong>6137</strong></td>
<td width="104"><strong>&nbsp;&nbsp; +4,2 %</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="228"><strong>Eintragung/Ver&auml;nderung/L&ouml;schung von <u>Rechten in Abt. II und III</u> des Grundbuchs </strong></td>
<td width="71">11338</td>
<td width="71">10600</td>
<td width="76">10772</td>
<td width="76">11272</td>
<td width="85"><strong>11535</strong></td>
<td width="104"><strong>+2,3 %</strong></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><strong>&nbsp;</strong></p>
<p><strong>T&auml;glich erscheinen durchschnittlich 5-10 Personen beim <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/amtsgericht/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Amtsgericht</a> und wollen im Grundbuchamt Einsicht in das Grundbuch nehmen.<br>
</strong>Wer Einsicht in das Grundbuch und die Grundakten erh&auml;lt und in welcher Form dies geschieht, regelt die Grundbuchordnung detailliert.<br>
Personen, die ein <strong>berechtigtes Interesse (&sect; 12 Abs. 1 GBO) darlegen</strong>, also beispielsweise der <strong>Grundst&uuml;ckseigent&uuml;mer, ein Gl&auml;ubiger oder Inhaber eines Rechts am Grundst&uuml;ck,</strong> kann Einsicht in das Grundbuch und die hierzu gef&uuml;hrten Grundakten gew&auml;hrt werden. Ob ein solches Einsichtsrecht besteht, pr&uuml;ft der Urkundsbeamte der Gesch&auml;ftsstelle (sog. Pr&auml;sentatsbeamte).<br>
Das Einsichtsrecht umfasst die Erteilung von Ausk&uuml;nften &uuml;ber den Inhalt des Grundbuches, die Fertigung von Grundbuchabschriften und von Kopien der Eintragungsunterlagen (z.B. Notarurkunden). Zur Rechtsberatung ist das Grundbuchamt nicht befugt.<br>
Die Einsicht ist auf der Gesch&auml;ftsstelle des Grundbuchamtes vorzunehmen. Vertretung ist zul&auml;ssig, es ist eine entsprechende Vollmacht in Schriftform vorzulegen.<br>
Fernm&uuml;ndliche Ausk&uuml;nfte oder per E-Mail sind in der Regel nicht m&ouml;glich.<br>
Die Einsicht in das Grundbuch und die Grundakten sowie die Erteilung von Abschriften ist vom Urkundsbeamten zu dokumentieren (Protokollierungspflicht).<br>
<strong>Die Einsicht in das Grundbuch ist kostenfrei, w&auml;hrend f&uuml;r die Erteilung von Grundbuchblattabschriften eine Geb&uuml;hr anf&auml;llt (10 EUR f&uuml;r eine unbeglaubigte, 20 EUR f&uuml;r eine beglaubigte Abschrift</strong>, vgl. GNotKG, KV Nrn. 17000, 17001).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Ausblick</strong></p>
<p><strong>Die Justiz wird digitalisiert</strong></p>
<p><strong><em>Der elektronische Rechtsverkehr</em></strong></p>
<p>Gem&auml;&szlig; dem Gesetz zur F&ouml;rderung des elektronischen Rechtsverkehrs mit den Gerichten &ndash; E-Justice&ndash;Gesetz &ndash; ist&nbsp; in der <strong>bayerischen Justiz</strong> <strong>seit dem 01.01.2018</strong> f&uuml;r alle <strong>Zivilverfahren</strong> und <strong>Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit</strong> (z.B. Betreuungs-, Nachlass-, Register-,Grundbuch-, Familiensachen) &nbsp;der <strong>elektronische Rechtsverkehr f&uuml;r eingehende Nachrichten er&ouml;ffnet</strong>. Bei den Justizbeh&ouml;rden <strong><u>k&ouml;nnen</u></strong> in den genannten Bereichen Schriftdokumente in elektronischer Form eingereicht werden.<br>
<strong>Ab 01.01.2022 <u>m&uuml;ssen</u> jedoch die Rechtsanw&auml;lte ihre Schrifts&auml;tze elektronisch einreichen.<br>
</strong><strong>Derzeit gehen in Ansbach</strong> <strong>monatlich ca. 1.650 Schriftst&uuml;cke elektronisch ein</strong>.<br>
<strong>Eingang 2019 f&uuml;r das <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/amtsgericht/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Amtsgericht</a>: 5.563 Schriftst&uuml;cke;<br>
</strong><strong>2020 waren es f&uuml;r das <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/amtsgericht/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Amtsgericht</a> 19.918 Schriftst&uuml;cke.</strong></p>
