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	<title>Ethikforum &#8211; fränkischer.de</title>
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	<description>Online Nachrichten-Magazin für Stadt und Landkreis Ansbach</description>
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		<title>Unterstützung bei ethischen Grenzfällen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion Allgemein]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Mar 2023 18:04:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bezirk Mittelfranken]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Bezirkskliniken Mittelfranken]]></category>
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					<description><![CDATA[<div style="margin-bottom:20px;"><img width="1114" height="532" src="https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2023/03/13190314/20230310_Pressemitteilung_Ethikforum.jpg" class="attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image" alt="" srcset="https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2023/03/13190314/20230310_Pressemitteilung_Ethikforum.jpg 1114w, https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2023/03/13190314/20230310_Pressemitteilung_Ethikforum-300x143.jpg 300w, https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2023/03/13190314/20230310_Pressemitteilung_Ethikforum-1024x489.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1114px) 100vw, 1114px" /></div>Ansbach, 10. M&#228;rz 2023 &#8211; Im Klinikalltag ist man oft mit schwierigen ethischen Fragen konfrontiert. M&#252;ssen alle zur Verf&#252;gung stehenden M&#246;glichkeiten ausgesch&#246;pft werden? Wie geht man mit Patientinnen und Patienten um, die sich selbst oder andere gef&#228;hrden? Darf man Menschen auch gegen deren Willen behandeln? Die Bezirkskliniken Mittelfranken lassen Mitarbeitende, Patientinnen und Patienten, Angeh&#246;rige und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div style="margin-bottom:20px;"><img width="1114" height="532" src="https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2023/03/13190314/20230310_Pressemitteilung_Ethikforum.jpg" class="attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image" alt="" loading="lazy" srcset="https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2023/03/13190314/20230310_Pressemitteilung_Ethikforum.jpg 1114w, https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2023/03/13190314/20230310_Pressemitteilung_Ethikforum-300x143.jpg 300w, https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2023/03/13190314/20230310_Pressemitteilung_Ethikforum-1024x489.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1114px) 100vw, 1114px" /></div><p>Ansbach, <a class="wpg-linkify" href="https://fraenkischer.de/glossar/10-maerz/" target="_blank" data-wpel-link="internal">10. M&auml;rz</a> 2023 &ndash;<strong> Im Klinikalltag ist man oft mit schwierigen ethischen Fragen konfrontiert. M&uuml;ssen alle zur Verf&uuml;gung stehenden M&ouml;glichkeiten ausgesch&ouml;pft werden? Wie geht man mit Patientinnen und Patienten um, die sich selbst oder andere gef&auml;hrden? Darf man Menschen auch gegen deren Willen behandeln? Die Bezirkskliniken Mittelfranken lassen Mitarbeitende, Patientinnen und Patienten, Angeh&ouml;rige und Betreuende bei schwierigen Entscheidungen wie diesen nicht allein &ndash; das Ethikforum ber&auml;t bei ethischen Grenzf&auml;llen.</strong></p>
