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	<description>Online Nachrichten-Magazin für Stadt und Landkreis Ansbach</description>
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		<title>München: +++ Großer Ermittlungserfolg gegen psychoaktive Stoffe (NpS) +++</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Mar 2019 13:26:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<div style="margin-bottom:20px;"><img width="1010" height="695" src="https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2019/03/14151928/IMG_5305-Kopie-e1552575527455.jpg" class="attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image" alt="" srcset="https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2019/03/14151928/IMG_5305-Kopie-e1552575527455.jpg 1010w, https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2019/03/14151928/IMG_5305-Kopie-e1552575527455-300x206.jpg 300w, https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2019/03/14151928/IMG_5305-Kopie-e1552575527455-768x528.jpg 768w" sizes="(max-width: 1010px) 100vw, 1010px" /></div>Der Frau fielen im M&#228;rz 2017 die vier Pakete sofort auf: es roch so stark nach merkw&#252;rdigen Kr&#228;utern. Die Mitarbeiterin des Paketshops in Reichshof in Nordrhein-Westfalen sprach den Abholer darauf an. Als sie mit der Polizei drohte, fl&#252;chtete der Mann. In Wuppertal fiel zeitgleich ein weiteres kleineres Paket auf, weil es nicht abgeholt wurde. Die [&#8230;]]]></description>
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Die Kriminalpolizeiinspektion und die Staatsanwaltschaft Ansbach &uuml;bernahmen deshalb die Ermittlungen. Schnell wurden den Kriminalpolizisten und der Staatsanwaltschaft die Dimension des Verfahrens bewusst &ndash; das Bayerische Landeskriminalamt stieg in das Verfahren ein. Zusammen bildeten sie die Ermittlungsgruppe &bdquo;Speer&ldquo; und gemeinsam kamen sie dem Absender auf die Spur: Ein 32-j&auml;hriger Wahl-M&uuml;nchener. Er stellte NpS in verschiedenen, extra angemieteten Privatwohnungen her. Der Mann f&uuml;hrte in M&uuml;nchen ein Luxusleben und gab an, im Monat &uuml;ber 60.000 Euro mit der Produktion von NpS zu verdienen. Demnach hat er von M&auml;rz 2017 bis zu seiner Festnahme im M&auml;rz 2018 mehr als eine Million Euro umgesetzt.</div>
<div></div>
<div>Ermittler aus Ansbach und M&uuml;nchen hatten den Produzenten zudem bereits lange vor seiner Festnahme &uuml;berwacht und so ein ganzes Netzwerk aufgedeckt. Mehr als 30 Online-Shops verkauften &uuml;ber das Internet ganz unauff&auml;llig sogenannte &bdquo;Kr&auml;utermischungen&ldquo;. Doch die Ermittler sahen genauer hin und erkannten, was die Mischungen wirklich enthielten. In den bunten 3-Gramm-Packungen waren keine harmlosen Kr&auml;uter, sondern gef&auml;hrliche Drogen &ndash; NpS. 25 Euro zahlten die Kunden mindestens pro Packung, und zwar bar als Nachnahmegeb&uuml;hr an der Haust&uuml;r. Auf diese Weise wurden nachweislich von November 2016 bis M&auml;rz 2018 &uuml;ber 1,2 Tonnen NpS an &uuml;ber 20.000 Kunden verkauft. Umsatz: mehr als 10 Millionen Euro.</div>
<div>An diesem Punkt kamen die Finanzagenten der Gruppe ins Spiel. Die Einnahmen wurden auf &uuml;ber 100 Konten verbucht und auf diese Art gewaschen. So konnten die Ermittler beispielsweise auf einem einzigen Konto im Zeitraum von nur f&uuml;nf Monaten &uuml;ber 10.000 Kontobewegungen feststellen. F&uuml;r ihre Arbeit bekamen die Finanzagenten bis zu 10 Prozent der Kontobewegungen oder aber einen Fixbetrag von bis zu 5000 Euro pro Monat. Die Ermittlungen richten sich aktuell gegen 42 Personen. Von denen befinden sich noch f&uuml;nf in Untersuchungshaft. Insgesamt konnten die Beamten 107 Kilogramm Kr&auml;utermischungen, 31 Kilogramm Fake-Hash und sechs Liter E-Liquids sicherstellen.</div>
<div>Diese Gruppe an Tatverd&auml;chtigen aufgesp&uuml;rt zu haben, ist f&uuml;r die Ermittler ein enormer Erfolg:</div>
<div>40 Menschen sind allein in Bayern im Jahr 2016 an den Folgen von NpS gestorben. 2017 waren es 37</div>
<div></div>
<div>Was steht hinter dem Begriff &bdquo;Neue psychoaktive Stoffe&ldquo; (NpS) und warum sind sie so gef&auml;hrlich? Neue psychoaktive Stoffe (NpS) &ndash; das sind neue chemisch hergestellte, berauschende Wirkstoffe, die den Rauschgiftmarkt in den letzten Jahren regelrecht &uuml;berflutet haben. F&uuml;r sie gibt es international noch keine einheitlichen Gesetze. So kann ein Wirkstoff in Deutschland verboten sein, jedoch in Spanien noch nicht. Oder umgekehrt. NpS werden in bunten, Aufmerksamkeit erregenden Packungen &uuml;ber Staatsgrenzen hinweg im Internet verkauft und erwecken den Anschein, harmlos und legal zu sein. Doch kein Konsument kennt die Inhaltsstoffe und die verwendeten Dosierungen. Er wei&szlig; vorher nicht, wie die Drogen wirken werden. Es gibt noch keine Studien zu Langzeitwirkungen von synthetischen Cannabinoiden, wie sie auch in diesem Fall produziert und verkauft wurden. Diese k&uuml;nstlich hergestellte Droge ist wesentlich st&auml;rker als das herk&ouml;mmliche Cannabis. In zu hoher Dosierung sind Todesf&auml;lle keine Seltenheit. Nebenwirkungen, wie Herz-Kreislauf-Probleme, Kreislaufkollaps, Bewusstlosigkeit, Psychosen und Panikattacken sind m&ouml;glich.</div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bei der heutigen Vorstellung der Hintergr&uuml;nde in M&uuml;nchen mit Vertretern von Polizei und Staatsanwaltschaft erkl&auml;rte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, dass es sich um das deutschlandweit bislang gr&ouml;&szlig;te Ermittlungsverfahren gegen einen NpS-H&auml;ndlerring handelt. &bdquo;Uns ist damit ein empfindlicher Schlag gegen einen weltweiten NpS-H&auml;ndlerring gelungen&ldquo;, betonte Herrmann und lobte die akribische und hartn&auml;ckige Arbeit der Ermittler.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Quelle: Bayerisches Landeskriminalamt</p>]]></content:encoded>
					
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