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	<title>Gudrun Lehnberger &#8211; fränkischer.de</title>
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	<description>Online Nachrichten-Magazin für Stadt und Landkreis Ansbach</description>
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	<title>Gudrun Lehnberger &#8211; fränkischer.de</title>
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	<item>
		<title>Das Amtsgericht Ansbach &#8211; Jahresgespräch für 2022</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chantal Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 May 2023 11:02:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[amtlicher]]></category>
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		<category><![CDATA[Jahresgespräch 2022]]></category>
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					<description><![CDATA[<div style="margin-bottom:20px;"><img width="576" height="430" src="https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2023/05/10155810/IMG_7350.jpg" class="attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image" alt="" srcset="https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2023/05/10155810/IMG_7350.jpg 576w, https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2023/05/10155810/IMG_7350-300x224.jpg 300w, https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2023/05/10155810/IMG_7350-86x64.jpg 86w" sizes="(max-width: 576px) 100vw, 576px" /></div>Ansbach, 10. Mai 2023 &#8211; Das Amtsgericht Ansbach lud Vertreter der Presse zum Jahresgespr&#228;ch f&#252;r das Jahr 2022 ein. Direktorin des Amtsgerichts Dr. Gudrun Lehnberger informierte &#252;ber Aktuelles mit Zahlen und Daten und gab einen Ausblick. Aktuelles B&#252;rgerservice: Im Erdgeschoss wurde im Jahr 2017 als erste Anlaufstelle f&#252;r auskunftssuchende Besucher ein B&#252;rgerservice errichtet. Der B&#252;rgerservice [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div style="margin-bottom:20px;"><img width="576" height="430" src="https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2023/05/10155810/IMG_7350.jpg" class="attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image" alt="" loading="lazy" srcset="https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2023/05/10155810/IMG_7350.jpg 576w, https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2023/05/10155810/IMG_7350-300x224.jpg 300w, https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2023/05/10155810/IMG_7350-86x64.jpg 86w" sizes="(max-width: 576px) 100vw, 576px" /></div><p><strong>Ansbach, <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/10-mai/" target="_blank" data-wpel-link="internal">10. Mai</a> 2023 &ndash; Das <a class="wpg-linkify" href="https://fraenkischer.de/glossar/amtsgericht/" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Amtsgericht</a> Ansbach lud Vertreter der Presse zum Jahresgespr&auml;ch f&uuml;r das Jahr 2022 ein. Direktorin des Amtsgerichts Dr. Gudrun Lehnberger informierte &uuml;ber Aktuelles mit Zahlen und Daten und gab einen Ausblick.</strong></p>
<h1>Aktuelles</h1>
<ul>
<li><strong>B&uuml;rgerservice: </strong>Im Erdgeschoss wurde im Jahr 2017 als erste Anlaufstelle f&uuml;r auskunftssuchende Besucher ein B&uuml;rgerservice errichtet. Der B&uuml;rgerservice wird gut von den Besuchern angenommen. Er ist Anlaufstelle f&uuml;r B&uuml;rger, die keinen Termin bei Gericht haben (Besucher mit Terminen werden direkt in die Abteilungen geschickt), nimmt Unterlagen entgegen, erteilt allgemeine Ausk&uuml;nfte zu den Verfahren, unterst&uuml;tzt beim Ausf&uuml;llen gerichtlicher Formulare und ist Rechtsantragstelle in Familiensachen (z. B. f&uuml;r einen Antrag nach dem Gewaltschutzgesetz).</li>
<li><strong>Zeugenbetreuerinnen: </strong>Zwei Mitarbeiterinnen des Amtsgerichts unterst&uuml;tzen Zeugen vor und w&auml;hrend der Verhandlung. Zeugen, die das erste Mal vor Gericht geladen sind, haben oft viele Fragen, was auf sie zukommt, wo sie hinm&uuml;ssen, wie die Verhandlung abl&auml;uft. Dazu kommt manchmal auch die Angst vor der Begegnung mit dem T&auml;ter. Die Zeugenbetreuerinnen erkl&auml;ren den Zeugen auf deren Wunsch telefonisch oder vor Ort das Verfahren, zeigen ihnen den Sitzungssaal, passen im Notfall auch auf mitgebrachte Kinder w&auml;hrend der Vernehmung auf oder begleiten sie in die Verhandlung. In vielen F&auml;llen k&ouml;nnen sie den Zeugen die Angst vor der Verhandlung nehmen.</li>