<p>Vor allem die <strong><u>Anwaltschaft</u> nutzt diese M&ouml;glichkeit</strong>, Klage- oder Antragsschreiben nicht mehr in Papierform, sondern elektronisch den Gerichtsbeh&ouml;rden vorzulegen. Sie nutzen hierzu in der Regel das sogenannte <strong>besondere elektronische Anwaltspostfach (&bdquo;beA&ldquo;</strong>), das eine gesicherte elektronische Kommunikation zwischen Anw&auml;lten und Gerichten erlaubt.<br>
<strong>Eine einfache E-Mail gen&uuml;gt den gesetzlichen Anforderungen f&uuml;r die Einlegung eines Rechtsbehelfs nicht!<br>
</strong><strong><u>Privatpersonen</u></strong> m&uuml;ssen zur &Uuml;bermittlung von Dokumenten, die schriftlich einzureichen sind, den Postfach- und Versanddienst eines <strong>De-Mail-Kontos nutzen</strong>. Sie m&uuml;ssen sich hierzu vorab bei einem Anbieter nach dem De-Mail-Gesetz registrieren lassen.<br>
<strong>Seit Oktober 2019</strong> <strong>kann das <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/amtsgericht/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Amtsgericht</a> in</strong> <strong>Zivilsachen, seit Februar 2020</strong> auch in <strong>Familien- und Strafsachen Dokumente elektronisch an das besondere elektronische Anwaltsfach</strong> der Rechtsanw&auml;lte <strong>senden</strong>. Der hohe Aufwand an Arbeitszeit und Kosten f&uuml;r den Druck und den Fax- oder Papierpostversand entf&auml;llt dadurch nahezu vollst&auml;ndig.<br>
Die M&ouml;glichkeit der &Uuml;bermittlung elektronischer Dokumente an Privatpersonen wird bislang nicht genutzt. <strong>Es hat noch keine Privatperson zu ihrem Verfahren eine De-Mail-Adresse mitgeteilt </strong>und um &Uuml;bersendung elektronischer Dokumente auf diesem &ndash; vor Fremdzugriff sicheren &ndash; &Uuml;bermittlungsweg gebeten.<br>
Am weitesten fortgeschritten sind der <strong>elektronische Rechtsverkehr sowie die elektronische Vorgangsbearbeitung im Bereich der Handelsregistersachen</strong>.<br>
Bereits <strong>seit 2007</strong> werden bei Personengesellschaften, Kapitalgesellschaften, Genossenschaften und Partnerschaften die Urkunden und eventuelle Anlagen <u>von den Notaren</u> elektronisch eingereicht. Am Bildschirm werden die eingereichten Urkunden gelesen und auf Eintragungsf&auml;higkeit gepr&uuml;ft. Wenn sich keine Beanstandungen ergeben, werden die <strong>Eintragungen in das Handelsregister papierlos vorgenommen und ver&ouml;ffentlicht. </strong></p>
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<p><strong><em>Die elektronische Akte</em></strong></p>
<p>Die elektronischen Eing&auml;nge k&ouml;nnen hier in Ansbach noch nicht elektronisch weiterverarbeitet werden. <strong>Alle Eing&auml;nge werden deshalb bei uns ausgedruckt und in Papierform in der bisher &uuml;blichen Art und Weise weiterverarbeitet.</strong>&nbsp; Eine vollst&auml;ndige <strong>elektronische Aktenf&uuml;hrung und -bearbeitung</strong> erfolgt in Bayern bislang nur an einzelnen <strong>Pilotgerichten</strong>. Seit 2017 testen z.B. die Gerichte in Landshut und Regensburg diese k&uuml;nftige Art der gerichtlichen Aktenverwaltung.<br>
<strong>Bis sp&auml;testens 2026 soll die elektronische Akte jedoch bei allen Gerichten eingef&uuml;hrt sein</strong>.</p>
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<p><strong><em>Das Datenbankgrundbuch</em></strong></p>
<p>Deutschlandweit laufen auch die <strong>Vorbereitungen zur Einf&uuml;hrung eines bundeseinheitlichen Datenbankgrundbuchs.</strong> <strong>K&uuml;nftig</strong> werden <strong>notarielle Urkunden</strong> dem <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/amtsgericht/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Amtsgericht</a> nicht mehr in Papierform, sondern <strong>nur noch elektronisch vorgelegt und beim Grundbuchamt auch vollelektronisch weiterverarbeitet. </strong>Auch wenn es bis zur Einf&uuml;hrung noch einige Jahre dauern wird, setzten wir bereits jetzt Personal zur Pr&uuml;fung ein, ob bestehende Grundbucheintr&auml;ge problemlos von einem Speichersystem in ein neues &uuml;bertragen werden k&ouml;nnen. <strong>Un&uuml;bersichtliche Grundb&uuml;cher </strong>durch umfangreiche Buchungen oder fr&uuml;here handschriftliche Vermerke<strong> werden so auf eine m&ouml;glichst reibungslose Datenmigration vorbereitet</strong>.</p>
