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	<title>Wiesenbrüter &#8211; fränkischer.de</title>
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	<description>Online Nachrichten-Magazin für Stadt und Landkreis Ansbach</description>
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	<item>
		<title>Wiesenbrüter brauchen Ruhe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion Allgemein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Mar 2022 09:36:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Landratsamt Landkreis Ansbach]]></category>
		<category><![CDATA[Wiesenbrüter]]></category>
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					<description><![CDATA[<div style="margin-bottom:20px;"><img width="1024" height="683" src="https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2022/03/19103346/Grosser_Brachvogel_%C2%A9_Derer-Frank_LBV-Bildarchiv.jpg" class="attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image" alt="" srcset="https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2022/03/19103346/Grosser_Brachvogel_%C2%A9_Derer-Frank_LBV-Bildarchiv.jpg 1024w, https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2022/03/19103346/Grosser_Brachvogel_%C2%A9_Derer-Frank_LBV-Bildarchiv-300x200.jpg 300w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></div>Ab M&#228;rz kehren die Wiesenbr&#252;ter wie der Gro&#223;e Brachvogel, der Kiebitz oder die Uferschnepfe aus dem Winterquartier wieder zur&#252;ck ins Altm&#252;hltal und beginnen ihr Brutgesch&#228;ft. Sie sind sehr st&#246;rungsempfindlich. Besonders Menschen oder Hunde werden als Bedrohung wahrgenommen. Deshalb bittet das Naturschutzprojekt &#8222;chance.natur Lebensraum Altm&#252;hltal&#8220;, die Brutgebiete zu meiden und Wiesen nicht zu betreten. Das Altm&#252;hltal [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div style="margin-bottom:20px;"><img width="1024" height="683" src="https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2022/03/19103346/Grosser_Brachvogel_%C2%A9_Derer-Frank_LBV-Bildarchiv.jpg" class="attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image" alt="" loading="lazy" srcset="https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2022/03/19103346/Grosser_Brachvogel_%C2%A9_Derer-Frank_LBV-Bildarchiv.jpg 1024w, https://fraenkischer-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com/files/2022/03/19103346/Grosser_Brachvogel_%C2%A9_Derer-Frank_LBV-Bildarchiv-300x200.jpg 300w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></div><p>Ab M&auml;rz kehren die Wiesenbr&uuml;ter wie der Gro&szlig;e Brachvogel, der Kiebitz oder die Uferschnepfe aus dem Winterquartier wieder zur&uuml;ck ins Altm&uuml;hltal und beginnen ihr Brutgesch&auml;ft. Sie sind sehr st&ouml;rungsempfindlich. Besonders Menschen oder Hunde werden als Bedrohung wahrgenommen. Deshalb bittet das Naturschutzprojekt &bdquo;chance.natur Lebensraum Altm&uuml;hltal&ldquo;, die Brutgebiete zu meiden und Wiesen nicht zu betreten.</p>
<p>Das Altm&uuml;hltal von Colmberg bis Trommetsheim ist eines der gr&ouml;&szlig;ten zusammenh&auml;ngenden Wiesenbr&uuml;tergebiete S&uuml;ddeutschlands. Wiesenbr&uuml;ter sind extrem gef&auml;hrdet und vom Aussterben bedroht. Sie brauchen besonderen Schutz. Besonders in der Brutzeit, von M&auml;rz bis Juli, reagieren Wiesenbr&uuml;ter empfindlich auf Menschen, auf laute Ger&auml;usche oder freilaufende Hunde. &bdquo;Altv&ouml;gel fliegen auf und reagieren mit Warn-, Abwehr- oder Fluchtreaktionen. Gelege und K&uuml;ken sind dann ungesch&uuml;tzt und k&ouml;nnen nat&uuml;rlichen Feinden, wie Kr&auml;hen, Elstern oder Greifv&ouml;geln zum Opfer fallen&ldquo;, erkl&auml;rt Projektleiter Dietmar Herold. Halten St&ouml;rungen an, bestehe die Gefahr der Ausk&uuml;hlung und der Aufgabe der Bruten.</p>
<p>Dietmar Herold und Jan Heikens, Gebietsbetreuer des Landesbund f&uuml;r Vogelschutz, appellieren deshalb an Spazierg&auml;nger, Hundehalter, Fahrradfahrer, Angler und andere Erholungssuchende:</p>
<ul>
<li>Meiden Sie nach M&ouml;glichkeit die Brutgebiete zwischen M&auml;rz und Juli!</li>
<li>Wenn vor Ihnen ein Kiebitz oder Brachvogel auffliegt, kehren Sie bitte um!</li>
<li>Beachten Sie die Schilder und bleiben Sie auf den Wegen!</li>
<li>Verhalten Sie sich ruhig und nehmen Sie Hunde an die Leine!</li>
</ul>
<p>Die Best&auml;nde der Wiesenbr&uuml;ter, wie Gro&szlig;er Brachvogel, Uferschnepfe oder Kiebitz, haben auch im Altm&uuml;hltal trotz vieler Schutzbem&uuml;hungen dramatisch abgenommen. Eine besondere R&uuml;cksichtnahme ist deshalb zwingend geboten. Problematisch sind vor allem freilaufende Hunde, selbst wenn der Hund aufs Wort h&ouml;rt und Wildtieren nicht hinterherjagt. V&ouml;gel, K&uuml;ken oder andere Wildtiere, wie Rebh&uuml;hner, Feldhasen oder Rehe erkennen den Hund als Gefahr und reagieren sofort, meist mit panischer Flucht. Hinzu kommen gesundheitliche Gef&auml;hrdungen von Rindern durch Hundekot im Schnittgut.</p>
