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	<title>Rohstoffknappheit &#8211; fränkischer.de</title>
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	<description>Online Nachrichten-Magazin für Stadt und Landkreis Ansbach</description>
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	<title>Rohstoffknappheit &#8211; fränkischer.de</title>
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		<title>Betriebe in ihrer Existenz bedroht &#8211; Volle Auftragsbücher und kein Material</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Angela Büchner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Jun 2021 07:30:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Redaktion]]></category>
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					<description><![CDATA[<div style="margin-bottom:20px;"><img width="1024" height="768" src="https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2020/12/14130836/200303_Hermes-Logistikzentrum-Hochregal-Lager-Halle-Fulfilment-3.jpg" class="attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image" alt="" srcset="https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2020/12/14130836/200303_Hermes-Logistikzentrum-Hochregal-Lager-Halle-Fulfilment-3.jpg 1024w, https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2020/12/14130836/200303_Hermes-Logistikzentrum-Hochregal-Lager-Halle-Fulfilment-3-300x225.jpg 300w, https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2020/12/14130836/200303_Hermes-Logistikzentrum-Hochregal-Lager-Halle-Fulfilment-3-86x64.jpg 86w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></div>Ansbach, 28. Juni 2021 &#8211; Die Impfungen schreiten voran, die Inzidenzen fallen. Aber die Coronakrise ist noch lange nicht &#252;berstanden. Die Wirtschaft k&#228;mpft derzeit mit fehlendem Material und Rohstoffen. Gr&#252;nde hierf&#252;r sind nicht nur die Pandemie, sondern auch der Klimawandel und andere wirtschaftliche Entwicklungen Das Handwerk und damit auch der Kunde sind davon stark betroffen. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div style="margin-bottom:20px;"><img width="1024" height="768" src="https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2020/12/14130836/200303_Hermes-Logistikzentrum-Hochregal-Lager-Halle-Fulfilment-3.jpg" class="attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image" alt="" loading="lazy" srcset="https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2020/12/14130836/200303_Hermes-Logistikzentrum-Hochregal-Lager-Halle-Fulfilment-3.jpg 1024w, https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2020/12/14130836/200303_Hermes-Logistikzentrum-Hochregal-Lager-Halle-Fulfilment-3-300x225.jpg 300w, https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2020/12/14130836/200303_Hermes-Logistikzentrum-Hochregal-Lager-Halle-Fulfilment-3-86x64.jpg 86w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></div><p>Ansbach, <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/28-juni/" target="_blank" data-wpel-link="internal">28. Juni</a> 2021 &ndash; Die Impfungen schreiten voran, die Inzidenzen fallen. Aber die Coronakrise ist noch lange nicht &uuml;berstanden. Die Wirtschaft k&auml;mpft derzeit mit fehlendem Material und Rohstoffen. Gr&uuml;nde hierf&uuml;r sind nicht nur die Pandemie, sondern auch der Klimawandel und andere wirtschaftliche Entwicklungen Das Handwerk und damit auch der Kunde sind davon stark betroffen.<br>
Stellvertretend f&uuml;r viele: das Bau- und Ausbaugewerbe. Die Auftragsb&uuml;cher sind voll, es gibt viel zu tun. Allerdings ist die Beschaffung der Materialien &auml;u&szlig;erst schwierig. Holz, Stahl, D&auml;mmstoffe und noch vieles mehr sind knapp und nur noch schwer zu bekommen. Und weil das nicht nur in Mittelfranken, Bayern, Deutschland, sondern auch weltweit so ist, schie&szlig;en in vielen Bereichen die Preise durch die Decke.</p>