<li>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Informationstag am <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/amtsgericht/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Amtsgericht</a> Ansbach am <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/13-maerz/" target="_blank" data-wpel-link="internal">13. M&#xE4;rz</a> 2023: </strong>Die Veranstaltung war ein gro&szlig;er Erfolg. &Uuml;ber 100 interessierte Besucher haben sich bei den Ansbacher Justizbeh&ouml;rden &uuml;ber die Ausbildungs-, Studien- und Berufsm&ouml;glichkeiten bei der bayerischen Justiz als familienfreundlicher und krisensicherer Arbeitgeber informiert.<br>
<strong><br>
</strong></p>
</li>
<li>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Verhinderung von Fluchtf&auml;llen vorgef&uuml;hrter Gefangener: </strong>Nach der Flucht eines angeklagten Sexualstraft&auml;ters aus dem Coburger Landgericht und eines verurteilten M&ouml;rders aus dem Regensburger Justizgeb&auml;ude im Fr&uuml;hjahr 2023 hat das Bayerische Justizministerium einen Sicherheitscheck f&uuml;r alle Gerichte angeordnet. Taskforces &ndash; bestehend aus Sicherheitsexperten aus Justiz und Polizei &ndash; besuchten im M&auml;rz 2023 alle bayerischen Gerichte, u.a. am <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/28-maerz/" target="_blank" data-wpel-link="internal">28. M&#xE4;rz</a> 2023 das <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/amtsgericht/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Amtsgericht</a> Ansbach, und pr&uuml;ften die baulichen Gegebenheiten und organisatorischen Abl&auml;ufe unter Sicherheitsaspekten in Bezug auf die Pr&auml;vention gegen m&ouml;gliche Fluchtereignisse. Die Sicherheitsvorkehrungen in den Gerichten sind hoch.</p>
</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<h1 style="font-weight: 400;"><strong>Entwicklung der Verfahrens- bzw. Eingangszahlen im Vergleich zum</strong><strong> Vorjahr&nbsp;</strong></h1>
<p style="font-weight: 400;">Die Eingangszahlen in <strong>Zivilsachen</strong> sind seit 2018 um rund 21 % zur&uuml;ckgegangen. 2022 gingen 1334 Verfahren beim <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/amtsgericht/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Amtsgericht</a> ein und damit 24 Verfahren mehr als 2021. Das <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/amtsgericht/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Amtsgericht</a> ist in b&uuml;rgerlichen Streitigkeiten zust&auml;ndig bei einem Streitwert bis &nbsp;einschlie&szlig;lich 5.000 Euro, in Mietsachen &uuml;ber Wohnraum unabh&auml;ngig vom Streitwert. Bei den Erledigungen handelte es sich 2022 &uuml;berwiegend um Verkehrsunfallsachen (368), gefolgt von Mietsachen (251) und Kaufsachen (211). Der durchschnittliche Streitwert belief sich auf 2118 Euro und die durchschnittliche Verfahrensdauer auf 4,6 Monate. Die f&uuml;nf Richter haben 512 Verhandlungstermine durchgef&uuml;hrt (2021:528), 380 streitige Urteile gef&auml;llt und 233 Vers&auml;umnis- sowie 35 Anerkenntnisurteile erlassen. In 233 F&auml;llen haben die Parteien einen gerichtlichen Vergleich geschlossen und in 150 F&auml;llen die Klage zur&uuml;ckgenommen.</p>
<p style="font-weight: 400;">Die Anzahl der Eing&auml;nge in <strong>Familiensachen</strong> ist seit 2020 leicht zur&uuml;ckgegangen. Die Scheidungsrate ist 2022 erneut leicht gesunken. 2021 wurden durch das <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/amtsgericht/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Amtsgericht</a> Ansbach noch 407 Ehen geschieden. 2022 waren es 405. Bei den 1035 erledigten Familiensachen hatten die 5 Familienrichter 2022 neben den Scheidungen zu entscheiden &uuml;ber den Versorgungsausgleich im Rahmen der Scheidung (395 F&auml;lle), das Sorgerecht &uuml;ber Kinder (260 F&auml;lle), das Recht eines Elternteils zum Umgang mit dem Kind (108 F&auml;lle), Unterhalt f&uuml;r Kinder (58 F&auml;lle), aber auch &uuml;ber Adoptionen (42 F&auml;lle), die Abstammung eines Kindes (22 F&auml;lle), Kindesherausgabe nach Entzug des Sorgerechts wegen Gef&auml;hrdung des Kindeswohls (3 F&auml;lle) und Ma&szlig;nahmen zum Schutz vor Gewalt und Nachstellung nach dem Gewaltschutzgesetz (72 F&auml;lle). 2019 wurde die Kinder- und Jugendpsychiatrie im BKH Ansbach er&ouml;ffnet. F&uuml;r das Familiengericht sind dadurch weitere Aufgaben entstanden (Genehmigungen von Unterbringungen und Fixierungen, Anh&ouml;rungen). Insgesamt wurden 2022 37 Kinder/Jugendliche untergebracht und in 49 F&auml;llen fixiert.</p>