<p>Vorsicht ist nicht nur im Wiesmet zwischen <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/ornbau/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Ornbau</a>, Streudorf und Muhr am See geboten. Weitere Brutgebiete liegen in der Altm&uuml;hlaue s&uuml;dlich von Aha bis Trommetsheim (Landkreis Wei&szlig;enburg-Gunzenhausen) und n&ouml;rdlich von <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/ornbau/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Ornbau</a> bis Herrieden sowie in den Niederungen zwischen Leutershausen, Brunst und Eyerlohe sowie westlich von Colmberg. Auch vor und nach der Brutzeit ist Vorsicht geboten, wenn gro&szlig;e Schw&auml;rme von Wiesenbr&uuml;tern und zahlreichen anderer Vogelarten auf dem Weg vom oder ins Winterquartier in den Wiesen den Altm&uuml;hltals Rast machen. Sie suchen hier Ruhe und Nahrung f&uuml;r den kr&auml;ftezehrende Flug.</p>
<p><strong>Hintergrundinformationen</strong></p>
<p><em>Warum gibt es Wiesenbr&uuml;ter im Altm&uuml;hltal und warum sind sie gef&auml;hrdet?</em></p>
<p>Grund sind die regelm&auml;&szlig;igen &Uuml;berschwemmungen und die b&auml;uerliche Landwirtschaft, die &uuml;ber Jahrhunderten gepr&auml;gt war von kleinteiliger und vielf&auml;ltiger Gr&uuml;nlandnutzung. Die regelm&auml;&szlig;igen &Uuml;berschwemmungen sorgten f&uuml;r D&uuml;ngung, ausreichende Feuchtigkeit und Ertrag, vor allem in trockenen Jahren. Die Auenwiesen waren einst sehr begehrt, obwohl sie meist sp&auml;ter bewirtschaftet werden konnten und alle paar Jahre im Sommer &uuml;berflutet wurden.</p>
<p>Die Wiesen waren nass, licht, vielf&auml;ltig und artenreich sowie nahezu baumfrei. Sie boten Wiesenbr&uuml;tern optimale Lebensr&auml;ume. Die weichen B&ouml;den waren zum Stochern nach Nahrung geeignet. Das Nahrungsangebot war reichhaltig, trockene Gel&auml;nder&uuml;cken und nasse Senken, lichte Wiesen und h&ouml;herer Bewuchs boten deckungsreiche Brutpl&auml;tze und optimale Nahrungsgr&uuml;nde.</p>
<p>Dieses Bild hat sich stark gewandelt. Der wirtschaftliche Druck zwang die Landwirtschaft zu Intensivierung und Rationalisierung. Fl&auml;chen wurden zusammengelegt, Senken verf&uuml;llt und Wiesen entw&auml;ssert, um mit immer gr&ouml;&szlig;eren Maschinen effizient, &ouml;fter und fr&uuml;her im Jahr m&auml;hen zu k&ouml;nnen. D&uuml;ngung mit G&uuml;lle und G&auml;rresten garantiert hohen Ertrag. Die &bdquo;Intensivwiesen&ldquo; von heute sind einheitlich, dicht, arten- und strukturarm. Der einhergehende Wegebau und die Zunahme der Freizeitnutzung lies gleichzeitig die St&ouml;rungen in den Brutgebieten fortlaufend ansteigen.</p>
<p>Die Auen verlieren damit mehr und mehr ihre naturr&auml;umliche und kulturelle Eigenart und bieten Wiesenbr&uuml;tern und vielen anderen Arten zunehmend weniger Lebensraum. Dennoch: Ohne die hohe Bereitschaft der Landwirte im Altm&uuml;hltal, sich an Agrarumweltprogrammen zu beteiligen, w&auml;ren die Wiesenbr&uuml;ter schon l&auml;ngst verschwunden. Die St&auml;rkung einer naturvertr&auml;glichen Bewirtschaftung&nbsp; ist daher wichtiger denn je. Diese muss sich auch f&uuml;r Landwirte wieder lohnen.</p>
<p>Das Naturschutzprojekt&nbsp; &bdquo;chance.natur Lebensraum Mittelfr&auml;nkisches Altm&uuml;hltal&ldquo; hat das Ziel, die letzten Refugien der hochgradig bedrohten Wiesenbr&uuml;ter im Altm&uuml;hltal nachhaltig zu sichern. Wichtigste Aufgabe ist es, artenreiche, vielf&auml;ltige und naturvertr&auml;glich bewirtschaftete Feucht- und Nasswiesen zu erhalten und wiederherzustellen.</p>
<p>Gemeinsame Tr&auml;ger des Projekts sind der <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/landkreis-ansbach/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Landkreis Ansbach</a>, der Landkreis Wei&szlig;enburg-Gunzenhausen, der Landesbund f&uuml;r Vogelschutz in Bayern und der Landschaftspflegeverband Mittelfranken. Sie haben mit finanzieller Unterst&uuml;tzung durch Bund und Land aus dem Bundesf&ouml;rderprogramm &bdquo;chance.natur&ldquo; das Projekt auf den Weg gebracht.</p>
<p>Das Projekt verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz. Ziel ist, alle Belange und Akteure einzubeziehen und gemeinsam mit Landwirten, Wasserwirtschaft und Erholung sowie Kommunen und B&uuml;rgern nachhaltige, sich selbst tragende L&ouml;sungen zu entwickeln.</p>
<p>Weitere Informationen gibt es im Internet unter <a href="http://www.lebensraum-altmuehltal.de" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="follow">www.lebensraum-altmuehltal.de</a></p>
<p>Quelle: Pressemitteilung, <a class="wpg-linkify" href="https://frank-clone.novo-peak.it/glossar/landkreis-ansbach/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Landkreis Ansbach</a></p>]]></content:encoded>
					
		
		
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