<p><strong>Extremfall Holz<br>
</strong>Allein der Holzpreis hat sich seit November um 300 Prozent erh&ouml;ht. Der Grund: Gro&szlig;e Kontingente des in Deutschland geernteten Holzes werden nach China und in die USA geliefert. Denn auch dort boomt die Baubranche, befeuert durch die milliardenschweren Konjunkturprogramme der US-Regierung. Holz aus dem benachbarten Kanada ist knapp, dort grassiert der Borkenk&auml;fer. Die verheerenden Waldbr&auml;nde in Kalifornien und ein Handelsstreit f&uuml;hrten dazu, dass die USA 42 Prozent mehr Nadelschnittholz aus Deutschland importieren als noch 2019.<br>
Holzverarbeitende Betriebe, wie zum Beispiel Zimmereien sind jetzt in der Zwickm&uuml;hle. Markus Bauer, Inhaber der Zimmerei Gebhard in Feucht, hat, wie viele seiner Kollegen, mit den Lieferzeiten zu k&auml;mpfen. Vor Corona konnte er seine ben&ouml;tigten Dachlatten direkt vom Lager mitnehmen. &bdquo;Dieses Jahr mussten wir die Dachlatten bestellen und haben eineinhalb Monate auf sie gewartet&ldquo;, erkl&auml;rt er die momentane &bdquo;ziemlich angespannte&ldquo; Situation: &bdquo;Teilweise k&ouml;nnen die Lieferanten selbst nicht sagen, ob das Material geliefert werden kann und wann.&ldquo; Sein Kollege Christian Ott, Inhaber der Firma Holzbau Ott, kann das nur best&auml;tigen: &bdquo;Es sieht &uuml;bel aus&ldquo;, sagt er, und nennt gleich ein Beispiel: &bdquo;F&uuml;r einen Kindergarten, der im September dieses Jahres er&ouml;ffnet werden soll, haben wir das ben&ouml;tigte Material im Februar bestellt. Im Mai wurde der Auftrag best&auml;tigt, das Material soll im August geliefert werden&hellip; Wenn &uuml;berhaupt&ldquo;, und f&uuml;gt hinzu: &bdquo;Jede Auftragsbest&auml;tigung ist ein Blatt Papier, aber man kann sich auf die Zusagen nicht mehr verlassen.&ldquo; Ott sieht dringenden Handlungsbedarf bei der Politik &bdquo;Wenn die Versorgung im Land nicht mehr gew&auml;hrleistet ist &ndash; und das ist jetzt der Fall &ndash; dann kann man dies nicht als Nebens&auml;chlichkeit abtun und sich auf die Gesetze der Marktwirtschaft berufen.&ldquo;<br>
Aber es geht noch weiter. Die Betriebe k&ouml;nnen die gestiegenen Materialpreise, die im Vertrag mit den Bauherren festgelegt sind, nur sehr schwer oder gar nicht an die Bauherren abgeben und bleiben damit auf den Mehrkosten sitzen. Christian Ott bef&uuml;rchtet, &bdquo;dass dies mit Sicherheit einige Firmen die Existenz kosten wird.&ldquo; Aber auch das &bdquo;&Ouml;ko-System&ldquo; Baustelle, bei dem alle Gewerke Hand in Hand arbeiten m&uuml;ssen um voranzukommen, ist von den vermehrten Lieferschwierigkeiten betroffen. F&auml;llt ein Gewerk aus, kann das andere nicht weitermachen. Verz&ouml;gerungen beim Bau oder gar ein Baustopp kosten letztendlich alle Beteiligten &ndash; Handwerker und Bauherren &ndash; viel Geld. Paradox: Betriebe mit vollen Auftragsb&uuml;chern m&uuml;ssen Kurzarbeit anmelden, weil sie die Materialien nicht beschaffen k&ouml;nnen oder sie nicht geliefert werden.</p>
<p><strong>Exkurs: Kalamit&auml;tsholz und die B&uuml;rokratie<br>
</strong>Unter den exportierten H&ouml;lzern befindet sich auch das sogenannte Kalamit&auml;tsholz, also H&ouml;lzer, deren Nutzung wegen Sch&auml;dlingsbefall (Borkenk&auml;fer) in Deutschland nicht erlaubt ist. Obwohl in diesem Fall nur die Rinde befallen ist, werden die St&auml;mme zu Billigpreisen nach &Uuml;bersee verschleudert. &bdquo;Das Holzangebot w&auml;re deutlich gr&ouml;&szlig;er, wenn auch das Kalamit&auml;tsholz genutzt werden k&ouml;nnte. Dagegen, das lediglich optisch eingeschr&auml;nkte Holz zu nutzen, sprechen die g&uuml;ltigen Normvorschriften. Deshalb muss auf das regul&auml;re Holz zur&uuml;ckgegriffen werden, das seltener und nat&uuml;rlich auch teurer ist&ldquo;, sagt Klaus Haller, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Bau-Innung N&uuml;rnberg. M&uuml;ssten solche Vorschriften im Sinne der Nachhaltigkeit dringend &uuml;berarbeitet werden? Dieser Meinung ist Prof. Dr. Forster, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Handwerkskammer f&uuml;r Mittelfranken &bdquo;Es ist leider mal wieder ein Beispiel f&uuml;r sinnlose B&uuml;rokratie. Brauchen wir insbesondere in Zeiten von Rohstoffmangel Arbeitstreppen in Rohbauten aus 1a Holz oder darf&lsquo;s nicht auch Holz mit Blaustich sein, das allen Arbeitsschutzanforderungen gen&uuml;gt? Hier fehlt es an Realit&auml;tssinn.&ldquo;<br>