<p>Im Jahr <strong>2020 </strong>wurden beim Grundbuchamt Ansbach<strong> 1271</strong><strong> Grundbuchbl&auml;tter umgeschrieben</strong>, d.h. in eine f&uuml;r die Migrationssoftware fehlerfrei erkennbare Form gebracht. Es handelt sich um eine <strong>sehr zeitaufw&auml;ndige, daher personalbindende, sowie haftungstr&auml;chtige T&auml;tigkeit der Grundbuchrechtspfleger und -rechtspflegerinnen, da das Grundbuch dem &ouml;ffentlichen Glauben unterliegt</strong>. Wie viele Grundb&uuml;cher notwendigerweise diesem Verfahren zu unterziehen sind, l&auml;sst sich nicht konkret feststellen, da generell jedes vorhandene Grundbuchblatt zu diesem Zweck aufgerufen, &uuml;berpr&uuml;ft und vom Rechtspfleger freigegeben werden muss.</p>
<p>Das <strong>Grundbuchamt Ansbach</strong> verf&uuml;gt &uuml;ber <strong>ca. 115.000 aktuelle Grundbuchbl&auml;tter</strong>. Die <strong>Einf&uuml;hrung des Datenbankgrundbuches</strong> erfolgt bundesweit. Beim Grundbuchamt Ansbach ist nach derzeitigen Informationen mit der Inbetriebnahme <strong>nicht vor 2022 zu rechnen</strong>.</p>
<p><strong>Kontakt zur Pressestelle des Amtsgerichts Ansbach:</strong></p>
<p>Telefon: siehe unten<br>
Telefax: 0981 / 58-405<br>
E-Mail: <a href="mailto:poststelle@ag-an.bayern.de">poststelle@ag-an.bayern.de</a></p>
<p><a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/amtsgericht/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Amtsgericht</a> Ansbach<br>
Promenade 8<br>
91522 Ansbach</p>
<p><strong>Ansprechpartner:</strong></p>
<p><strong>In Strafsachen:</strong> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Richter am <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/amtsgericht/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Amtsgericht</a> <strong>Abendschein</strong> (Tel. 0981/58-418),<br>
Vertreter: Richter am <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/amtsgericht/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Amtsgericht</a> Winkelmann (Tel. 0981/58-476)</p>
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<p><strong>In Zivilsachen:&nbsp;</strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Richter am <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/amtsgericht/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Amtsgericht</a> <strong>Winkelmann</strong> (Tel. 0981/58-476),<br>
Vertreter: Richter am <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/amtsgericht/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Amtsgericht</a> Abendschein (Tel. 0981/58-418)</p>
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<p><strong>In allg. Angelegenheiten:</strong>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Direktorin des Amtsgerichts <strong>Dr. Lehnberger </strong>(Tel. 0981/58-401),<br>
Vertreter: Richter am <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/amtsgericht/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Amtsgericht</a> Winkelmann und Abendschein</p>
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<p><strong>Weitere Informationen &uuml;ber das <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/amtsgericht/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Amtsgericht</a> erhalten Sie unter </strong></p>
<p><strong><a href="http://www.justiz.bayern.de/gericht/ag/an/" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="follow">http://www.justiz.bayern.de/gericht/ag/an/</a></strong></p>
<p><strong>&nbsp;</strong></p>
<p>Quelle: Pressemitteilung von Fr. Dr. Lehnberger Direktorin des Amtsgerichts</p>
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