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	<title>Fischerei &#8211; fränkischer.de</title>
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	<description>Online Nachrichten-Magazin für Stadt und Landkreis Ansbach</description>
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		<title>Bezirk Mittelfranken: Bachneunauge ist vom Aussterben bedroht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion Allgemein]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jul 2020 07:29:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bezirk Mittelfranken]]></category>
		<category><![CDATA[Tier]]></category>
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<p><strong>N&uuml;rnberg, 10.07.2020 &ndash; Mehr Schatten als Licht bez&uuml;glich der Entwicklung des Fisch-, Krebs- und Muschelbestandes in den Gew&auml;ssern der Region offenbaren die Jahresberichte 2018 und 2019 der Fachberatung f&uuml;r das Fischereiwesen mit Sitz in N&uuml;rnberg. Die von Dr. Thomas Vordermeier geleitete Einrichtung des Bezirks Mittelfranken betreut im Bereich der Angelfischerei rund 110 Fischereivereine, den mittelfr&auml;nkischen Fischereiverband, sieben Fischereihegegemeinschaften sowie zahlreiche Privatpersonen. Au&szlig;erdem auf dem Sektor der Berufsfischerei sieben Teichgenossenschaften sowie f&uuml;nf Weihergemeinschaften mit zirka 2400 Mitgliedern. Inhaltlich geht es dabei beispielsweise um Besatz- und Hegema&szlig;nahmen und die Abwicklung von Artenhilfsprogrammen beziehungsweise um die Zucht und Produktion von Wirtschaftsfischarten oder um die Unterst&uuml;tzung bei der Abwicklung von F&ouml;rderprogrammen oder beim Umgang mit Tierarten mit Schadpotenzial f&uuml;r die Fischwirtschaft.</strong></p>
<p>41 Fisch- und vier Krebsarten, das Bachneunauge als einziger Vertreter der Rundm&auml;uler und drei Muschelarten wurden 2018/19 bei Befischungen best&auml;tigt. Von den seit 2000 nachgewiesenen 46 Fischarten seien 36 als heimisch zu bezeichnen, von diesen wiederum sind 13 in ihrem Bestand gef&auml;hrdet oder stark gef&auml;hrdet. Gar vom Aussterben bedroht ist das Bachneunauge. Dieses kommt nur noch in einem kleinen Einzugs-gebiet vor. Zu den Ursachen f&uuml;r den R&uuml;ckgang der Fischarten z&auml;hlt die Fachabteilung unter anderem die fehlende Durchg&auml;ngigkeit der Flie&szlig;gew&auml;sser, zunehmende Sch&auml;den durch die 294 Wasserkraftanlagen in Mittelfranken, Verluste durch Kormorane, die unzureichende Gew&auml;sserqualit&auml;t oder den Verlust von Lebensr&auml;umen durch &uuml;berm&auml;&szlig;ige Nutzung der Flie&szlig;gew&auml;sser.</p>
<p>Edel- und Steinkrebs, die heimischen Arten, sind durch ausgesetzte amerikanische Arten gef&auml;hrdet, weil diese die Krebspest &uuml;bertragen, der R&uuml;ckgang des Lebensraums bewirkt ein &Uuml;briges. Letzterer sorgt ebenso wie die Erh&ouml;hung der Gew&auml;ssersohle durch Feinsedimentierung aus der Landwirtschaft daf&uuml;r, dass die Neunaugen- und Muschelbest&auml;nde &bdquo;hochgradig bedroht&ldquo; sind. Zu den Aktivit&auml;ten der Fachberatung geh&ouml;ren beispielsweise auch Besatzma&szlig;nahmen mit bedrohten Fischarten. So wurden im Rahmen des bayerischen Artenhilfsprogramms in Flie&szlig;gew&auml;ssern Mittelfrankens der Besatz mit Barben, Nasen und Rutten empfohlen. Die Fische wurden vom Fischereiverband Mittelfranken finanziert, beschafft und ausgesetzt.</p>
<p>Insgesamt diagnostiziert die Fachberatung f&uuml;r das Fischereiwesen einen &bdquo;schlechten Zustand&ldquo; der Flie&szlig;gew&auml;sser, prim&auml;r basierend &bdquo;auf der Nutzung der Wasserkraft und auf diversen Einfl&uuml;ssen aus der Landwirt-schaft&ldquo;. So sei an keiner der bestehenden Wasserkraftanlagen &bdquo;die biologische Durchg&auml;ngigkeit gegeben, wie sie beispielsweise im Wasserhaushaltsgesetz (WHG) vorgegeben ist&ldquo;. Die Fachberatung erachtet denn auch diesbez&uuml;glich die sofortige Umsetzung des WHG als dringend erforderlich. Ebenso n&ouml;tig sei die verbindliche bayernweite Einf&uuml;hrung von Gew&auml;sserrandstreifen sowie eine Reglementierung der Ausbringung von chemisch aktiven Substanzen in der Landwirtschaft. &bdquo;Der Handlungsbedarf wird stetig akuter&ldquo;, schlie&szlig;t der Leiter der Dienststelle, Dr. Thomas Vordermeier, seinen Bericht.</p>
<p>Quelle: Bezirk Mittelfranken</p>
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