<p>Ein fiktives Beispiel: Ein 82-j&auml;hriger Patient mit schwerem Hirnschaden befindet sich im Endstadium seiner Krankheit. Er kann nicht mehr selbst entscheiden, welche medizinischen Ma&szlig;nahmen durchgef&uuml;hrt werden sollen, eine Patientenverf&uuml;gung liegt nicht vor. Das behandelnde Team h&auml;lt eine Fortsetzung der Therapie f&uuml;r nicht indiziert &ndash; eine Behandlung w&uuml;rde die Lebensqualit&auml;t nicht verbessern, sondern nur das Sterben hinausz&ouml;gern. Es r&auml;t daher zu einer palliativen Therapie, die nicht mehr auf Heilung abzielt, sondern die Symptome lindert. Die Tochter des Patienten sieht das anders. Sie fordert, die vollumf&auml;ngliche Therapie fortzusetzen, unabh&auml;ngig vom Zustand und der Lebensqualit&auml;t des Patienten. Sie sagt, das w&auml;re auch der Wunsch ihres Vaters gewesen.</p>
<p><strong>Was ist richtig?</strong></p>
<p>Diese Geschichte ist erfunden, k&ouml;nnte sich aber so &auml;hnlich in einem Krankenhaus ereignen. Sie zeigt, in welche Dilemmata &Auml;rztinnen und &Auml;rzte geraten. Juristisch liegt die Entscheidung &uuml;ber die Absetzung einer Therapie klar bei den Medizinerinnen und Medizinern. Aber ist das Vorgehen auch ethisch richtig? Ist es, und das ist die wichtigste Frage, das, was der Patient sich gew&uuml;nscht h&auml;tte, wenn er klar denken und kommunizieren k&ouml;nnte?</p>
<p>Das Ethikforum der Bezirkskliniken unterst&uuml;tzt das Behandlungsteam und Betroffene bei ethischen Konflikten wie diesen. Das Zentrum f&uuml;r Neurologie und neurologische Rehabilitation am Klinikum am Europakanal hat bei &auml;hnlichen F&auml;llen bereits den Rat des Forums ingeholt. Dazu treffen sich die Mitglieder des Forums mit dem behandelnden Team der Station, oft auch mit den betroffenen Patientinnen oder Patienten, manchmal kommen die Angeh&ouml;rigen und Betreuenden ebenfalls hinzu. In den Ethikbesprechungen wird der Fall systematisch analysiert. Dabei wird zuerst der ethische Konflikt formuliert. In dem fiktiven Fall mit dem 82-j&auml;hrigen Patienten steht der &auml;rztlichen Empfehlung der mutma&szlig;liche Wunsch nach Maximaltherapie gegen&uuml;ber. Mutma&szlig;lich, weil der Patient nicht mehr selbst entscheiden und sprechen kann, sondern durch seine Tochter vertreten wird.</p>
<p>&bdquo;Bei unseren &Uuml;berlegungen flie&szlig;en medizinische Informationen und die W&uuml;nsche der Patientin oder des Patienten, sofern diese bekannt sind, und gegebenenfalls auch die Hinweise der Angeh&ouml;rigen mit ein&ldquo;, sagt PD Dr. Christine Kiphuth, kommissarische Chef&auml;rztin des Zentrums f&uuml;r Neurologie und neurologische Rehabilitation im Klinikum am Europakanal, und Mitglied des Ethikforums. &bdquo;Zudem orientieren wir uns in den Beratungsgespr&auml;chen an den ethischen Prinzipien. Das Recht auf Selbstbestimmung wird oft als wichtigstes Kriterium angesehen, also die Frage, was die Patientin oder der Patient sich w&uuml;nschen w&uuml;rde, wenn sie oder er selbst entscheiden k&ouml;nnte.&ldquo; Dazu kommen Aspekte der Schadensvermeidung und des Patientenwohls. Die Mitglieder des Ethikforums m&uuml;ssen abw&auml;gen, ob eine Therapie die Lebensqualit&auml;t wirklich steigert oder nur den Schmerz verl&auml;ngert.</p>
<p>Auf dieser Grundlage diskutieren die Mitglieder des Ethikforums den Fall und geben schlie&szlig;lich eine Handlungsempfehlung. &bdquo;Das ist kein realit&auml;tsferner, moralischer Fingerzeig&ldquo;, sagt PD Dr. Christine Kiphuth, &bdquo;sondern eine praxisrelevante, ethische Empfehlung. Bindend ist diese nicht &ndash; das letzte Wort hat immer die behandelnde &Auml;rztin oder der behandelnde Arzt. Als &Auml;rztin wei&szlig; ich aber, wie hilfreich die ganzheitliche Betrachtungsweise und umfassende Analyse des Ethikforums f&uuml;r die eigene Entscheidungsfindung sein kann.&ldquo;</p>