<p style="font-weight: 400;">In der <strong>Mobiliarvollstreckung</strong> sind die Pf&auml;ndungs- und &Uuml;berweisungsbeschl&uuml;sse im Vergleich zu 2021 r&uuml;ckl&auml;ufig. Der R&uuml;ckgang l&auml;sst sich vor allem dadurch erkl&auml;ren, dass es fast bis Ende 2022 technische Probleme mit dem elektronischen Einreichen der Antr&auml;ge gab. Ein Grund f&uuml;r den R&uuml;ckgang der Haftbefehle und Durchsuchungsbeschl&uuml;sse liegt auch darin, dass Gl&auml;ubiger &uuml;ber die Gerichtsvollzieher Ausk&uuml;nfte bei anderen Stellen erlangen k&ouml;nnen, etwa durch Anfrage nach dem aktuellen Arbeitgeber des Schuldners bei der Deutschen Rentenversicherung und &uuml;ber das Bundeszentralamt f&uuml;r Steuern nach Kontoverbindungen des Schuldners.</p>
<p style="font-weight: 400;">Die <strong>Eingangszahlen f&uuml;r Handelsregister</strong> A und B sind in den letzten Jahren relativ konstant geblieben. Bei den Vereinen war wegen der Corona Pandemie in den Jahren 2020 und 2021 ein deutlicher R&uuml;ckgang zu verzeichnen, der dann daf&uuml;r durch h&ouml;here Eingangszahlen im Jahr 2022 wieder ausgeglichen wurde, nachdem wieder Vereinssitzungen abgehalten werden konnten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h1>Strafabteilung</h1>
<p style="font-weight: 400;">Der Strafrichter ist bei Vergehen allein zust&auml;ndig, wenn eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe nicht &uuml;ber 2 Jahre zu erwarten ist. Das Sch&ouml;ffengericht &ndash; bestehend aus einem Richter als Vorsitzendem und zwei Sch&ouml;ffen &ndash; ist zust&auml;ndig bei Verbrechen oder wenn eine Freiheitsstrafe zwischen zwei und vier Jahren zu erwarten ist. Der Jugendrichter entscheidet &uuml;ber Strafsachen von Jugendlichen (zur Tatzeit 14-17 Jahre) und Heranwachsenden (zur Tatzeit 18-21 Jahre).</p>
<p style="font-weight: 400;">Bei Gericht spiegelt sich die allgemeine Kriminalit&auml;tsstatistik wider. Nicht zu Gericht gelangen allerdings die Verfahren, die schon bei der Staatsanwaltschaft eingestellt worden sind, etwa mangels Tatnachweises, geringer Schuld oder unbekannten Aufenthaltes des/der Beschuldigten. Die 6 Strafrichter des Amtsgerichts erledigten 2022 insgesamt 966 Strafsachen (ohne Strafbefehle; 2021 waren es 1032). Davon entfielen 48 Verfahren auf das Sch&ouml;ffengericht (2021: 69). Die Jugendrichter entschieden in 200 F&auml;llen (2021: 214). Dabei betrafen 25,9 % der F&auml;lle Verkehrsdelikte, 10,8 % Diebstahl und Unterschlagung, 13,4 % K&ouml;rperverletzungen, 6,1 % Betrug und Untreue, 11,7 % Bet&auml;ubungsmitteldelikte. Nur 0,4 % entfielen auf Verst&ouml;&szlig;e gegen das Aufenthalts- und Asylverfahrensgesetz. Die Richter f&auml;llten 416 Urteile, von denen 81,5 % ohne Rechtsmittel blieben. 12,4 % der Verfahren wurden wegen geringer Schuld eingestellt. Die Mehrzahl der Verfahren wurde im schriftlichen Verfahren ohne Hauptverhandlung durch 1182 Strafbefehle erledigt. &nbsp;In 559 F&auml;llen hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben. 63,7 % aller Verfahren konnten mit einer Verfahrensdauer von maximal 3 Monaten abgeschlossen werden; weitere 27 % innerhalb von 6 Monaten. Insgesamt wurden 1051 Personen angeklagt, 426 Personen verurteilt und 22 freigesprochen. 497 Verurteilte standen unter einer laufenden Bew&auml;hrung. Der Strafrichter hat w&auml;hrend der Bew&auml;hrungszeit die Einhaltung der Bew&auml;hrungsauflagen, beispielsweise die Erf&uuml;llung von Geld- oder Arbeitsauflagen, zu &uuml;berwachen. Nur in einem Teil der F&auml;lle wird dem Verurteilten ein Bew&auml;hrungshelfer zur Seite gestellt. Aufsehen hatte die Verhandlung gegen einen Landwirt erregt, der 160 Rinder hatte verenden lassen. Er wurde mit Urteil vom <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/13-april/" target="_blank" data-wpel-link="internal">13. April</a> 2022, rechtskr&auml;ftig seit <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/21-april/" target="_blank" data-wpel-link="internal">21. April</a> 2022, zu einer Freiheitsstrafe von 1 Jahr und 6 Monaten mit Bew&auml;hrung und einem lebenslangen Tierhaltungsverbot verurteilt wegen qu&auml;lerischer Misshandlung von Wirbeltieren durch Unterlassen in 217 tateinheitlichen F&auml;llen, wobei davon 160 F&auml;lle tateinheitlich mit T&ouml;tung von Wirbeltieren ohne vern&uuml;nftigen Grund durch Unterlassen einhergingen.</p>
<h1></h1>
<h1>Ordnungswidrigkeiten</h1>