Das w&uuml;rde dann den Handwerkern und auch den &bdquo;H&auml;uslebauern&ldquo; zugutekommen. Denn: Wenn selbst eine Dachlatte, die noch im letzten Jahr 0,50 &euro; pro laufendem Meter gekostet hat, nun 1,80&euro; kostet, kann man sich unschwer vorstellen, dass zum Beispiel der Bau eines Holzhauses im Moment im Schnitt 50.000 &euro; mehr kosten wird. Wer soll das bezahlen?</p>
<p><strong>Elektro-Handwerk<br>
</strong>Dasselbe Bild zeigt sich in anderen Gewerken. Im Elektrohandwerk fehlt es praktisch an allem: Chips f&uuml;r smarte Technologien wie zum Beispiel Bewegungsmelder, Kupfer f&uuml;r Kabel, Kunststoffe f&uuml;r Isolierungen, Steckdosen, Schalterelemente, Stahl f&uuml;r Elektromaschinen und -motoren. Selbst Holz f&uuml;r Kabeltrommeln fehlt. &bdquo;Den Unternehmen droht paradoxerweise trotz voller Auftragsb&uuml;cher und anziehender Nachfrage Unheil. Auftr&auml;ge k&ouml;nnen aufgrund der sich versch&auml;rfenden Lieferengp&auml;sse bei nahezu allen f&uuml;r uns relevanten Produkten nicht mehr abgearbeitet werden&ldquo;, sagt Obermeister Roland Paulus von der Innung f&uuml;r Elektro- und Informationstechnik N&uuml;rnberg-F&uuml;rth und erg&auml;nzt: &bdquo;Es darf nicht sein, dass nun die Handwerksbetriebe die Liefer- und Beschaffungsprobleme sowie die Materialknappheit allein ausbaden m&uuml;ssen.&ldquo;</p>
<p><strong>Metallverarbeitendes Handwerk<br>
</strong>Michael Heidrich, Inhaber des Metallunternehmens Erich Heidrich GmbH in N&uuml;rnberg, beschreibt die Situation in seinem Betrieb so: &bdquo;Im B&uuml;ro saufen wir ab. Die Preise &auml;ndern sich praktisch t&auml;glich. Wir haben eine Preisbindung von zwei Wochen. Wir m&uuml;ssen unsere Angebote st&auml;ndig aktualisieren.&ldquo; Zudem seien die Lieferzeiten hochgeschraubt, &bdquo;aktuell zwischen 14 und 18 Wochen&ldquo;, erkl&auml;rt der Obermeister der Metall-Innung N&uuml;rnberg. Lieferschwierigkeiten sind auch beim ihm keine Seltenheit, zum Beispiel beliefern Lieferanten teilweise nur noch ihre Stammkunden. Besonders die Situation auf dem Stahlmarkt besch&auml;ftigt den Obermeister. Um mehr als ein Viertel hat der Materialpreis innerhalb eines Jahres zugelegt. Die Wirtschaftspolitik Chinas spielt dabei nach Meinung Heidrichs eine gro&szlig;e Rolle. China hat sich vom Stahlexporteur zum Stahlimporteur entwickelt und kauft den Stahlmarkt leer. Und Heidrich ist sich sicher: &bdquo;Die Kriegsf&uuml;hrung hat sich schon lange in den wirtschaftlichen Bereich verschoben. Der Einfluss Chinas w&auml;chst mit jedem Unternehmen, das von Chinesen aufgekauft wird.&ldquo;</p>
<p>Fazit: Im Handwerk brodelt es, Existenzen stehen auf dem Spiel und das in einem Bereich, der noch vor kurzem als systemrelevant eingestuft wurde. Forster: &bdquo;Jetzt w&auml;re ein guter Moment, die lange versprochene Entb&uuml;rokratisierung f&uuml;rs Handwerk schnell, pragmatisch und sofort wirksam zu starten. Die globalen Handelsstr&ouml;me k&ouml;nnen wir nicht steuern, den Borkenk&auml;fer sicher nicht bek&auml;mpfen &ndash; aber sinnlose Bestimmungen f&uuml;rs hiesige Handwerk sollten jetzt ad acta gelegt werden.&ldquo;</p>
<p>Quelle: Handwerkskammer f&uuml;r Mittelfranken</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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