<p><strong>Handeln zum Wohle der Patientin oder des Patienten</strong></p>
<p>Das Ethikforum wurde 2022 ins Leben gerufen. Rund 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Bereichen und Ebenen der Bezirkskliniken arbeiten hier gleichberechtigt zusammen &ndash; &Auml;rztinnen, &Auml;rzte, Therapeutinnen, Therapeuten, Pflegekr&auml;fte, Seelsorgerinnen und Seelsorger. Jede und jeder der Teilnehmenden bringt einen individuellen Blickwinkel mit &ndash; daraus ergibt sich eine umfassende Betrachtungsweise. F&uuml;r alle Mitglieder des Forums gilt die grunds&auml;tzliche Schweigepflicht &ndash; niemand ist einem Dritten gegen&uuml;ber weisungsgebunden.</p>
<p>Bisher z&auml;hlten Beratungen zu Einzelf&auml;llen und ethischen Konflikten zu den wichtigsten Aufgaben. Um den steigenden Anfragen gerecht zu werden, bietet die P3 Akademie, die Bildungseinrichtung der Bezirkskliniken Mittelfranken, qualifizierende Ausbildungen zur Ethikberaterin oder zum Ethikberater an &ndash; teilnehmen k&ouml;nnen Mitarbeitende der Bezirkskliniken Mittelfranken, aber auch interessierte Fachkr&auml;fte aus anderen Gesundheitseinrichtungen.</p>
<p>Mittel- bis langfristig besteht der Wunsch, auch organisationsethische Themen anzugehen. Dabei geht es darum, Mitarbeitende f&uuml;r ethische Problemstellungen zu sensibilisieren und ihre Urteilskompetenz zu erh&ouml;hen. Auf diese Weise soll eine Unternehmenskultur gef&ouml;rdert werden, die offen und konstruktiv mit ethischen Fragen umgeht. Eine Gelegenheit, das Ethikforum und seine Aufgaben kennenzulernen, haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei den Ethiktagen im Mai. Auch Fortbildungsangebote sind geplant, in denen sich Besch&auml;ftige zu ethischen Fragestellungen informieren k&ouml;nnen.</p>
<p>Dr. Matthias Keilen, Vorstand der Bezirkskliniken Mittelfranken, ist &uuml;berzeugt: &bdquo;Ethik ist nicht nur etwas f&uuml;r 15 Mitglieder im Ethikforum. Alle Mitarbeitenden in unserem Klinikverbund sollten sich mit damit befassen. Denn zu einer menschengerechten Versorgung geh&ouml;rt die Abw&auml;gung von Werten wie W&uuml;rde und Selbstbestimmung. So k&ouml;nnen wir unsere Entscheidungen und unser Handeln besser an die Bed&uuml;rfnisse der Patientinnen und Patienten anpassen. Damit ist Ethik auch ein wichtiger Beitrag zur Qualit&auml;tssicherung.&ldquo;</p>
<p>&Uuml;berdies pr&auml;gt eine Sensibilit&auml;t f&uuml;r ethische Fragen das Miteinander in einem Unternehmen wie den Bezirkskliniken Mittelfranken. &bdquo;Unser Klinikverbund steht f&uuml;r allgemeing&uuml;ltige Werte wie Integrit&auml;t, Offenheit, Respekt vor der Menschenw&uuml;rde und Nichtdiskriminierung&ldquo;, sagt Dr. Matthias Keilen. &bdquo;Das hilft uns, verst&auml;ndnisvoll, einf&uuml;hlsam und tolerant miteinander umzugehen. Dabei macht ethisches Bewusstsein nicht vor der eigenen Klinikt&uuml;r halt. Es verpflichtet uns auch als Unternehmen zu nachhaltigem &ouml;kologischen und sozialen Handeln, um unseren Beitrag f&uuml;r die Umwelt und die Gesellschaft zu leisten.&ldquo;</p>
<p>Quelle: Pressemitteilung, Bezirkskliniken Mittelfranken</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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