<p>Die Eing&auml;nge betrafen weiterhin meist Abstands- und Geschwindigkeitsverst&ouml;&szlig;e im Stra&szlig;enverkehr. Der R&uuml;ckgang der Eing&auml;nge ist m&ouml;glicherweise darauf zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, dass vor allem in der zweiten Jahresh&auml;lfte 2022 faktisch keine Eing&auml;nge bzgl. Verst&ouml;&szlig;en gegen den notwendigen Sicherheitsabstand (&bdquo;Abstands-OWi&ldquo;) zu verzeichnen waren. Dies d&uuml;rfte vor allem daran liegen, dass die Polizei auf ein neues Messsystem umgestiegen ist, infolgedessen technische Umstellungen notwendig wurden, aber auch Schulungen der Messbeamten. Der gr&ouml;&szlig;te Teil der 2022 erledigten Ordnungswidrigkeitenverfahren betraf Verkehrsordnungswidrigkeiten (582), gr&ouml;&szlig;tenteils Abstands- und Geschwindigkeitsverst&ouml;&szlig;e. Im Jahr 2022 sind 166 Nicht-Verkehrs-OWis eingegangen. Davon betrafen ca. 40 % Verst&ouml;&szlig;e gegen das BayEUG (Bay. Gesetz &uuml;ber das Erziehungs- und Unterrichtswesen) und 35 % Verst&ouml;&szlig;e gegen das IfSG (Infektionsschutzgesetz); der Rest sind Verst&ouml;&szlig;e gegen die BayBO (Bayerische Bauordnung), L&auml;rmvorschriften oder Personentransportgesetz oder ein paar Sonstige. Zu den <strong>BayEUG-Ordnungswidrigkeiten</strong>: In der Regel ging es um Verweigerung der Testung und /oder Fernbleiben vom Unterricht, nachdem die Schule die Befreiung des Kindes von der Schulpflicht abgelehnt hatte. Die Regelbu&szlig;e gegen die Eltern betrug zwischen 250 Euro und 500 Euro. Zu <strong>Corona-Ordnungswidrigkeiten</strong>: Die Verst&ouml;&szlig;e reichten von Nichtmasketragen bis zur Versammlung mit mehr als zwei Haushalten und Versammlung unter freiem Himmel ohne Abstand. Ein F&uuml;nftel der Betroffenen hatte den Einspruch auf die Rechtsfolgen beschr&auml;nkt. Die Sanktionen bewegten sich zwischen 180 Euro bis 500 Euro. Die Verst&ouml;&szlig;e wegen IfSG wurden in geschlossenen R&auml;umen allesamt mit einer Ahndung abgeschlossen, im &ouml;ffentlichen Raum (Zigarettenholen) auch eingestellt. Jugendliche wurden ermahnt oder Verfahren nach &sect; 47 OWiG eingestellt. 19,7 % der Bu&szlig;geldverfahren hat das Gericht wegen Geringf&uuml;gigkeit eingestellt. In 45,8 % der Verfahren nahmen die Betroffenen ihren Einspruch zur&uuml;ck und akzeptierten den Bu&szlig;geldbescheid. In 127 F&auml;llen kam es zu einer Verurteilung der Betroffenen. Die durchschnittliche Verfahrensdauer betrug 3,2 Monate.</p>
<h1></h1>
<h1>Nachlassabteilung</h1>
<p style="font-weight: 400;">Die Zahl der Nachlasssachen ist angestiegen. Das <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/amtsgericht/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Amtsgericht</a> Ansbach &ndash; Nachlassgericht &ndash; ist zust&auml;ndig, wenn der Erblasser seinen letzten Wohnsitz im Bezirk hatte. Zu den Aufgaben des Nachlassgerichtes geh&ouml;ren:</p>
<ul>
<li>die Ermittlung und Feststellung der Erben, wenn ein die Beerdigungskosten &uuml;bersteigender Nachlass vorhanden ist;</li>
<li>die Erteilung von Erbscheinen, falls dies beantragt wird (immer erforderlich bei Grundbesitz);</li>
<li>Sicherungsma&szlig;nahmen (z. B. Anordnung einer Nachlasspflegschaft zur Nachlasssicherung);</li>
<li>die Beurkundung und Entgegennahme von Ausschlagungserkl&auml;rungen;</li>
<li>die Verwahrung von letztwilligen Verf&uuml;gungen (Testamente und Erbvertr&auml;ge).</li>
</ul>
<p style="font-weight: 400;">Nicht zust&auml;ndig ist das Nachlassgericht f&uuml;r die Berechnung und Durchsetzung von Pflichtteilsanspr&uuml;chen, die Erbauseinandersetzung und Verteilung des Nachlasses, Berechnung der Erbschaftssteuer oder Beratung &uuml;ber die Gestaltung von Testamenten. Im Jahr 2022 gab es in Stadt und <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/landkreis-ansbach/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Landkreis Ansbach</a> ca. 3.365 Sterbef&auml;lle. In 2747 dieser Sterbef&auml;lle wurde ein Nachlassverfahren durchgef&uuml;hrt. 2,6 % mehr als im Vorjahr. Ein Nachlassverfahren wird immer dann durchgef&uuml;hrt, wenn</p>
<ul>
<li>ein die Beerdigungskosten &uuml;bersteigendes Nachlassverm&ouml;gen vorhanden ist,</li>
<li>Grundbesitz vorhanden ist,</li>
<li>eine Verf&uuml;gung von Todes wegen (Erbvertrag oder Testament) vorhanden ist oder</li>
<li>von den Erben ein Erbschein ben&ouml;tigt wird.</li>
</ul>
<p style="font-weight: 400;">Testamente k&ouml;nnen zu Hause oder sicher beim <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/amtsgericht/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Amtsgericht</a> in einem Tresor verwahrt werden. Wir haben derzeit 16.005 Testamente in amtlicher Verwahrung, wobei letztes Jahr 1.054 abgeliefert wurden. Anzumerken ist, dass die Zahl der amtlichen Verwahrungen in den letzten 5 Jahren um ca. 30 % gestiegen ist, was sicher auch auf die Vielzahl von Informationsveranstaltungen zum Erbrecht zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist. Die Hinterlegung eines Testamentes kostet pauschal 75 Euro. Dieses wird dann im Zentralen Testamentsregister (ZTR) bei der Bundesnotarkammer in Berlin registriert. Hierf&uuml;r f&auml;llt nochmals eine Geb&uuml;hr in H&ouml;he von 18 Euro an. <u>Durch diese Registrierung wird gew&auml;hrleistet, dass das Testament im Todesfall Ber&uuml;cksichtigung findet</u><u>. </u>Alle Sterbef&auml;lle werden durch die Standes&auml;mter an die Bundesnotarkammer gemeldet. Diese &uuml;berpr&uuml;ft, ob ein Testament f&uuml;r den Verstorbenen registriert ist und gibt die Informationen dann an das zust&auml;ndige Nachlassgericht und an das Verwahrgericht weiter.</p>
<h1>Betreuungsabteilung</h1>
<p style="font-weight: 400;">Ca. 2,5 % der erwachsenen Bev&ouml;lkerung im Amtsgerichtsbezirk haben einen Betreuer. Dies sind vor allem geistig Behinderte, gesch&auml;ftsunf&auml;hig gewordene Senioren und psychisch kranke Menschen. W&auml;hrend bei den psychisch Kranken die Betreuung oftmals wieder aufgehoben werden kann, endet die Betreuung bei den anderen Gruppen mit dem Tod. Der Betreuer ist f&uuml;r die Betreuten Hilfe und Unterst&uuml;tzung bei allen juristisch relevanten Angelegenheiten. Er entscheidet auch bei Unterbringungen, Zwangsbehandlungen und wird vom Gericht &uuml;berwacht. Die Anzahl der Betreuungen ist konstant, obwohl die Anzahl der &auml;lteren und betreuungsbed&uuml;rftigen Menschen steigt. Dies d&uuml;rfte daran liegen, dass immer mehr Menschen die Alternative zur Betreuung bevorzugen und bei Zeiten eine Vorsorgevollmacht f&uuml;r eine bestimmte Person ausstellen. Dadurch kann das gesetzliche Betreuungsverfahren vermieden werden. Der Vollmachtgeber kann mit der Vollmacht seine Zukunft mitgestalten und Dinge regeln, die dann im Falle seiner Gesch&auml;ftsunf&auml;higkeit von dem Bevollm&auml;chtigten zu beachten bzw. auszuf&uuml;hren sind. Ein Muster der Vorsorgevollmacht kann auf den Internetseiten des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz und des Bundesjustizministeriums heruntergeladen werden. Der Betreute muss den Betreuer selbst bezahlen, wenn sein Verm&ouml;gen das sog. Schonverm&ouml;gen &uuml;bersteigt. Schonverm&ouml;gen waren bis <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/31-dezember/" target="_blank" data-wpel-link="internal">31. Dezember</a> 2022 5.000 Euro (ohne das selbstbewohnte Eigenheim), ab <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/1-januar/" target="_blank" data-wpel-link="internal">1. Januar</a> 2023 sind es 10.000 Euro (ohne das selbstbewohnte Eigenheim und ohne ein angemessenes Kfz). F&uuml;r mittellose Betreute (oft ist deren Verm&ouml;gen durch eine Heimunterbringung aufgezehrt) zahlt die Staatskasse den Betreuer. Die Kosten f&uuml;r die Betreuerverg&uuml;tungen sind im letzten Jahr leicht gestiegen.</p>
<h1 style="font-weight: 400;">Insolvenzgericht</h1>
<p style="font-weight: 400;">Dem bundesweiten Trend folgend, ist die Zahl der Insolvenzverfahren des Amtsgerichts Ansbach im Bereich der Firmeninsolvenzen leicht angestiegen. Der nach dem Auslaufen der Coronahilfen der Bundesregierung erwartete sprunghafte Anstieg ist jedoch ausgeblieben. Aufgrund der stark gestiegenen Produktionskosten und der allgemeinen wirtschaftlichen Lage ist mit einem weiteren Anstieg in den n&auml;chsten Monaten/Jahren durchaus zu rechnen. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen hat sich auf gleichbleibendem Niveau eingependelt. Die deutliche Verk&uuml;rzung der Wohlverhaltensphase von 6 Jahren auf 3 Jahre ist zwar inzwischen vielen bekannt, allerdings hat sich die Kapazit&auml;t der vorzuschaltenden Beratungsstellen nicht wesentlich ver&auml;ndert. Da dort die Wartezeiten weiterhin lange sind, entwickeln sich die Verfahrenszahlen nur kongruent. Aufgrund der weiterhin steigenden Lebenshaltungskosten darf auch hier von einem (verz&ouml;gerten) Anstiegausgegangen werden.</p>
<p style="font-weight: 400;">In der <strong>Immobiliarvolstreckung</strong> gibt es kaum &Auml;nderungen zum Vorjahr. Zwangsversteigerung ist ein langwiedriges Gesch&auml;ft: Die Verfahrensdauer von der Anordnung bis zum ersten Versteigerungstermin betr&auml;gt gut ein Jahr und der Immobilienmarkt &auml;ndert sich ebenfalls nur sehr langsam. Die Situation ist also nicht sehr anders als im Vorjahr: In Zwangsversteigerungsverfahren finden auch weiterhin nahezu alle Objekte im ersten Versteigerungstermin einen Ersteher. Die Quote liegt bei 99 %. Diese Objekte erzielen noch immer hohe Preise &ndash; bei guter Lage meist &uuml;ber dem Verkehrswert -, da angesichts der weiterhin niedrigen Zinsen f&uuml;r Spareinlagen der Trend zu Immobilien als sicherer Verm&ouml;gensanlage anh&auml;lt. Dabei halten sich Vollstreckungsversteigerungen (aufgrund von Schulden) und Teilungsversteigerungen (z. B. zur Aufhebung einer Erbengemeinschaft) nahezu die Waage (32 zu 28). Das inzwischen gestiegene Zinsniveau schl&auml;gt sich bislang noch nicht auf die Eingangszahlen nieder: Noch immer ist die Vermeidung einer Zwangsversteigerung durch einen freih&auml;ndigen Verkauf der Immobilie sehr gut m&ouml;glich, da das Angebot auf dem Immobilienmarkt im Gegensatz zur Nachfrage eher gering ist. Erfahrungsgem&auml;&szlig; wird auch durch die Gl&auml;ubiger erst &uuml;ber l&auml;ngere Zeit nach anderweitigen L&ouml;sungen gesucht, bis tats&auml;chlich nur noch die zwangsweise Verwertung einer Immobilie bleibt. Darin begr&uuml;nden sich wohl auch die seit Jahren bayernweit konstant niedrigen Eingangszahlen. Die verbleibenden Verfahren sind allerdings anspruchsvoll: In Teilungsversteigerungen werden h&auml;ufig Konflikte (aus Scheidungen oder anderen famili&auml;ren Streitigkeiten) weitergef&uuml;hrt oder auch komplizierte Erl&ouml;sverteilungen &ndash; u. a. wegen gro&szlig;er Erbengemeinschaften (durchaus &uuml;ber mehrere Generationen zur&uuml;ck) n&ouml;tig.</p>
<p style="font-weight: 400;">Beim <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/amtsgericht/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Amtsgericht</a> Ansbach sind derzeit 10 Gerichtsvollzieher (2 weiblich/8 m&auml;nnlich) besch&auml;ftigt. Die<strong> Gerichtsvollzieher </strong>sind Beamte des Freistaates Bayern. Sie handeln bei der Zwangsvollstreckung selbst&auml;ndig und unterhalten ein eigenes B&uuml;ro au&szlig;erhalb des Gerichtsgeb&auml;udes, f&uuml;r das sie vom Freistaat Bayern eine B&uuml;rokostenentsch&auml;digung erhalten. Der Begriff &bdquo;selbst&auml;ndig&ldquo; bezieht sich aber nicht auf die Art des Anstellungsverh&auml;ltnisses, sondern auf die Art der Durchf&uuml;hrung der Vollstreckung, meint also eine gewisse Unabh&auml;ngigkeit der Gerichtsvollzieher bei der Vollstreckung. Am <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/3-maerz/" target="_blank" data-wpel-link="internal">3. M&#xE4;rz</a> 2020 fand eine Messerattacke auf einen Gerichtsvollzieher in dessen B&uuml;ro durch einen Schuldner statt, bei dem die R&auml;umung des angemieteten Anwesens anstand. Nur durch das beherzte Eingreifen eines Kollegen und einer Kollegin hat der Gerichtsvollzieher &uuml;berlebt, erlitt aber eine schwere Verletzung an der Hand. Der Angreifer wurde am <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/16-maerz/" target="_blank" data-wpel-link="internal">16. M&#xE4;rz</a> 2021 durch das Landgericht Ansbach wegen versuchten Mordes, gef&auml;hrlicher K&ouml;rperverletzung und eines t&auml;tlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte zu einer Freiheitsstrafe von 8 Jahren verurteilt. Aus diesem beinahe t&ouml;dlichen Angriff hat der Freistaat Bayern Konsequenzen gezogen: &nbsp;Es werden nun alle Gerichtsvollzieher in Bayern Schutzjacken mit einem sehr hohen Stich- und Schnittschutz erhalten.</p>
<h1>Grundbuchamt</h1>
<p style="font-weight: 400;">Personen, die ein berechtigtes Interesse (&sect; 12 Abs. 1 GBO) darlegen, also beispielsweise der Grundst&uuml;ckseigent&uuml;mer, ein Gl&auml;ubiger oder Inhaber eines Rechts am Grundst&uuml;ck, kann Einsicht in das Grundbuch und die hierzu gef&uuml;hrten Grundakten gew&auml;hrt werden. Das Einsichtsrecht umfasst die Erteilung von Ausk&uuml;nften &uuml;ber den Inhalt des Grundbuches, die Fertigung von Grundbuchabschriften und von Kopien der Eintragungsunterlagen (z.B. Notarurkunden). Zur Rechtsberatung ist das Grundbuchamt nicht befugt. Die Einsicht in das Grundbuch ist kostenfrei, w&auml;hrend f&uuml;r die Erteilung von Grundbuchblattabschriften eine Geb&uuml;hr anf&auml;llt (10 Euro f&uuml;r eine unbeglaubigte, 20 Euro f&uuml;r eine beglaubigte Abschrift). Als Folge der coronabedingten Einschr&auml;nkungen ist die Zahl der pers&ouml;nlichen Vorsprachen im Jahr 2022 sp&uuml;rbar zur&uuml;ckgegangen. Sprunghaft zugenommen haben im 2. Halbjahr 2022 jedoch die schriftlichen Antr&auml;ge auf Erteilung von Grundbuchabschriften. Der Grund hierf&uuml;r liegt in der durch die Bundesregierung angek&uuml;ndigten Reform des Grundsteuerrechts und der Verpflichtung der Immobilieneigent&uuml;mer zur Abgabe der Grundsteuererkl&auml;rung, d.h. der f&uuml;r die Neuberechnung der Grundsteuer ma&szlig;geblichen Bewertungsdaten. Allerdings ergeben sich aus den Grundb&uuml;chern nur die rechtlichen Verh&auml;ltnisse an Grundst&uuml;cken, nicht aber beispielsweise die Wohnfl&auml;che von Geb&auml;uden. Damit verbunden waren unz&auml;hlige telefonische Anfragen von Grundst&uuml;ckseigent&uuml;mern, die auf diesem Weg die erforderlichen Daten erfragen wollten. Ab 2023 gelten im Rahmen der Erbschafts- und Schenkungssteuer neue Bewertungsregeln f&uuml;r Immobilien, die sich am Verkaufswert orientieren. Es wird davon ausgegangen, dass aufgrund der drastisch gestiegenen Grundst&uuml;ckspreise der nun zu versteuernde Satz um 20 bis 30 Prozent h&ouml;her liegen k&ouml;nnte als bisher. Vor diesem Hintergrund wurden im November und Dezember 2022 weitaus mehr &nbsp;Grundst&uuml;cks&uuml;berlassungs- und &Uuml;bergabevertr&auml;ge als in den Vorjahren durch die Notare beurkundet und gegen Jahresende dem Grundbuchamt zur Bearbeitung vorgelegt.</p>
<h1>Ausblick</h1>
<ul>
<li><strong>Der elektronische Rechtsverkehr:</strong> Der elektronische Rechtsverkehr erm&ouml;glicht schnelle, unkomplizierte und sichere Kommunikation mit den Justizbeh&ouml;rden. Seit dem <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/1-januar/" target="_blank" data-wpel-link="internal">1. Januar</a> 2022 sind Rechtsanw&auml;lte, Beh&ouml;rden und juristische Personen des &ouml;ffentlichen Rechts verpflichtet, Schrifts&auml;tze und deren Anlagen sowie schriftlich einzureichende Antr&auml;ge und Erkl&auml;rungen ausschlie&szlig;lich elektronisch an die Justiz zu &uuml;bermitteln. Diese Regelung findet auch bei der Kommunikation mit den Gerichtsvollzieherinnen und Gerichtsvollziehern Anwendung. Vollstreckungsauftr&auml;ge k&ouml;nnen demnach vom oben genannten Personenkreis nur noch auf elektronischem Weg eingereicht werden. Im Anwendungsbereich des Gesetzes &uuml;ber das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) gilt die Pflicht zur elektronischen Kommunikation auch f&uuml;r Notarinnen und Notare. Derzeit gehen beim <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/amtsgericht/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Amtsgericht</a> Ansbach w&ouml;chentlich ca. 1.800 Schriftst&uuml;cke elektronisch ein.</li>
<li><strong>Elektronischer Rechtsverkehr von/mit Privatpersonen</strong>:<br>
<em>Mit einer absenderbest&auml;tigten De-Mail:</em> Um mit den Gerichten kommunizieren zu k&ouml;nnen, muss das De-Mail-Postfach in der Lage sein, eine absenderbest&auml;tigte De-Mail zu verschicken. Die De-Mail-Adressen der Gerichte und Staatsanwaltschaften sind in dem &ouml;ffentlichen Verzeichnisdienst im Sinne des &sect; 7 des <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/de-mail-g/BJNR066610011.html#BJNR066610011BJNG000100000" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="follow">De-Mail-Gesetz vom 28. April 2011&#xA0;</a>hinterlegt.<br>
&Uuml;ber das<em> besondere elektronische B&uuml;rger- und Organisationenpostfach (eBO):</em> Das eBO erm&ouml;glicht sowohl den Versand elektronischer Dokumente an die Gerichte als auch den Empfang elektronischer Dokumente. Die Registrierung eines neuen eBO sowie Empfang und Versand von Nachrichten sind nur &uuml;ber spezielle Computerprogramme m&ouml;glich.<br>
Mit dem <em>Postfach- und Versanddienst der BayernID:</em> Mit der BayernID k&ouml;nnen Sie sich bei dem &bdquo;Formular zur Einreichung elektronischer Dokumente&ldquo; anmelden. Zun&auml;chst wird nur der Versand von elektronischen Unterlagen an die Justiz unterst&uuml;tzt. Ein Empfang von Nachrichten der Justiz im Postkorb der <a href="https://bayernid.freistaat.bayern/de/bayern/freistaat" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="follow">BayernID</a>ist technisch noch nicht m&ouml;glich. Weitere Informationen finden Sie unter: <a href="https://www.justiz.bayern.de/ejustice/eRV/" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="follow">Elektronischer Rechtsverkehr &#x2013; Bayerisches Staatsministerium der Justiz (bayern.de)</a></li>
<li><strong>Die elektronische Akte: </strong>Beim <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/amtsgericht/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Amtsgericht</a> Ansbach wurde im November 2022 f&uuml;r Zivilsachen und im Dezember 2022 auch f&uuml;r Familiensachen die elektronische Aktenf&uuml;hrung aufgenommen. Alle neu beantragten Gerichtsverfahrenwerden nur noch elektronisch bearbeitet. Papierakten geh&ouml;ren dann der Vergangenheit an. Die E-Akte erleichtert den Arbeitsalltag, weil im Home-Office jeder vom Laptop aus auf die Akten zugreifen kann und nicht mehr auf dicke Papierakten angewiesen ist. Auch k&ouml;nnen an einer E-Akte gleichzeitig mehrere Personen arbeiten. Die Wachtmeister m&uuml;ssen keine dicken Aktenberge mehr mit Wagen durch die Flure des Gerichts von B&uuml;ro zu B&uuml;ro fahren. Die Akten sind also weniger unterwegs und Verfahren k&ouml;nnen damit schneller und effektiver bearbeitet werden. Der Einf&uuml;hrung gingen umfangreiche Schulungsma&szlig;nahmen f&uuml;r unsere Mitarbeiter voraus. Zum Tagesgesch&auml;ft geh&ouml;ren leider immer wieder St&ouml;rungen der technischen Infrastruktur. So gehen beispielsweise elektronische Dokumente mit zeitlicher Verz&ouml;gerung ein oder f&uuml;r Rechtsanw&auml;lte bestimmte Dokumente k&ouml;nnen nicht versandt werden. Dann m&uuml;ssen wieder althergebrachte Informationswege wie der Faxversand oder die Briefpost eingesetzt werden. Die Einf&uuml;hrung der elektronischen Akte in Grundbuchsachen findet am <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/10-juli/" target="_blank" data-wpel-link="internal">10. Juli</a> 2023 statt, in Betreuungssachen am <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/16-oktober/" target="_blank" data-wpel-link="internal">16. Oktober</a> 2023 und in Immobiliarvollstreckungssachen am <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/27-november/" target="_blank" data-wpel-link="internal">27. November</a> 2023. Bis 2026 muss die elektronische Akte deutschlandweit bei allen Gerichten und f&uuml;r alle Gerichtsbereiche eingef&uuml;hrt sein.</li>
<li><strong>Das Datenbankgrundbuch: </strong>Deutschlandweit laufen weiterhin die Vorbereitungen zur Einf&uuml;hrung eines bundeseinheitlichen Datenbankgrundbuchs.K&uuml;nftig werden notarielle Urkunden dem <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/amtsgericht/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Amtsgericht</a> nicht mehr in Papierform, sondern nur noch elektronisch vorgelegt und beim Grundbuchamt auch vollelektronisch weiterverarbeitet. Auch wenn es bis zur Einf&uuml;hrung noch einige Jahre dauern wird, setzen wir bereits jetzt Personal zur Pr&uuml;fung ein, ob bestehende Grundbucheintr&auml;ge problemlos von einem Speichersystem in ein neues &uuml;bertragen werden k&ouml;nnen. Un&uuml;bersichtliche Grundb&uuml;cher durch umfangreiche Buchungen oder fr&uuml;here handschriftliche Vermerke werden so auf eine m&ouml;glichst reibungslose Datenmigration vorbereitet. Im Jahr 2022 wurden beim Grundbuchamt Ansbach 796 Grundbuchbl&auml;tter umgeschrieben, d. h. in eine f&uuml;r die Migrationssoftware fehlerfrei erkennbare Form gebracht. Es handelt sich um eine sehr zeitaufw&auml;ndige, daher personalbindende, sowie haftungstr&auml;chtige T&auml;tigkeit der Grundbuchrechtspfleger und -rechtspflegerinnen, da das Grundbuch dem &ouml;ffentlichen Glauben unterliegt. Wie viele Grundb&uuml;cher notwendigerweise diesem Verfahren zu unterziehen sind, l&auml;sst sich nicht konkret feststellen, da generell jedes vorhandene Grundbuchblatt zu diesem Zweck aufgerufen, &uuml;berpr&uuml;ft und vom Rechtspfleger freigegeben werden muss. Das Grundbuchamt Ansbach verf&uuml;gt &uuml;ber ca. 115.000 aktuelle Grundbuchbl&auml;tter.</li>
<li><strong>Videokonferenzanlage: </strong>Seit Juli 2022 ist eine mobile Videokonferenzanlage beim <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/amtsgericht/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Amtsgericht</a> Ansbach installiert und kann in allen Sitzungss&auml;len genutzt werden. Vernehmungen und Verhandlungen k&ouml;nnen so in einer gesicherten digitalen Art durchgef&uuml;hrt werden. Dadurch m&uuml;ssen z. B. Zeugen oder Betroffene nicht mehr zwingend von weit her anreisen, sondern k&ouml;nnen bei dem Gericht an deren Wohnort angeh&ouml;rt werden. &nbsp;&Uuml;ber den Einsatz der Videokonferenzanlage entscheiden die Richterinnen und Richter in richterlicher Unabh&auml;ngigkeit.</li>
</ul>
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